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Raul (l.) und Benedikt Höwedes (2.v.l.) stehen mit Schalke nur auf Tabellenplatz 15 © getty

Schalkes Trainer zieht die Zügel an und schickt Jermaine Jones und zwei weitere Profis zur Reserve. Auch die Kollegen leiden.

Von Matthias Becker

München - Felix Magath kehrt beim FC Schalke 04 nach dem 0:5-Debakel beim 1. FC Kaiserslautern weiter mit eisernem Besen.

Vor dem Training am Dienstagmorgen verbannte der Coach Jermaine Jones, Alexander Baumjohann und Hans Sarpei aus dem Profi-Kader.

"Bei Jermaine Jones hat mir seine Spielauffassung nicht gefallen, bei den anderen beiden Spielern die Trainingsauffassung. Jones soll laufen und kämpfen - das habe ich bei ihm vermisst", erklärte Magath seine Maßnahme.

Die Spieler müssen nun angeblich mindestens bis zur Winterpause mit der zweiten Mannschaft trainieren.

Mit dieser Verbannung hatte Magath sein Pulver in der Woche vor dem vermeintlichen Spitzenspiel gegen den FC Bayern aber noch lange nicht verschossen. Die übrigen Profis mussten eine Stunde früher als üblich, also schon um 9 Uhr zum Training anrücken.

Den Trainingsplatz ließ Magath erst gar nicht von Schnee und Eis befreien, geübt wurde mit roten Bällen. Auffällig auch: Kein einziger Spieler lief trotz Minustermperaturen mit Handschuhen, Mütze oder langen Hosen auf.

Dafür sei er nicht verantwortlich, behauptete Magath, ließ aber durchblicken, dass die spartanische Winterausrüstung durchaus auf sein Bestreben zurückgeht: "Mir war wichtig, dass die Spieler einheitlich auftreten."

Pander und Kenia wieder da

Neben den suspendierten Spielern fehlte am Dienstag lediglich der erkrankte Jefferson Farfan. Den Peruaner hatte Magath am Samstag nach der Pleite in Kaiserslautern aber wie Manuel Neuer und Christoph Metzelder ohnehin von seiner Kritik ausgenommen. 317507(DIASHOW: Der 14. Spieltag)

[kaltura id="0_xo21y5oj" class="full_size" title="Eiskalte Stimmung auf Schalke"]

Christian Pander und Levan Kenie wird das Anziehen der Zügel von Seiten des Trainers am Allerwenigsten ausgemacht haben. Die beiden Langzeitverletzten wirkten erstmals wieder im Mannschaftstraining mit.

Krisengespräch verlegt

Neben den Spielern steht aber auch Magath in Gelsenkirchen nicht außerhalb jeder Kritik.

Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies hatte den Trainer/Manager für Dienstag zu einem klärenden Gespräch über Krisengründe und korrigierte Saisonziele gebeten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dieser "Rapport" fällt nun aber vorläufig aus, wurde aus terminlichen Gründen auf den Mittwoch verlegt, wie die "Bild" berichtet. Große Sorgen macht sich Magath ohnehin nicht, versichert er: "Ich wackle nicht, ich zittere nur vor Kälte."

Das hat er mit seinen Spielern immerhin gemeinsam.

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