vergrößernverkleinern
Christian Träsch (l.) im Duell mit Kölns Youssef Mohamad © getty

Durch einen zweifelhaften Strafstoß gewinnt der FC in Stuttgart und gibt die Rote Laterne ab. Eine Personalentscheidung lohnt sich.

Stuttgart - Auf der Vorstandsetage herrscht dicke Luft, doch zumindest auf dem Platz läuft es für den 1. FC Köln dank Lukas Podolski wieder rund.

Der Nationalspieler verwandelte im Spiel beim VfB Stuttgart in der 82. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter eiskalt zum 1:0 (0:0) und bescherte den Rheinländern das Happy End einer turbulenten Woche. (Debakel für den Vorstand)

Die Kölner haben den letzten Tabellenplatz verlassen und sind nun punktgleich mit den Stuttgartern (beide 11 Punkte), die vorerst weiter auf dem Relegationsplatz festhängen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Nicht unverdient gewonnen"

"Das war die Reaktion, die wir uns erwünscht, auf die wir aber auch hingearbeitet haben. Ich denke, dass es ein Sieg war, den wir uns verdient haben. Wir haben aufgrund unser disziplinierten Leistung nicht unverdient gewonnen", sagte der glückliche Kölner Trainer Frank Schaefer.

Vom Vorstand hat er zumindest bis zum Ende der Hinrunde eine Arbeitsgarantie.

Chancen für den Sieg gab es vor dem Elfmeter auf beiden Seiten genug, die Stuttgarter aber scheiterten am Pfosten wie der eingewechselte Pavel Pogrebnyak (79.) oder am Kölner Torwart Faryd Mondragon, der nach fünf Spielen Pause wieder mitwirken durfte.

Mondragon-Rückkehr macht sich bezahlt

"Bei der Organisation auf dem Platz wird er uns sicher weiterhelfen", hatte Trainer Frank Schaefer die Hereinnahme des erfahrenen Torwarts begründet.

Der Kolumbianer zeigte eine ausgezeichnete Leistung und bewahrte seine Mannschaft nach zuvor zwei Niederlagen in Folge vor einem möglichen Rückstand.

Den Gästen wiederum fehlte vor 39.500 Zuschauern lange die letzte Konsequenz vor dem Tor.

Geromel rettet auf der Linie

Auf regennassem Rasen erarbeitete sich der VfB, der seit September 1996 keines seiner Heimspiele gegen den 1. FC Köln gewonnen hatte, bereits vor der Halbzeit mehrere gute Torchancen, scheiterte aber zumeist an Mondragon.

Der Torhüter wehrte zunächst einen Schuss von Gebhart ab (3.), verhinderte gegen Cacau den sicheren Rückstand (12.), parierte glänzend erneut gegen den guten Gebhart (31.).

Chancenlos wäre er jedoch bei einem Schuss von Ciprian Marica gewesen (33.) - der Ball flog neben das Tor. In der 31. Minute rettete Geromel gegen Cacau für seinen geschlagenen Torhüter.

Lanig Rot-gefährdet

Angetrieben vom guten Lanig kamen auch die Kölner zu Chancen. Der ehemalige Stuttgarter besaß eine davon selbst, verfehlte aber knapp das Tor (34.).

Lanig blieb nach der Pause in der Kabine - er war zu diesem Zeitpunkt bereits akut "Rot"-gefährdet.

Vorteil weggepfiffen

Schiedsrichter Christian Dingert war in seinem vierten Einsatz in der Bundesliga allerdings auch dafür verantwortlich, dass die Kölner ihre beste Torchance nicht nutzen konnten. 314908(DIASHOW: Der 13. Spieltag)

Der 30-Jährige pfiff ein Foul von Georg Niedermeier an Lanig voreilig ab und nahm den Gästen damit einen klaren Vorteil: Milivoje Novakovic war schon auf und davon gewesen (13.).

Zweifelhafter Pfiff

Vor allem in der zweiten Halbzeit hätte der 1. FC Köln in Führung gehen können. VfB-Torhüter Sven Ulreich gegen Podolski (49. ), Christian Gentner (59.) und wieder Ulreich gegen Petit (65.) verhinderten Schlimmeres.

Dem VfB wiederum standen auch in der zweiten Halbzeit Mondragon und der Pfosten im Wege, ehe Schiedsrichter Dingert erneut eine zweifelhafte Entscheidung traf und nach einem Zweikampf zwischen Niedermeier und Novakovic auf Elfmeter entschied.

Der Slowene hätte das 2:0 machen müssen, scheiterte in der 89. Minute aber freistehend an Ulreich.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel