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Dietmar Beiersdorfer arbeitete bis 2009 für den Hamburger SV © getty

Der FC intensiviert die Suche nach einem Sportdirektor. Nach SPORT1-Informationen sollen noch diese Woche Gespräche stattfinden.

Von Mathias Frohnapfel und Marco Wiefel

München/Köln - Er verfügt über reichlich Erfahrung, beste Kontakte und hat seine strategische Kompetenz bereits beim Bundesliga-Urgestein Hamburger SV bewiesen.

All diese Qualitäten machen Dietmar Beiersdorfer für den 1. FC Köln offenbar höchst interessant.

Der "Geißbock?"-Klub plant nach SPORT1-Informationen noch in dieser Woche konkrete Gespräche mit Beiersdorfer.

Allem Anschein nach möchte der FC die Suche nach einem Sportdirektor möglichst rasch erfolgreich abschließen.

Von FC-Pressesprecher Christopher Lymberopoulos hieß es auf SPORT1-Nachfrage: "Wir haben die Gespräche aufgenommen und sondieren den Markt."

Namen werde der Klub allerdings nichts kommentieren.

Beiersdorfer bei Red Bull gebunden

Beiersdorfer gilt nach der Entlassung von Geschäftsführer Michael Meier als ein Top-Kandidat.

Aktuell arbeitet der 47-Jährige er als Sportlicher Leiter bei Red Bull und ist damit für die Fußballklubs Red Bull Salzburg, RB Leipzig und die New York Red Bulls verantwortlich.

Das bedeutet allerdings auch, dass die Kölner womöglich eine Ablöse zahlen müssten, um Beiersdorfer loszueisen, falls dieser sich für eine Rückkehr in die Bundesliga entscheidet.

Diese Entscheidung könnte ihm durch eine Umstrukturierung beim bisherigen Arbeitgeber erleichtert werden. Dort wird Detlef Kornett, bislang Geschäftsführer und Präsident der "Anschutz Entertainment Group Deutschland" als Sportchef anfangen. Das könnte Beiersdorfers Kompetenzen beschneiden.

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Horstmann schließt Ablösezahlung nicht aus

Mit dem Aufspüren einer geeigneten Spitzenkraft für den wichtigen Posten ist Claus Horstmann, einer der beiden verbliebenen Kölner Geschäftsführer, beauftragt.

Und Horstmann schließt eine Ablösezahlung nicht aus, falls der Wunschkandidat noch gebunden sein sollte.

"Darüber kann man sprechen, wenn er unser Mann ist", sagte er vor kurzem allgemein zum Thema.

Im SPORT1-Interview beschreibt Horstmann Kriterien bei der Sportdirektoren-Suche:

"Wichtig ist, dass wir jemanden suchen, der nicht nur das Thema Profi-Mannschaft im Fokus hat, sondern der für die gesamte sportliche Strategie des 1. FC Köln steht und diese entwickeln und umsetzen kann - insbesondere unter Berücksichtigung der Themen Nachwuchs und Scouting."

"Qualität vor Zeit"

Und er fügt an: "Wir haben ein klares Anforderungs-Profil erstellt und das bedeutet: Qualität vor Zeit. Für uns ist es wichtig, die Position nach den feststehenden Kriterien ideal zu besetzen. Wenn der Kandidat nicht morgen zu finden ist, werden wir uns auch ein bisschen Zeit lassen."

Neben dem Namen Dietmar Beiersdorfer wird über andere Kandidaten wie den ehemaligen Hoffenheimer Sportdirektor Jan Schindelmeiser spekuliert.

Allofs: "Ich bin vertraglich an Werder gebunden"

Auch Klaus Allofs, einstiger FC-Stürmer, wurde in die Diskussion gebracht.

Der heutige Werder-Boss reagierte prompt auf die Mediengerüchte und sagte: "Ich bin vertraglich an Werder gebunden. Die Kölner brauchen eine schnelle Lösung."

Und er fügte hinzu: "Ich stehe jetzt nicht zur Verfügung und gebe ein klares Bekenntnis zu Werder ab, um keine Spekulationen aufkommen zu lassen."

Auf Nachhaken des "Express", dass die Situation in Bremen mit der in Köln vergleichbar sei, reagierte Allofs barsch. "Diese Bemerkung fasse ich als Beleidigung auf."

Die Sportdirektor-Suche der FC-Verantwortichen dürfte sich ohnehin an realistischeren Namen wie Oliver Kreuzer, Gerhard Poschner oder möglicherweise auch Horst Heldt orientieren.

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