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Kontrahenten am Samstag: Bayerns Philipp Lahm und Schalkes Ivan Rakitic © getty

Bayerns Routinier fordert vorm Spiel auf Schalke mehr Konzentration und Gomez sein früheres Vorbild Raul heraus.

Vom FC Bayern berichtetMathias Frohnapfel

München - Philipp Lahm kennt für den Weg des FC Bayern nur eine Richtung: Nach oben.

Doch die Klettertour der Münchner, die nach einem mäßigen Saisonstart mittlerweile auf Platz fünf stehen, könnte schon auf Schalke (Sa., ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) gestoppt werden.

Zumal der FCB in dieser Saison auswärts oft schwächelte, in sechs Spielen lediglich sechs Zähler holte.

"Wir haben in bestimmten Punkten in unserem Spiel Phasen drin gehabt, wo wir unkonzentriert waren wie gegen Gladbach zu Beginn der zweiten Halbzeit", erklärte Lahm am Mittwochvormittag auf SPORT1-Nachfrage.

Starker Endspurt im Visier

Und er forderte: "Das müssen wir in den Griff bekommen."

Mit einem starken Endspurt könnten die Münchner die Hinrunde noch zu einem halbwegs versöhnlichen Ende bringen.

Trotz geglückter Champions-League-Qualifikation nervt die Bayern der Blick auf die Bundesligatabelle doch gewaltig.

Der 14-Punkte-Rückstand auf Dortmund interessiert Lahm im Moment aber nicht. "Der Titel ist nicht mehr in unserer Hand", erklärte er realistisch.

Der Kampfgeist kehrt zurück

Bei einer Schwächephase des Konkurrenten wollen die Bayern dennoch da sein. "Schauen wir mal, wie Dortmund in die Rückrunde startet."

Spätestens seit der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend haben die Münchner ihren Kampfgeist wider.

Präsident Uli Hoeneß hatte Mitglieder, Spieler und Fans beschworen, "nicht aufzugeben, Bayern München muss bis zum letzten Blutstropfen kämpfen".

[kaltura id="0_sqgdn10k" class="full_size" title="Hoene K mpfen bis zum letzten Blutstropfen "]

Applaus für Schweinsteiger

Im feinen Anzug erlebte Lahm vor Ort die Worte des Präsidenten in der Olympiahalle mit.

Tags darauf beschreibt er in Trainingsklamotten die Wirkung und spricht auch über den minutenlangen Applaus für Teamkollege Bastian Schweinsteiger.

Mit standing ovations bedachten die Mitglieder Hoeneß' Werben um den begehrten Mittelfeldmann.

"Es ist ein schönes Zeichen, dass fast alle aufgestanden sind und applaudiert haben. Das berührt jeden", berichtete Lahm.

Lahms Bitte

Seine eigene Bitte an Schweinsteiger, doch langfristig in München zu verlängern, fügte er gleich hinzu.

"Er weiß, dass jeder sich wünscht, dass er hierbleibt. Ich ganz besonders", meinte Lahm und erinnerte an die gemeinsame Zeit beim FCB und im Nationalteam.

Diese Erfolgsgeschichte soll unbedingt weitergehen - mit der Zwischenetappe auf Schalke.

Mit einem leichten Weg zum Dreier rechnet Lahm trotz der 0:5-Pleite der Königsblauen in Lautern nicht.

"Sie haben sehr viel Potenzial, besonders in der Offensive. Das hat man gegen Lyon gesehen", warnte der 27-Jährige.

Knappen mit viel Wucht?

Und auch sein Teamkollege Mario Gomez erwartet die "Knappen" mit viel Wucht.

"Schalke wird auch versuchen, sehr hart zu spielen, aber wir müssen schauen, unser Spiel durchzuziehen", erklärte der Stürmer.

Vom 15. Tabellenplatz der Schalker lässt sich Gomez nicht irritieren, sagt indes voraus: "Für sie wird es gegen Bayern kein Ligaalltag sein, sondern ein Highlight, und da haben sie bisher ja sehr gut gespielt."

Torgarant Gomez

Für den Deutsch-Spanier wird die Partie auf Schalke auch zum persönlichen Muskelmessen mit Raul, seinem einstigen Vorbild.

Gomez traf in den vergangenen elf Pflichtspielen 16-mal, ist aktuell die Torgarantie der Bayern.

Gegen Schalke will er wieder jubeln - am liebsten mit der bekannten Torero-Geste.

Raul feiert seine Tore in gleicher Weise, doch Gomez lächelt beim Gedanken, seine Jubel-Choreographie ändern zu müssen.

"Da hat ja Raul kein Patent drauf", erklärte er.

Die Klingen fürs Duell werden also bereits gewetzt.

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