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Cicero (r.) erzielt in der 81. Minute den glücklichen Ausgleich für Wolfsburg © getty

Novakovic bringt die überlegenen Kölner in Führung. Der Brasilianer erzielt den glücklichen Ausgleich für die "Wölfe".

Köln - "Joker" Cicero hat den VfL Wolfsburg vor einem weiteren Tiefschlag bewahrt und den umstritten Trainer Steve McClaren etwas aus der Schusslinie genommen.

Der Brasilianer rettete den Niedersachsen durch sein Traumtor in der 81. Minute zum 1:1 (0:0)-Endstand beim 1. FC Köln einen glücklichen Punkt. 317507(DIASHOW: Der 14. Spieltag)

Die Kölner, die über weite Strecken das Spiel diktiert hatten, machten dennoch einen weiteren kleinen Schritt aus der Krise und verbesserten sich im Abstiegskampf der Bundesliga auf den Relegationsplatz.

Milivoje Novakovic hatte die Gastgeber in der 51. Minute per Kopf mit seinem fünften Saisontreffer in Führung gebracht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schäfer ärgert Punktverlust

"Auf diesem Punkt müssen wir aufbauen", sagte FC-Trainer Frank Schaefer, der sich dennoch über den verpassten Dreier ärgerte: "Es ist mir unverständlich, dass wir nach der Führung viel zu tief standen und Wolfsburg wieder ins Spiel gebracht haben. Dann fängt man halt einen solchen Treffer."

Auch Steve McClaren konnte dem Punktgewinn nicht viel gutes abgewinnen.

"Wir wussten in unserer Situation, dass es ein hartes Spiel wird. Wir hatten eine sehr schwierige erste Halbzeit. Ich habe in der Pause gesagt, dass wir keine Kontrolle über das Spiel hatten und wir Fußball spielen sollen. Nach dem Tor haben wir als Mannschaft endlich gekämpft", sagte der Wolfsburg-Coach.

Engagierter Auftritt

Die Kölner waren vor 43.000 Zuschauern vor der Pause das bessere Team.

Eine Woche nach dem 1:0 beim VfB Stuttgart stellten die "Geißböcke" Wolfsburg vor erhebliche Probleme, ohne dabei große Glanzlichter zu setzen.

Durch ihren Einsatz und einige gute Aktionen wurden die FC-Fans aber bereits im ersten Durchgang für die letzte Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach (0:4) versöhnt.

Böser Tritt von Podolski

Köln bestimmte vor allem in den ersten 20 Minuten das Geschehen und hatte in der 17. Minute eine gute Gelegenheit durch Kevin Pezzoni, der aber an VfL-Torwart Diego Benaglio scheiterte.

Für die umstrittenste Szene des Süpiels sorgte in der 22. Minute Lukas Podolski. Der Nationalspieler streckte im Zweikampf an der Seitenlinie VfL-Stürmer Edin Dzeko mit einem üblen Tritt Richtung Unterleib nieder und war mit der Gelben Karte durch guido Winkmann sehr gut bedient.

Die Gäste hatten dann vier Minuten später ihre erste gute Möglichkeit durch Grafite, zwei Minuten später verpasste Dzeko die mögliche Führung für die Wolfsburger.

Grafite muss runter

Der brasilianische Nationalspieler Grafite musste wegen einer Oberschenkelverletzung bereits in der 41. Minute augewechselt werden, für ihn kam Mario Mandzukic ins Spiel.

Die beste Chance für Köln hatte zuvor in der 36. Minute Mato Jajalo verpasst, der von Adam Matuschyk, der den gesperrten Martin Lanig vertrat, glänzend in Szene gesetzt worden war.

Novakovic mit der Führung

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gastgeber weiter das Geschehen.

Nach einem Freistoß von Petit profitierte Novakovic dann von einer schwachen Faustabwehr Benaglios und köpfte problemlos zum 1:0 ein.

Drei Minuten später hätte Jajalo für den FC erhöhen müssen, doch nach erneuter Vorarbeit von Matuschyk verzog der Kroate aus 15 Metern.

Die Kölner verpassten es dann, auch ihr drittes Sonntagsspiel in dieser Saison zu gewinnen, weil der in der 77. Minute eingewechselte Cicero per Fallrückzieher den Ausgleich markierte.

Proteste bleiben aus

Beste Kölner waren Youssef Mohamad und Matuschyk.

Beim schwachen VfL, bei dem Thomas Kahlenberg den gelbgesperrten Brasilianer Diego vertrat und Nachwuchstalent Tolga Cigerci sein Bundesligadebüt feierte, konnte lediglich der kampfstarke Dzeko überzeugen.

Von der angekündigten Protestaktionen einiger FC-Fans gegen den Kölner Vorstand und Manager Michael Meier war angesichts der ordentlichen Kölner Vorstellung nichts zu sehen.

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