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Thomas Tuchel ist seit Sommer 2009 Trainer von Mainz 05 © getty

Der Mainzer Coach will gegen Nürnberg weiter an alte Stärken anknüpfen. Dieter Hecking ist trotz Abwehrsorgen optimistisch.

Mainz - Der vorhergesagte Schnee soll nach dem Willen von Thomas Tuchel dem Feuer auf dem Platz weichen.

"Die Witterung wird ungemütlich. Aber wir wollen unseren Zuschauern ein Spektakel bieten", sagte der Trainer des FSV Mainz 05 vor dem 150. Bundesliga-Spiel der Rheinhessen am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Nach drei Heimpleiten in Folge peilt der Tabellenzweite wieder einen Sieg im heimischen Stadion an, um den Rückstand von sieben Punkten auf Spitzenreiter Borussia Dortmund zu verkleinern.

Sieg in Gladbach als Basis

"Die Basis dafür muss unser Auftreten beim Sieg in Gladbach sein", erklärte Tuchel und verwies auf die Leistung beim 3:2 bei Borussia Mönchengladbach.

"Diese Überzeugung, dieser Spirit war für uns ein total positives Signal. Dort haben wir viele Verhaltensweisen gezeigt, die uns in dieser Saison stark gemacht haben."

Durch den Erfolg am vergangenen Samstag hatten die Mainzer ihre drei Punktspiele andauernde Niederlagenserie beendet.

"Eine Formdelle im Leistungssport ist nicht ungewöhnlich", sagte Tuchel.

"Aber der Sieg hat uns ein gutes Gefühl gegeben und uns wieder gezeigt, dass das Potenzial in der Mannschaft grundsätzlich da ist. Wir haben aber ohnehin nie an uns gezweifelt."

Svensson fällt aus - Torhüter kehren zurück

Verzichten muss der Mainzer Trainer auf Innenverteidiger Bo Svensson, der mit Knieproblemen ausfällt.

Dagegen kann der Coach wieder auf den zuletzt angeschlagenen Torwart Christian Wetklo zurückgreifen. Da auch Stammkeeper Heinz Müller wieder fit, steht Tuchel vor einer schwierigen Entscheidung.

"Wir haben im Kader immer Härtefälle. Nun gehört auch ein Torwart dazu. Meine Entscheidung ist grundsätzlich gefallen, aber ich werde sie nicht der Öffentlichkeit, sondern den Betroffenen mitteilen", erklärte der Trainer.

Trotz der zurückliegen 286 Minuten ohne Heimspiel-Tor und den jüngsten atmosphärischen Störungen zwischen Mannschaft und Fans ist der 37-Jährige von einer "positiven Stimmung" überzeugt.

Ohne vier: Doch Club will Mini-Krise beenden

Derweil wollen die Nürnberger, die zuletzt zweimal in Folge verloren haben, in Mainz ihre Mini-Krise beenden.

"Mainz ist die positive Überraschung dieser Saison, sie können jedem Gegner wehtun. Aber mit der nötigen Kompaktheit kann man auch in Mainz gewinnen. Mannschaften wie Hannover haben es vorgemacht", sagte Dieter Hecking.

Allerdings muss der FCN-Trainer ohne den gesperrten Javier Pinola sowie die angeschlagenen Juri Judt, Per Nilsson und Albert Bunjaku auskommen muss.

Niederlage gegen Kaiserslautern als Lehre

Trotz der Personalprobleme ist Hecking zuversichtlich, dass sein Team aus dem 1:3 am vergangenen Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern die richtigen Schlüsse gezogen hat.

"Wir werden nicht noch einmal so schlecht spielen wie gegen Kaiserslautern", sagte der Coach:

"Wir gehen die Sache mit dem nötigen Optimismus an. Wir wissen, dass auch wir sehr schwer zu schlagen sind."

Hecking baut zudem darauf, dass die Mainzer trotz ihres Erfolgs in Gladbach noch nicht wieder zu alter Stärke gefunden haben.

"Wenn man nur die letzten sechs Spiele nimmt, ist deren Bilanz schließlich auch nicht so gut", meinte der Trainer:

"Letzlich egal, was Mainz macht"

"Es ist letztendlich aber egal, was Mainz macht. Es ist wichtig, dass wir unsere Sichtweise des Spiels umsetzen können, egal wie sich die Mainzer präsentieren."

Die Bilanz der vergangenen Jahre spricht allerdings gegen den Club. Die Franken feierten am 11. Dezember 2004 den bisher einzigen Sieg im Bruchwegstadion.

Die danach folgenden vier Pflichtspiele in Mainz verlor Nürnberg allesamt.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Mainz: Wetklo - Zabavnik, Bungert, Noveski, Fuchs - Schürrle, Caligiuri, Polanski, Holtby - Allagui, Szalai

Nürnberg: Schäfer - Chandler, Maroh, Wolf, Bieler - Simons, Cohen - Frantz, Gündogan, Ekici - Schieber

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