vergrößernverkleinern
Wolfsburgs Simon Kjaer (r.) und St. Paulis Marius Ebbers mussten sich mti einem Punkt zufrieden geben © getty

St. Pauli holt gegen den erschreckend schwachen Ex-Meister zu wenig heraus. Torjäger Dzeko rettet den "Wölfen" ein Remis.

Hamburg - Aufsteiger FC St. Pauli hat den ersten Sieg seit fünf Bundesligaspielen verschenkt und die Riesenchance verpasst, sich mit einem Dreier etwas Luft zu den Abstiegsplätzen zu verschaffen.

Gegen den erschreckend schwachen Ex-Meister VfL Wolfsburg kamen die Hamburger in einer über weite Strecken einseitigen Partie nur zu einem unbefriedigenden 1:1 (1:0) 314908(DIASHOW: Der 13. Spieltag).

Immerhin verbuchten die Kiezkicker den ersten Punkt nach zuvor vier Niederlagen in Folge.

Leidenschaftslose "Wölfe"

Das Gäste-Team von Trainer Steve McClaren, das nur eines der letzten sieben Ligaspiele gewinnen konnte, versäumte mit einer leidenschaftslosen Vorstellung den erhofften Befreiungsschlag (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Vor 24.150 Zuschauern im Millerntor-Stadion sorgte Markus Thorandt in der 28. Minute für die Führung der Platzherren, die vor der Pause aber zahlreiche weitere Chancen ungenutzt ließen.

Wolfsburgs Torjäger Edin Dzeko erzielte mit seinem neunten Saisontor in der 54. Minute den Ausgleich.

"Wir wollten unbedingt drei Punkte holen. In der ersten Halbzeit sind wir gar nicht ins Spiel gekommen. Da fehlte die Aggressivität, wir waren immer zu spät. In der zweiten Halbzeit war es viel besser, Aber leider hat es nur zu dem einen Punkt gereicht", sagte Wolfsburgs Torjäger Dzeko.

Couragierte Kiezkicker

In den ersten 45 Minuten war von den Gästen allerdings nicht viel zu sehen.

Dagegen agierten die Kiezkicker von Beginn an couragiert und mutig nach vorne und erarbeiteten sich so schnell zahlreiche Chancen.

Schon in der 3. Minute hätte es 1:0 für die Platzherren stehen können, doch Marius Ebbers' Kopfball nach Vorlage von Max Kruse traf nur die Querlatte. Weitere Chancen von Thorandt (3.) und Kruse (22.) verpufften ebenfalls.

Thorandt mit dem Kopf

Die engagierte Offensivleistung der Gastgeber wurde nach einer knappen halben Stunde schließlich doch belohnt, als sich Abwehrspieler Thorandt nach einer Ecke von Kruse am Fünfmeterraum der Gäste durchsetzte und den Ball ins Netz köpfte.

Bis zur Pause hätten ein Freistoß von Bastian Oczipka (34.) sowie weitere Gelegenheiten von Matthias Lehmann (37.), Kruse (42.) und Fabian Boll (45.) ohne weiteres für eine höhere St. Pauli-Führung sorgen können.

Auf der anderen Seite kamen die zunächst Gäste kaum zu nennenswerten Angriffsaktionen. Gegen die stabile Abwehr der St. Paulianer war für die ideenlosen Wolfsburger Angriffe kein Durchkommen, die wenigen Gegenstöße liefen meist ins Leere.

Dzeko lässt es sich nicht nehmen

Zwar hatten die Gastgeber auch nach dem Seitenwechsel ein Chancenplus, den Weg ins Tor fand jedoch der VfL.

Ein Abschlag von Torwart Diego Benaglio kam über Spielmacher Diego zu Dzeko, der sich die Möglichkeit mit einem Schuss aus zehn Metern nicht nehmen ließ.

Auch danach ging weiterhin mehr Gefahr von den Hamburgern aus, die jedoch im Abschluss letztlich zu ungenau waren.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel