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Dortmunds Mats Hummels (r.) im Zweikampf mit Freiburgs Torjäger Papiss Cisse © getty

Zwei Eigentore und etliche vergebene Chancen. Baumann pariert klasse, Dortmund kann das Spiel dennoch drehen. Ein Joker sticht.

Freiburg - Borussia Dortmund ist dank einer tollen Moral auf dem besten Weg zur ersten Herbstmeisterschaft seit 15 Jahren.

Der seit nunmehr zwölf Partien ungeschlagene Spitzenreiter setzte sich am 13. Spieltag nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte mit 2:1 (0:1) im Topspiel beim Überraschungsteam des SC Freiburg durch.

Mit dem siebten Auswärtssieg in Folge stellte der BVB einen neuen Liga-Rekord auf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dortmund war durch ein umstrittenes Eigentor von Nationalspieler Mats Hummels (27.) in Rückstand geraten, bevor der eingewechselte Robert Lewandowski (75.) zum Ausgleich traf.

Der Freiburger Mensur Mujdza (79.), ebenfalls per Eigentor, besieglte den Sieg der Westfalen.

"Wir nehmen den Sieg mit"

"Wir haben aus unterschiedlichen Gründen keine gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft mehr investiert. Im Endeffekt haben wir schon verdienter gewonnen", befand BVB-Coach Jürgen Klopp.

Und weiter: "Aber wir nehmen den Sieg mit, in der zweiten Hälfte waren wir schließlich auch richtig gut."

Freiburgs Trainer Robin Dutt war nach der "besten Halbzeit dieser Saison" enttäuscht: "Wir haben wahnsinnigen Druck aufgebaut und läuferisch eine Top-Leistung gebracht. Wir haben es aber versäumt, das 2:0 zu machen. Ein 2:2 wäre am Ende gerecht gewesen."

Barrios kann Topraks Fehler nicht nutzen

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw gingen die Gastgeber vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion in den ersten Minuten überraschend forsch und offensiv zu Werke.

Die erste echte Tormöglichkeiten konnten sich allerdings die Dortmunder erarbeiten. 314578(DIASHOW: Der 13. Spieltag)

Einen Fehler des Freiburger Innenverteidigers Ömer Toprak konnte BVB-Torjäger Lucas Barrios aber nicht nutzen (8.).

Leidenschaftliche Breisgauer

Im Anschluss entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Partie, die von beiden Seiten mit hohem Tempo geführt wurde.

Dabei erwiesen sich die Dortmunder zwar als technisch besser, die äußerst engagiert auftretenden Breisgauer glichen diesen Nachteil aber durch eine hohe Laufbereitschaft aus.

Da beide Mannschaften in der Defensive stabil standen, blieben Chancen in dieser Phase Mangelware.

Makiadi verpasst knapp

Erst in der 23. Minute sorgten die Freiburger, die ohne Stammtorwart Simon Pouplin, Kapitän Heiko Butscher, Pavel Krmas, Johannes Flum, Jonathan Jäger und Tommy Bechmann (alle im Aufbautraining) auskommen mussten, wieder für ein wenig Gefahr.

Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi verpasste eine Hereingabe von SC-Torjäger Papiss Cisse nur knapp.

Die Dortmunder, bei denen Kapitän Sebastian Kehl, Patrick Owomoyela sowie Florian Kringe fehlten, agierten Mitte der ersten Hälfte ungewohnt passiv und bekamen dafür prompt die Quittung.

Subotic schießt Hummels an

Nach einer Freistoß-Flanke herrschte Chaos in der Hintermannschaft.

Zunächst verlor Torwart Roman Weidenfeller den Luftkampf mit Cisse, dann schoss Neven Subotic seinen Abwehrkollegen Hummels derart unglücklich an, dass der Ball im Tor landete.

Die Dortmunder reklamierten in dieser Szene allerdings ein Foul von Cisse an Weidenfeller.

Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) sah dies allerdings anders. Der Gegentreffer schockte die Dortmunder.

Großchancen auf beiden Seiten

Der starke Mittelfeldspieler Jan Rosenthal per Kopf (38.) und Cisse (42.) vergaben kurz vor der Pause die Chancen auf einen weiteren Freiburger Treffer.

Bei der Chance der Senegalesen Cisse musste der Dortmunder Lukasz Piszczek für Weidenfeller retten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste wie verwandelt aus der Kabine und erzeugten sofort Druck.

Baumann hält die Führung

Zunächst scheiterte der Japaner Shinji Kagawa an Freiburgs Torwart Oliver Baumann (48.).

Wenige Sekunden später pfiff Fritz einen Treffer von Barrios zurück, weil der Nationalspieler Paraguays angeblich Baumann gefoult hatte.

Im Anschluss erarbeite sich der BVB Chancen im Minutentakt.

Kagawa (52.) und der Türke Nuri Sahin (53.) scheiterten aber am starken Baumann.

Rosenthal überzeugt

Auch nach diesen Szene rollte ein gefährlicher Angriff nach dem nächsten auf das Tor der Gastgeber, sodass die Dortmunder Treffer eine logischen Folge waren.

In der Nachspielzeit vergab Blaszczykowski eine Großchance, als er aus acht Metern das leere Tor verfehlte.

"So etwas sieht nicht so schön aus. Wir werden es ihm wahrscheinlich noch ein- oder zweimal zeigen. Aber das kann passieren, kein Problem", so Klopp zu Blaszczykowskis Möglichkeit mit einem Augenzwinkern.

Im Gegenzug traf Schuster per Kopf aus sechs Metern nur die Latte. Beste Spieler der Freiburger waren Kapitän Oliver Barth, Baumann und Rosenthal.

Aufseiten der Dortmunder konnten vor allem Kagawa und Sven Bender überzeugen.

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