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Duell zwischen Almeida (l.) und Schmitz: Im Mai siegte Werder mit 2:0 © getty

Weder Schalke noch Werder haben bisher zur gewohnten Konstanz gefunden. Im Krisen-Duell ist verlieren verboten.

Von Christian Stüwe

München - Der amtierende Vizemeister empfängt den Tabellendritten der letzten Saison, doch von einem Spitzenspiel ist die Partien zwischen Schalke 04 und Werder Bremen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) weit entfernt.

Während Werder um den Anschluss an das obere Mittelfeld kämpft, steckt Schalke gar im Abstiegskampf.

Besonders auffällig ist, dass beiden Mannschaften bisher jegliche Konstanz abgeht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir haben im bisherigen Saisonverlauf gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können", sagt Schalke-Trainer Felix Magath.

"Leider gelingt uns das aber häufig nur 45 oder 60 Minuten", führt Magath weiter aus: "Gegen Werder wünsche ich mir, dass wir unsere Leistung die gesamte Partie abrufen."

Auch Magaths Gegenüber Thomas Schaaf ist auf der Suche nach der Stabilität der vergangenen Jahre, die Abwehr ist mit 27 Gegentreffern die zweitschlechteste der Liga.

?Wir müssen mit einem starken Gegner rechnen?, erklärt Schaaf. Besonders die Schalker-Offensive mit Raul und Klaas-Jan Huntelaar flösst dem Bremer Coach Respekt ein.

"Da müssen wir viele Dinge wieder richtig machen, um dem standzuhalten", glaubt Schaaf und hofft, dass seine "Wackel-Abwehr" einen guten Tag erwischt.

Doch auch die neuformierte Schalker Abwehrkette hat noch nicht zur Form der Vorsaison gefunden.

Metzelder: "Arbeiten hart daran"

"Wir haben in der Konstellation jetzt ein paar Spiele gemacht, da ist es aber normal, dass noch nicht alles perfekt läuft", sagt Innenverteidiger Christoph Metzelder zu SPORT1:

"Aber wir arbeiten hart daran, damit die Abstimmung weiter verbessert wird."

Am Besten sollten die Schalker Defensive schon gegen Bremen dicht halten, den viele Punkte darf der kriselnde Klub aus Gelsenkirchen nicht mehr liegen lassen.

Was natürlich auch für Werder Bremen gilt.

Angesichts des Ausscheiden im DFB-Pokal und der beinahe aussichtslosen Situation in der Champions League müssen die Norddeutschen zügig ihre Aufholjagd in der Liga starten.

SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagsspielen.

Schalke 04 - Werder Bremen:

Magath kann im richtungweisenden Heimspiel personell aus dem Vollen schöpfen. Werder wartet seit fünf Pflichtspielen auf einen Sieg und erzielte in den vergangenen drei Partien keinen einzigen Treffer.

Die Personalsituation bei den Hanseaten ist weiterhin angespannt. Besonders der Ausfall von Torjäger Claudio Pizarro (Muskelfaserriss) schmerzt. Auch Marko Arnautovic (Adduktorenprobleme) fehlt. Immerhin könnte der zuletzt angeschlagene Clemens Fritz auf Schalke sein Comeback geben.

[kaltura id="0_vrzw9tmf" class="full_size" title="Stolperstein f r den BVB"]

SC Freiburg - Borussia Dortmund:

Beim Überraschungsvierten Freiburg wird Trainer Robin Dutt wohl der gleichen Startelf vertrauen, die zuletzt durch das 1:0 bei 1899 Hoffenheim den zweiten Sieg in Folge feierte. (FREIBURG: Höhenflieger mit Zement-Geheimnis)

Die seit elf Spielen unbesiegten Borussen stehen mit sieben Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Und das team von Jürgen Klopp kann weiterhin in unveränderter Aufstellung beginnen. (EXKLUSIV: Marcel Schmelzer im Interview)

Es fehlen nur die Langzeitverletzten Patrick Owomoyela (Achillessehnen-Entzündung) und Sebastian Kehl (Sehnenanriss im Hüftbeuger).

