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Ciprian Marica erzielte diese Saison drei Treffer für den VfB Stuttgart © getty

Trotz Unschuldsbeteuerungen brummt der VfB Stuttgart dem Stürmer eine Rekordstrafe auf. Auch ein zweiter Spieler muss zahlen.

München - Rekordstrafe für Ciprian Marica.

Der rumänische Nationalspieler wurde für seine angebliche verbale Entgleisung gegenüber Schiedsrichter Wolfgang Stark vom Bundesligisten VfB Stuttgart mit einer Buße von 50.000 Euro belegt.

Der DFB sperrte den Stürmer zudem für drei Bundesligaspiele, womit die Hinrunde für Marica bereits gelaufen ist.

Sein Mitspieler Zdravko Kuzmanovic wurde vom Verein wegen unprofessionellen Verhaltens ebenfalls mit einer Strafe zwischen 10.000 und 25.000 Euro belegt

Marica soll den Referee aus Ergolding während des Liga-Spiels der Schwaben am Samstag beim 2:4 beim Hamburger SV als "Arschloch" bezeichnet haben, wofür er von Stark die Rote Karte sah.

Kuzmanovic hatte sich geweigert, sich bei den Fans für deren Unterstützung zu bedanken. Außerdem wird dem Mittelfeldspieler vorgeworfen, seit seiner Degradierung zum Ersatzspieler die "personifizierte Lustlosigkeit" zu sein.

"Das ist die Botschaft, dass Egoismus bei uns nicht ansatzweise Platz hat", sagte Sportdirektor Fredi Bobic.

Marica leugnet allerdings weiter, Stark verunglimpft zu haben.

"Stark hat sich verhört"

"Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich viel Wert auf Umgamgsformen lege. Es würde mir nicht im Traum einfallen, den Schiedsrichter so zu beschimpfen. Der Schiedsrichter muss sich verhört haben. Ich habe nur vor mich hingeschimpft", sagte der 25-Jährige.

Bobic bezeichnete Maricas Aktion indes als "Dummheit" - unabhängig davon, ob das Wort tatsächlich gefallen ist. Marica hatte in derselben Szene schon Gelb wegen Reklamierens gesehen.

Jens Lehmann abgelöst

Danach, sagte Bobic, hätte Marica das Weite suchen und nicht weiter nörgeln sollen. Trainer Jens Keller nannte Maricas verbalen Ausrutscher "unverzeihlich".

Bisheriger "Rekordsünder" des VfB war Jens Lehmann. Der frühere Torhüter hatte nach seiner Vorstandsschelte in der vergangenen Saison 40.000 Euro berappen müssen.

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