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Jürgen Klopp kam im Sommer 2008 von Mainz nach Dortmund © getty

Der Coach bindet sich vorzeitig zwei weitere Jahre an den BVB. Ein mysteriöser Berater streut Gerüchte um den Verteidiger.

Von Martin Hoffmann

München - Jürgen Klopp hatte die Wahl.

"Er kann selbst bestimmen, wie lange er hier bleibt", hatte ihm Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor einem Monat versprochen: "Von mir aus kann der auch unbefristet sein."

Ganz ernst gemeint war das wohl nicht, aber bis 2014 bleibt der Trainer ihm nun mindestens erhalten: Wie der Klub am Donnerstagmittag bekanntgab, hat Klopp seinen 2012 auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängert 310783(DIASHOW: Jürgen Klopps Karriere).

"Ein guter Tag für den BVB", verkündete Watzke denn auch erfreut (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Hier entsteht was"

"Sicher noch in diesem Jahr" und "relativ schnell" werde die Verlängerung über die Bühne gehen, hatte Klopps Berater Marc Kosicke zuvor erst im "kicker" erklärt. Nun ging es noch schneller, als zu ahnen war.

"Hier entsteht was. Ich möchte weiterentwickeln, was ich begonnen habe", erklärt Klopp: "Und ich bin auch sicher, dass das vorher nicht auseinandergeht."

Im Moment wirkt das beim Höhenflug der Dortmunder auch schwer vorstellbar. Mit großem Vorsprung ist Dortmund auf Titelkurs.

So groß, dass der letzte BVB-Meistertrainer Matthias Sammer bei SPORT1 befindet, dass er "rational betrachtet" schon nicht mehr aufzuholen ist: "Wenn man sieht, wie die Mannschaft auftritt, scheint es - Stand jetzt - eigentlich fast nicht möglich, die Mannschaft noch einzuholen."

Dortmund wäre für mehr offen gewesen

Die Verlängerung mit Erfolgscoach Klopp ist eine erfreuliche Botschaft für die Dortmunder vor der Jahreshauptversammlung am Sonntag, bei der Präsident Reinhard Rauball zur - als sicher geltenden - Wiederwahl bis 2013 antritt.

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Der Klub soll laut "kicker" auch für eine Ausdehnung der Zusammenarbeit mit Klopp gleich bis ins Jahr 2016 offen gewesen sein.

So lange allerdings wollte der Coach die gemeinsame Zukunft nicht fixieren: "Das gebieten der Respekt und die Verantwortung", so Kosicke.

Andere Angebote abgelehnt

Alternative Jobangebote hätte Klopp gehabt.

"Verstärkt Anfragen" seien in den vergangenen Monaten eingetrudelt, berichtet Kosicke. Alle hätte er aber ohne ein Gespräch direkt abgelehnt.

"Wo soll Jürgen auch hin, um sich nicht zu verschlechtern?", fragt sein Berater rhetorisch.

Weitere Verlängerungen geplant

Möglichst bald will der BVB aber nicht nur den Trainer, sondern auch mehrere Spieler längerfristig an sich binden.

So soll der zum Saisonende auslaufende Kontrakt mit Keeper Roman Weidenfeller verlängert werden.

"Noch vor Weihnachten" will Sportdirektor Michael Zorc außerdem die derzeit ausgesetzten Gespräche mit dem derzeit verletzten Routinier Patrick Owomoyela, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft, wiederaufnehmen.

Zeitnah will Dortmund mit den jungen Stammakteuren Kevin Großkreutz und Marcel Schmelzer verlängern, die sich derzeit bis 2012 bei der Borussia verpflichtet haben.

Wirbel um Schmelzer

Um letzteren haben soeben Meldungen für Wirbel ausgelöst, dass er bei Barcelona auf der Wunschliste stehen würde.

Mario Pichierri, angeblicher Berater des Außenverteidigers, plauderte dies bei einem italienischen Radiosender aus, von dem aus sich die Meldung weltweit weiter verbreitete: "Marcel wird von einigen europäischen Klubs beobachtet, dabei ist der FC Barcelona in der ersten Position."

Auch Juventus Turin und womöglich Lazio Rom wären interessiert, heißt es auch Pichierris Munde.

Mittlerweile hat Schmelzers Beratungsagentur Rogon allerdings erklärt, keinen Mario Pichierri zu beschäftigen.

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