Eintracht Frankfurt - 1899 Hoffenheim:

Bei der seit sieben Spielen ungeschlagenen Eintracht setzt Trainer Michael Skibbe auf die gleiche Anfangsformation wie beim 0:0 bei Werder Bremen.

Innenverteidiger Maik Franz, der in Bremen zur Halbzeit wegen Hüftproblemen ausgewechselt werden musste, ist fit. Mittelfeldspieler Alexander Meier steht nach auskuriertem Muskelfaserriss in der Wade wieder zur Verfügung, sitzt aber zunächst auf der Bank.

Hoffenheim muss ohne die Verletzten Chinedu Obasi und Josip Simunic auskommen.

Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 05:

Bei den Mainzern, die drei Spiele in Folge verloren haben, kann Trainer Thomas Tuchel auf die zuletzt angeschlagenen Eugen Polanski und Marco Caligiuri zurückgreifen. Fraglich ist, ob die beiden Jung-Nationalspieler Lewis Holtby und Andre Schürrle von Beginn an auflaufen.

Die Gladbacher müssen auf die Abwehrspieler Dante (Innenband-Teilriss) und Roel Brouwers (Muskelfaserriss) verzichten.

Deshalb nimmt Trainer Michael Frontzeck Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der sich eigentlich einen neuen Verein suchen sollte, wieder in den Kader.

Hannover 96 - Hamburger SV:

Vor dem Nordderby werden beide Klubs von großen Personalsorgen geplagt. Hannover fehlen neben vier verletzten Spielern auch die gesperrten Steven Cherundolo und Karim Haggui. Zudem ist der Einsatz von Emanuel Pogatetz (muskuläre Probleme) fraglich.

Noch prekärer ist die Situation bei den auswärts zuletzt dreimal in Folge sieglosen Hamburgern.

Trainer Armin Veh stehen acht Profis aufgrund von Verletzungen nicht zur Verfügung. Der angeschlagene Guy Demel (Achillessehnen-Probleme) könnte die Liste weiter verlängern. Verteidiger Joris Mathijsen fällt mit einem doppelten Bänderriss im Knöchel gar für den Rest der Hinrunde aus.

Youngster Muhamed Besic wird wohl sein Debüt in der Startelf geben.

1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern (alle Samstag, 15.30 Uhr):

Nach seiner Spuckattacke gegen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger muss "Lama" Javier Pinola vier Spiele pausieren. Für ihn wird Pascal Bieler links verteidigen.

Außer Pinola und den Langzeitverletzten Albert Bunjaku und Rubin Okotie stehen Club-Trainer Dieter Hecking aber alle Akteure zur Verfügung. Nach der schwachen Leistung von Christian Eigler in München drängt Mike Frantz wieder in die Startelf.

Beim FCK muss Trainer Marco Kurz unter anderem weiter ohne den verletzten Rodnei auskommen. Der Brasilianer wird in der Innenverteidigung erneut durch Mathias Abel vertreten.

Bayer Leverkusen - Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr):

Bayer wartet seit sechs Jahren auf einen Sieg gegen den Rekordmeister. Trainer Jupp Heynckes muss gegen seinen Ex-Klub auf die langzeitverletzten Michael Ballack und Stefan Kießling verzichten. (EXKLUSIV: Jupp Heynckes im Interview)

Dafür kehrt Abwehrchef Sami Hyypiä in die Stammelf zurück.

Neben den Langzeitverletzten Arjen Robben, Miroslav Klose, Ivica Olic und Holger Badstuber werden den Bayern auch Kapitän Mark van Bommel (Knie-Probleme) und Abwehrspieler Martin Demichelis (Oberschenkelbeschwerden) fehlen. Beide traten die Reise in den Westen nicht mit an.

Andreas Ottl wird van Bommel wie gehabt ersetzen, für Demichelis könnte Breno zu seinem ersten Startelf-Einsatz der Saison kommen.

Ein 90-minütiger Einsatz von Superstar Franck Ribery, der beim 3:0 gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Sonntag sein Comeback gefeiert hatte, ist nach scharfer Kritik seitens Bayern-Trainer Louis van Gaal eher unwahrscheinlich.

Der Franzose könnte wie Nationalspieler Thomas Müller als Joker kommen.

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