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Raul (r.) schoss seine Saisontore vier bis sechs für Schalke © getty

Desolate Bremer verhelfen Schalke 04 aus der Krise. Der Spanier überragt, auch Christoph Metzelder schlägt erstmals zu.

München - Ein Dreierpack von Raul hat Werder Bremen das nächste Debakel bereitet.

Die Hanseaten verloren am 13. Spieltag der Bundesliga bei Schalke 04 nach einem Dreierpack von Raul verdient mit 0:4 (0:2) und werden in der Tabelle weiter nach hinten durchgereicht (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Während Schalke mit dem höchsten Sieg seit dem 17. April 2009 (4:0 gegen Energie Cottbus) den Aufwärtstrend bestätigte, ist Werder vier Ligaspiele ohne Sieg und wartet seit 360 Pflichtspielminuten auf ein Tor 314908(DIASHOW: Der 13. Spieltag).

Schützenhilfe bei allen Treffern

Dafür leistete Werder bei allen Treffern der Gastgeber Schützenhilfe. Beim 1:0 hatte Torhüter Tim Wiese noch das Pech, zur richtigen Zeit am falschen Ort zu sein.

Ein Kopfball von Christoph Metzelder - Gegenspieler Sebastian Prödl war weit weg - prallte an die Querlatte, danach auf Wieses Rücken und schließlich ins Tor (22.).

Vor dem 2:0 wehrte Wiese einen von Prödl verursachten Freistoß direkt vor die Füße des Torschützen Raul (45.+2) ab, der wenige Minuten später darauf auch noch eine verkorkste Rettungstat von Per Mertesacker zum 3:0 nutzte (56.).

In die Einzelteile

Dem dritten Treffer des Spaniers (72.) ging ebenfalls ein Fehler voraus - diesmal war Daniel Jensen der Schuldige. In der 85. Minute sah zudem der Bremer Philipp Bargfrede nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Werder, das in der Vorwoche ein 0:0 gegen Eintracht Frankfurt als Fortschritt verkauft hatte, zerfiel wieder einmal in seine Einzelteile.

Jefferson Farfan hätte allein vor Wiese sogar noch ein weiteres Tor erzielen können, vertändelte diese Riesenchance jedoch. Dazu vereitelte Wiese noch zwei weitere Großchancen Huntelaars.

Mit neuer Schaltzentrale

Schalke-Trainer Felix Magath hatte nach den zuletzt schwachen Leistungen seiner defensiven Mittelfeldspieler hart durchgegriffen und die "Doppelsechs" neu formiert.

Jermaine Jones flog aus dem Kader, Ivan Rakitic saß auf der Bank, Peer Kluge und Joel Matip rückten in die Startelf.

Die Gastgeber hatten durch Klaas-Jan Huntelaar (6.) eine erste Chance und frühzeitig das Heft in der Hand.

Keine Einfälle bei Werder

Huntelaar rutschte bei einem Fallrückzieher zwar der Ball über den Spann (21.), die kuriose, aber nicht unverdiente Führung ließ jedoch nur noch 60 Sekunden auf sich warten.

Den Gästen fiel offensiv kaum etwas ein, obwohl die Schalker Abwehr wieder einmal nicht sattelfest wirkte.

Almeida mühte sich zwar redlich, bekam auch in der zweiten Halbzeit aber viel zu wenig Unterstützung.

Von einem Aufbäumen war nichts zu spüren. Stattdessen spielte Schalke nun selbstbewusst nach vorne und war nach Rauls traumhaftem Lupfer zum 4:0 drauf und dran, die Bremer vor 61.673 Zuschauern noch höher abzuschießen.

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