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Marco Reus erzielte beim 2:3 gegen Mainz beide Gladbacher Tore © imago

Gladbachs Marco Reus geht optimistisch ins Borussia-Duell in Dortmund. Bei SPORT1 kündigt er eine offensive Spielweise an.

Von Rainer Nachtwey und Christian Stüwe

München - Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher kaum sein:

Auf der einen Seite der Tabellenletzte, der nur einen Sieg aus den letzten elf Spieltagen einfahren konnte. Auf der anderen Seite der ungefährdete Spitzenreiter, der in dieser Zeit nur einmal nicht gewann.

Doch in das Borussia-Duell mit Spitzenreiter Dortmund (Sa., ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) geht Mönchengladbach äußerst optimistisch.

"Warum soll uns gegen den BVB nicht der Befreiungsschlag gelingen?", fragt Marco Reus bei SPORT1 kess.

"Dortmund ist klarer Favorit"

Der Nationalspieler zieht sein Selbstvertrauen aus den gelungenen Auftritten gegen die Topteams.

"Sicherlich sieht es vom Papier her nicht wirklich nach einem Auswärtssieg aus, und Dortmund ist der klare Favorit. Ich denke aber, dass wir in dieser Saison gegen manche Spitzenmannschaft gut ausgesehen haben", sagt Reus.

Gegen Mainz (2:3) und Hoffenheim (2:3) habe man nur unglücklich verloren, gegen den FC Bayern (3:3) einen Punkt geholt und in Leverkusen (6:3) sogar gewonnen, erinnert der Mittelfeldmann.

Viele verletzte Verteidiger

Gegen die offensivstarken Dortmunder, die mit 31 Toren den erfolgreichsten Angriff der Liga stellen, steht vor allem die Abwehr der Elf von Michael Frontzeck im Mittelpunkt, die mit 36 Gegentreffern die löchrigste der Liga ist. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Allerdings muss der Coach nun auf die Stützen Roel Brouwers (Muskelfaserriss) und Dante (Innenbandriss) verzichten.

Und auch die Einsätze von Bamba Andersson (muskuläre Probleme im Oberschenkel) und Marcel Meeuwis (Grippe) sind fraglich. (14. Spieltag: Die voraussichtlichen Aufstellungen)

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Klopp lobt Gladbachs Offensive

Trotz der Gladbacher Abwehrsorgen erwartet Dortmunds Coach Jürgen Klopp "ein richtig hartes Stück Arbeit" gegen das Schlusslicht.

"Jeder, der sich mit Fußball beschäftigt, weiß, dass die Offensive in dieser Mannschaft außerordentlich gut besetzt ist", sagt Klopp, der am Donnerstag seinen Vertrag vorzeitig bis 2014 verlängerte.

Mit einem Sieg über Gladbach kann Klopp mit seiner Mannschaft der Herbstmeisterschaft einen entscheidenden Schritt näher kommen. Ein historischer vorzeitiger Halbzeit-Titel ist nach dem Erfolg von Mainz 05 gegen Nürnberg nicht möglich.

Letztes 0:0 vor 16 Jahren

Reus hat etwas gegen den zwölften Dortmunder Saisonsieg und weiß wie der BVB zu stoppen ist: "Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung."

"Es geht einerseits darum, sicher und konzentriert zu stehen, um möglichst wenig zuzulassen - und das gilt nicht nur für die Defensivspieler", weist er daraufhin und nimmt sich dabei selbst in die Pflicht.

Andererseits müsse Gladbach selbst nach vorne spielen, um "die Dortmunder defensiv zu binden und zu beschäftigen".

Keine Extra-Motivation für Reus

Tore scheinen in der Partie nicht nur wegen der Angriff-Abwehr-Situation programmiert zu sein: Zuletzt trennten sich beide Mannschaften in der Saison 1993/'94 mit 0:0.

Gegen seinen Ex-Klub, bei dem Reus bis zur U 19 spielte und erst über den Umweg Ahlen in die Bundesliga fand, verspürt der gebürtige Dortmunder keine Rache-Gelüste.

"Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendjemandem irgendetwas heimzahlen muss", sagt Reus. "Eine Extra-Motivation, Tore zu schießen, benötige ich ohnehin nicht."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - S. Bender, Sahin - M. Götze, Kagawa, Großkreutz - Barrios

Gladbach: Heimeroth - Levels, Anderson (Callsen-Bracker), Daems, Wissing - Bradley, Marx - Herrmann, Reus - de Camargo, Bobadilla

Schiedsrichter: Gräfe

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