Huub Stevens stärkt in seiner SPORT1-Kolumne Kölns Bossen trotz der Krise den Rücken und weist auf besondere Bedingungen hin.

Hallo Fußball-Freunde,

der Kölner Sieg in Stuttgart hat mich gefreut. Ich freue mich für Frank Schaefer, aber vor allem für Wolfgang Overath und Michael Meier.

Was die beiden in der letzten Woche um die Ohren bekommen haben, das ist unmenschlich.

Man muss doch fair bleiben und schauen, mit welchem Etat ein Meier in Köln arbeiten muss.

Natürlich hat man Lukas Podolski geholt. Aber der musste auch erst wieder auf die Erde zurückgeholt werden.

Er muss konstant die Leistung bringen, die er in Stuttgart in der zweiten Halbzeit gezeigt hat. Da habe ich einen engagierten Lukas gesehen. So will man ihn sehen.

Was Overath und Meier angeht, finde ich, dass die beiden den richtigen Weg gehen. Sie bleiben ruhig. Sie sind meiner Meinung nach auch nach wie vor die richtigen Leute für Köln. Da kann man sagen, was man will, ein Meier hat bewiesen, dass er Qualitäten hat.

Gleiches gilt für Overath, der sich mit großer Begeisterung für den FC engagiert. Da muss man den Hut vor ziehen.

Spannend ist auch die Frage: Was ist los mit Werder?

Bisher hat Bremen immer die Ruhe bewahrt und an Thomas Schaaf festgehalten. Das hat sich ausgezahlt. Aber es ist klar, dass sich etwas ändern muss.

Die Spieler müssen sich dem Ernst der Lage bewusst werden. Sie müssen ihr Potential ausschöpfen. Qualität ist doch da, wenn ich an Hugo Almeida, Marko Arnautovic oder Torsten Frings denke.

Gleiches gilt für den HSV, der im Niemandsland der Tabelle angekommen ist. Allerdings haben die Hamburger auch großes Verletzungspech. Bei so vielen verletzten Spielern ist es klar, dass du an Qualität verlierst.

Da ist natürlich so eine unglückliche Derby-Niederlage wie in Hannover doppelt bitter. In der jetzigen Situation hätte man da mit einem Punkt leben können. So steht die Mannschaft wieder mit leeren Händen da.

Aber wenn der HSV alle Spieler beisammen hat, dann haben die Hamburger einen sehr guten Kader. Wenn die Verletzten alle zurückkehren, werden sie wieder in die Spur finden.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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