vergrößernverkleinern
Karl-Heinz Rummenigge ist seit dem 14. Februar 2002 Vorstandsvorsitzender des FC Bayern © imago

Karl-Heinz Rummenigge fordert von der DFL eine neue Verteilung der Gelder, damit deutsche Topklubs international mithalten können.

Von Christian Paschwitz

München - Mehr für die Großen, Aufweichung des Solidarprinzips:

Karl-Heinz Rummenigge macht sich offenbar erneut Sorgen um die internationale Konkurrenzfähigkeit des deutschen Rekordmeisters.

Der Vorstandschef des FC Bayern FC Bayern hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) deshalb erneut dazu aufgefordert, angesichts der Dominanz der vorrangig spanischen und englischen Topklubs in den europäischen Titel-Wettbewerben die (finanziellen) Rahmenbedingungen für die Bundesliga-Vereine zu verbessern.

Appell an die DFL

Ohne dabei ins Details zu gehen sagte Rummenigge während der Jahreshauptversammlung der Bayern in München:

"Es ist kein Zufall, dass Deutschland inzwischen nur noch zwei Teilnehmer in der Champions League hat - ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der es vier waren. Ich richte deshalb einen Appell an die DFL, die Rahmenbedingungen zu verbessern."

Zu Zeiten des Spielers Franz Beckenbauer sei das deutsche Fußball-Oberhaus noch führend gewesen, nun liege man im europäischen Vergleich nur noch an vierter Stelle. Das müsse der DFL zu denken geben.

"Können international nicht mithalten"

Rummenigge hatte zuletzt mehrfach eine andere Verteilung der TV-Gelder verlangt. Nach seiner Ansicht erhalten die Topklubs der Bundesliga nach dem derzeit gültigen Verteilungsschlüssel zu wenig von den Einnahmen aus der Fernsehvermarktung und können daher international nicht mithalten.

Mehr noch: Der Bayern-Boss war davon ausgegangen, dass sein Klub bei einer Einzelvermarktung rund 100 Millionen Euro verdienen könne.

Sollte die Zentralvermarktung tatsächlich zu Fall kommen, würden aller Wahrscheinlichkeit die weniger gewichtigen Bundesliga-Klubs deutlich weniger Profit generieren als bislang.

Fokus auf Topklubs

Rummenigge erklärte nun allerdings "Wir waren bisher immer solidarisch. Aber die DFL sollte auch mal an die deutschen Topklubs denken und nicht nur an die Kleinen, die am lautesten schreien."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel