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Linksverteidiger Marcel Schmelzer spielt seit 2005 bei Borussia Dortmund © imago

Neu-Nationalspieler Marcel Schmelzer spricht über das Topspiel in Freiburg, Dortmunds Titelchancen und Mega-Talent Mario Götze.

Von Martin Volkmar

München/Göteborg - Hans-Joachim Watzke sorgte höchst persönlich für die prompte Rückführung der wertvollen "Ware".

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund nahm die vier Nationalspieler nach dem 0:0 gegen Schweden direkt per Learjet wieder mit aus Göteborg zurück nach Deutschland (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Denn dort steht am Samstag die nächste Herausforderung für die Höhenflieger des BVB an:

Im Topspiel beim Überraschungs-Vierten SC Freiburg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) muss die Truppe von Jürgen Klopp die Tabellenführung verteidigen 310783(DIASHOW: Klopps Karriere in Bildern).

Idol Dede verdrängt

Dabei baut der Coach natürlich maßgeblich auf seine vier DFB-Kicker Mats Hummels, Kevin Großkreutz, Mario Götze und Marcel Schmelzer.

Schmelzer, der wie Götze in Schweden sein erstes Länderspiel bestritt, hat beim BVB sein einstiges Idol Dede als Linksverteidiger verdrängt und mit einer bislang starken Saison den Sprung zu Joachim Löw geschafft.

Im SPORT1-Interview spricht der gebürtige Magdeburger, der in der Jugend Außenstürmer spielte, über das Duell in Freiburg, die Gründe für Dortmunds Lauf, die Titelambitionen und Mega-Talent Götze.

SPORT1: Wie sehen Sie Ihre Chancen, nach dem Debüt in Zukunft wieder zur Nationalmannschaft eingeladen zu werden?

Marcel Schmelzer: Darüber mache ich mir keine Gedanken. Für mich liegt der Fokus erstmal auf Borussia Dortmund und dass wir da erfolgreich Fußball spielen. Wenn uns das gelingt, wird die Einladung zur Nationalmannschaft für uns Dortmunder vielleicht wieder von ganz alleine kommen.

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SPORT1: Als nächstes steht das Spitzenspiel in Freiburg an. Wie lautet Ihre Marschroute?

Schmelzer: Wir wollen natürlich dort weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Wir spielen sehr leidenschaftlich Fußball und im Moment klappt bei uns wirklich alles. Das wollen wir weiter probieren.

SPORT1: Viele erwarten von der jungen Mannschaft irgendwann einen Einbruch. Wie sehen Sie das?

Schmelzer: Wir haben bisher in zwölf Bundesligaspielen, zwei DFB-Pokalspielen und drei Europa-League-Spielen gezeigt, dass wir nie wirklich nachlassen. Viele Tore machen wir sogar erst in der Schlussphase. Einen Einbruch kann ich da nicht erkennen und befürchte ihn auch nicht. Wir sind reifer geworden.

SPORT1: Wie gehen Sie mit den Titelträumen in Dortmund um?

Schmelzer: Wir sagen ja immer, dass die Fans träumen dürfen und die Presse schreiben kann, was sie will. Aber wir denken letztlich ganz anders: Nämlich wirklich nur von Spiel zu Spiel.

SPORT1: Warum hat die Mannschaft so stark von Potenzial zugelegt?

Schmelzer: Der Kern des Teams hat ja schon in der letzten Rückrunde gut zusammengespielt. Weil wir dieses Gerüst in der Mannschaft hatten, konnten sich die Neuzugänge schnell integrieren. Das hat es für Spieler wie Shinji Kagawa leichter gemacht, sich bei uns zurechtzufinden.

SPORT1: Neu in der Startelf ist auch Mario Götze. Was sagen Sie zu seiner Entwicklung?

Schmelzer: Mario rockt mit 18 Jahren die Bundesliga, mehr muss man dazu eigentlich gar nicht mehr sagen. Obwohl er noch so jung ist, hilft er uns schon enorm weiter. Er ist ein Riesen-Talent.

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