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Shinji Kagawa gelang gegen Gladbach sein siebter Saisontreffer © getty

Dortnund lässt sich von einem Rückstand nicht schocken und schlägt Gladbach klar. Die Herbstmeisterschaft ist schon fast sicher.

Dortmund - Borussia Dortmund benötigt aus den verbleibenden drei Hinrunden-Spielen nur noch einen Sieg zur Herbstmeisterschaft.

Der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter setzte seine Erfolgsserie mit einem 4:1 (1:1)-Sieg auch gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach fort und ist seit nunmehr 13 Begegnungen ohne Niederlage.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Gäste bilden mit einer Ausbeute von bislang nur zehn Punkten weiterhin das Schlusslicht.

"Wirklich tolles Gefühl"

Nach den Toren von Neven Subotic (45.+1), Shinji Kagawa (52.), des eingewechselten Kevin Großkreutz (76.) und Lucas Barrios (88.) bei einem Gegentreffer des gebürtigen Dortmunders Marco Reus (33.) beträgt der Vorsprung des BVB auf Verfolger FSV Mainz 05 weiterhin sieben Zähler.

Dennoch interessiert sich der BVB wenig für die Frage nach der Herbstmeisterschaft: "Die ist eigentlich irrelevant. Aber gerade eben auf dem Platz haben wir uns noch einmal die 37 an den Kopf geworfen, um klar zu machen, wie erstaunlich die Leistung bisher ist. Es ist wirklich ein tolles Gefühl.", erzählt Verteidiger Mats Hummels.

Heimeroth: "Prekäre Situation"

"In der ersten Halbzeit wollten wir es zu schön machen und sind kalt erwischt worden. Danach hat man gesehen, dass die Mannschaft intakt ist und jeder für den anderen da ist. In der zweiten Halbzeit hat man den Charakter der Mannschaft gesehen", sagte BVB-Torwart Roman Weidenfeller.

Trainer Jürgen Klopp brach nicht in Jubelstürme aus: "Ich fühle eher Erleichterung als unbändige Freude. Gladbach war sehr diszipliniert und vor allem vor der Pause besonders durch Marco Reus immer wieder gefährlich. Danach lief es besser."

Gladbachs Torhüter Christofer Heimeroth haderte dagegen mit seinen Vorderleuten: "Wir sind einfach nicht in der Lage, hinten kompakt zu stehen und nach einem Führungstor auch mal 1:0 zu gewinnen. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in einer sehr prekären Situation stecken."

Gladbach meist harmlos

Die Westfalen übernahmen am Vorabend der sicherlich harmonischen Mitgliederversammlung am Sonntag von der ersten Minute an das Regiment und setzten die schwächste Abwehr der Liga vor 79.200 Zuschauern unter Dauerdruck.

Die durch eine lange Verletztenliste gebeutelten Gladbacher versuchten, ihre Defensive durch gelegentliche, aber zumeist harmlose Angriffsversuche zu entlasten.

Großkreutz geschont

BVB-Trainer Jürgen Klopp, der in der vergangenen Woche seinen bis 2012 datierten Vertrag vorzeitig bis 2014 verlängert hatte, änderte seine eingespielte und erfolgreiche Formation der vergangenen Wochen nur auf einer Position.

Er setzte Kevin Großkreutz mit Blick auf das wichtige Europa-League-Gruppenspiel am kommenden Donnerstag gegen Karpaty Lwiw zunächst auf die Bank.

Heimeroth rettet

Auch ohne den laufstarken Mittelfeldspieler kämpfte und kombinierte der BVB gefällig und hatte die erste hochkarätige Möglichkeit durch einen Distanzschuss von Jakub Blaszczykowski (13. ), bevor Gladbachs Keeper Christofer Heimeroth mit einem sehenswerten Reflex gegen den freistehenden Barrios (19.) klärte.317507(DIASHOW: Der 14. Spieltag)

Glück hatten die Gäste auch bei einem Kopfball von Mats Hummels (22. ), der nur knapp über das Tor strich.

Weitere Glanzparade

Auch in der Folge spielten sich mitunter turbulente Szenen im Gladbacher Strafraum ab, das Führungstor des BVB lag buchstäblich in der Luft.

Nur Heimeroth, der in der 30. Minute mit einer weiteren Glanzparade einen Kopfball von Shinji Kagawa entschärfte, hielt Gladbach zu diesem Zeitpunkt im Spiel.

Reus stellt Spielverlauf auf den Kopf

Umso überraschender fiel das 0:1 durch Reus, der den ersten gefährlichen Angriff der Gäste mit einem unhaltbaren Schuss aus 20 Metern abschloss und damit den Spielverlauf auf den Kopf stellte.

Subotic korrigierte dies noch vor dem Halbzeitpfiff mit einem Kopfballtor nach einem Eckball von Mario Götze.

Gladbachs Trainer Michael Frontzeck ärgerte sich hinterher über das Gegentor: "Das geht bei uns zu einfach. Solche Nackenschläge steckt die Mannschaft derzeit schlecht weg."

Götze-Traumpass zum 2:1

In der Tat bekamen die Gäste nach der Pause stärkere Probleme. Götze bereitete mit einem präzisen Steilpass das Tor durch Kagawa vor.

"Dem 2:1 ging ein überragender Pass von Mario Götze voraus. Und so ein Hackentrick wie vor dem 3:1 gelingt halt, wenn man da oben steht", schwärmte Klopp von den Treffern seiner Mannschaft.

Großkreutz machte nach Hacken-Vorlage von Barrios alles klar. Der Südamerikaner sorgte dann selbst mit dem 4:1 noch für eine Dreingabe.

Der BVB hatte in dem enorm fleißigen Japaner Kagawa und Götze seine besten Akteure, aufseiten der Gladbacher ragten Torhüter Heimeroth und Reus heraus.

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