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Thomas Schaaf (l.) ist seit 1999 Trainer bei Werder Bremen © getty

Bremen steht nach dem Debakel in der Champions League auch in der Liga mächtig unter Druck. Die Fakten zum 12. Spieltag.

München - Am Samstag öffnet sich wieder die große Werder-Wundertüte - Gibt es einen Kantersieg wie am letzten Spieltag gegen Hertha BSC Berlin? Oder doch wieder ein Debakel der Marke Panathinaikos Athen.

Fest steht: Das Spiel gegen Bochum (ab 15 Uhr LIVE) kann ein dankbares Aufbauspiel werden.

Mit sieben Spielen ohne Sieg hat der VfL die schlechteste Serie der Liga. Und in den letzen sechs Heimspielen gegen Bremen sprangen nur magere zwei Punkte heraus.

Sollte Werder allerdings verlieren, wird es auch für die Bremer Galionsfigur Thomas Schaaf langsam ungemütlich.

Sport1.de hat die Fakten zu den Spielen am Samstag:

VfL Bochum - Werder Bremen:

Neben den verletzten Matias Concha, Stanislav Sestak und Shinji Ono und dem gelb-gesperrten Paul Freier fehlt Bochum auch Oliver Schröder, der wegem Adduktorenproblemen kurzfristig absagen musste.

Der Einsatz von Spielmacher Mimoun Azaouagh bei den Westfalen, die seit sieben Spielen auf einen Sieg warten, ist zudem wegen muskulärer Probleme fraglich.

Werder gewann nur eines seiner letzten acht Pflichtspiele und muss in Bochum auf Nationalspieler Clemens Fritz, den Dänen Daniel Jensen und Angreifer Martin Harnik verzichten.

Zudem stellen die Hanseaten mit 23 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga.

Hamburger SV - Borussia Dortmund:

Der HSV ist in der laufenden Saison zu Hause noch ungeschlagen und will gegen den BVB Wiedergutmachung für die 0:3-Pleite am vergangenen Wochenende bei Hannover 96 betreiben. Das könnte sich allerdings schwer gestalten, denn Dortmund ist seit dem 21. September unbesiegt.

Neben den Langzeitverletzten muss Trainer Martin Jol auch weiter auf Nigel de Jong verzichten. Paolo Guerrero und Guy Demel sind zudem angeschlagen.

Beim BVB fehlen die verletzten Dede, Alexander Frei und Mats Hummels. Zudem stehen hinter den Einsätzen von Nelson Valdez und Tinga noch große Fragezeichen.

Auflaufen können jedoch Mohamed Zidan und Mladen Petric, die im Stürmer-Tausch zum jeweils anderen Verein wechselten. Den direkten Vergleich führt der Neu-Hamburger Petric mit 8:2 Toren an.

Karlsruher SC - Bayer Leverkusen:

Der KSC braucht nach fünf Niederlagen in Serie unbedingt einen Heimerfolg, ansonsten droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Ein Sieg vor heimischem Publikum gegen Leverkusen gelang den Karlsruhern allerdings das letzte Mal am 8. Oktober 1993.

Leverkusen peilt seinerseits einen neuen Vereinsrekord an.

Sollte die Werkself zum fünften Mal in Folge ohne ein Gegentor gewinnen, wäre die alte Bestmarke unter dem heutigen Sportdirektor Rudi Völler gebrochen.

Der blieb in seiner Zeit als Bayer-Teamchef im Herbst 2000 bei drei Siegen und einem Unentschieden viermal in Folge ohne Gegentreffer.

Die Leverkusener müssen lediglich auf die Langzeitverletzten Bernd Schneider und Lukas Sinkiewicz, sowie Karim Haggui nach seiner erfolgreichen Leisten-OP verzichten.

VfL Wolfsburg - Energie Cottbus:

Wolfsburg hat zu Hause einen Lauf von fünf Pflichtspielsiegen in Folge und will diese Serie auch gegen "Lieblingsgegner" Cottbus (nur eine Niederlage in zehn Begegnungen) fortsetzen.

Im UEFA-Cup gegen Heerenveen konnte VfL-Coach Felix Magath zudem einige Kräfte schonen, sodass die "Wölfe" wohl in Bestbesetzung gegen Energie antreten werden.

Der Tabellenletzte aus Cottbus reist ohne den suspendierten Igor Mitreski sowie die verletzten Mario Cvitanovic und Stanislaw Angelow an.

Arminia Bielefeld - Borussia Mönchengladbach:

Bei den Gastgebern hat sich das Lazarett weitgehend wieder gelichtet. Lediglich der Einsatz von Abwehrspieler Markus Bollmann ist wegen eines grippalen Infektes fraglich.

Gladbach reist angesichts der großen personellen Probleme mit den drei Amateuren Oliver Stang, Christian Dorda und Tony Jantschke auf die Alm.

Nach der Ausmusterung von Sascha Rösler, Soumaila Coulibaly und Sharbel Touma sowie zahlreichen Verletzten stehen Borussen-Trainer Hans Meyer nur noch 13 Profis zur Verfügung.

Unsicher ist zudem noch der Einsatz von Patrick Paauwe, der über muskuläre Probleme klagt.

Große Sorgen muss sich Coach-Meyer eigentlich nicht machen: Bielefeld gelang in den letzten sechs Spielen gegen Gladbach kein einziges Tor.

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