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Pirmin Schwegler wechselte 2009 aus Leverkusen zur Eintracht © imago

Für Frankfurt ist Derby gegen Mainz richtungweisend. Pirmin Schwegler spricht im SPORT1-Interview über das brisante Spiel.

Von Christian Stüwe

München - Wohin der Weg von Eintracht Frankfurt in dieser Spielzeit führt, ist noch schwer abzuschätzen.

Die Hessen starteten schwach, legten dann eine phänomenale Serie mit acht Pflichtspielen ohne Niederlage hin, um zuletzt zwei deutliche Niederlagen gegen Hoffenheim und Bayern München zu kassieren.

Am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) hat die Eintracht nun Mainz 05 zu Gast.

Und das brisante Rhein-Main-Derby dürfte richtungweisend für den weiteren Saisonverlauf der Frankfurter sein.

Während die Leistungskurve der Eintracht eher schwankend ist, steht Pirmin Schwegler für Konstanz.

Der Schweizer spielt eine starke Saison und organsisiert das Spiel der Elf von Michael Skibbe im defensiven Mittelfeld.

Im SPORT1-Interview spricht Schwegler über das anstehende Rhein-Main-Derby, die Niederlage bei Bayern München und die Ziele bis zur Winterpause.

SPORT1: Nach starker erster Halbzeit hat Eintracht Frankfurt doch noch mit 1:4 bei Bayern München verloren. Woran hat es gelegen?

Pirmin Schwegler: In er ersten Halbzeit hat man gesehen, wie man gegen Bayern bestehen kann. Da haben wir das richtig gut gemacht. Gegen den Ball gearbeitet und immer versucht, hinzugehen. Das hat natürlich viel Kraft gekostet. In der zweiten Halbzeit haben wir das vermissen lassen. Dann hat Bayern nach vorne natürlich auch eine Klasse, die zur Geltung kommt.

SPORT1: Was waren die Gründe für den deutlich schwächeren Auftritt im zweiten Abschnitt?

Schwegler: Wir haben es nicht mehr geschafft, kompakt zu stehen und in die Zweikämpfe zu kommen, wie das in der ersten Halbzeit der Fall war. So kamen wir dann immer einen Schritt zu spät. Dann hat auch die Kraft gefehlt, etwas nach vorne zu unternehmen, weil wir in der Defensive so viel rennen mussten. Man hat gesehen, dass die Bayern dann einen Gang hoch geschaltet haben und wir waren dann auch etwas überfordert und klar unterlegen.

SPORT1: Die Eintracht-Defensive hat in den ersten zwölf Spielen nur elf Gegentreffer zugelassen. Jetzt gab es acht Gegentore in den letzten beiden Spielen. Woran liegt es?

Schwegler: Wir haben jetzt zweimal zum Schluss die Gegentore bekommen. Wir haben es nicht mehr geschafft, für Entlastung zu sorgen und dann wird es schwer für die Verteidiger. So eine Mannschaft wie Bayern zeigt dann ihre Klasse und nutzt das gnadenlos aus.

SPORT1: Haben die deutlichen Niederlagen nach der Siegesserie Spuren im Selbstvertrauen hinterlassen?

Schwegler: Wir wussten, dass wir in München nicht einfach drei Punkte mitnehmen können. Entscheidend ist jetzt die Reaktion, die wir zeigen. Ich denke, zu Hause gegen Mainz ist mehr drin. Da müssen wir in die Erfolgsspur zurückkommen. Dann können wir die beiden Niederlagen auch hinnehmen. Wir wissen, dass wir die Qualität haben, um in den verbliebenen drei Spielen bis zur Winterpause noch zu punkten.

SPORT1: Mainz hat vor dem Derby zehn Punkte mehr auf dem Konto. Wird es trotzdem ein Duell auf Augenhöhe?

Schwegler: Mainz spielt eine gute Runde und überzeugt über weite Strecken. Was die Punkteanzahl angeht, machen sie das auch besser als wir. Ich denke, dass wird sicherlich ein enges Spiel. Wir wissen um die Brisanz. Zuhause wollen wir ihnen das Leben natürlich schwer machen.

SPORT1: In den Rhein-Main-Derbys der letzten Jahre ging es oft hoch her, vor allem für die Fans hat das Spiel eine große Bedeutung. Gibt das noch mal zusätzliche Motivation?

Schwegler: Es ist immer eine Riesen-Motivation, vor unseren Fans zu spielen. Jedes Heimspiel macht Spaß. Da ist keine zusätzliche Motivation nötig.

SPORT1: Wieviel Punkte müssen bis Weihnachten noch her, um mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen?

Schwegler: Wir müssen gar nichts holen, da wird nichts vorgegeben. Klar ist es immer schöner, wenn wir jetzt in den letzten Spielen noch ein Erfolgserlebnis holen. Wir nehmen uns keine bestimmte Punktzahl vor. Wir haben das Mainz-Spiel vor der Brust, da können wir drei Punkte holen. Das ist das nächste Ziel.

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