Trotz Krise pilgern die Fans zum 1. FC Köln. Anders war das bei der Fortuna, wie sich SPORT1-Redakteur Wolfgang Kleine erinnert.

Beim 1. FC Köln gibt's nach den vielen Saisonpleiten und dem 16. Tabellenplatz in der Bundesliga derzeit nicht viel zu lachen.

Umso mehr können und konnten sich die Fußball-Fans in der Domstadt über den kleineren Nachbarn Fortuna aus der NRW-Liga freuen.

Da ist nicht nur durch die Bläck Fööss und deren Gründer Hartmut Prieß Musik drin, da steht mit dem ehemaligen Sprinterstar und Elferrats-Chef Klaus Ulonska auch ein Karnevals-Jeck an oberster Stelle.

Die Fans können Manager spielen.

Doch nicht erst jetzt kann und konnte immer wieder mit und über die Fortuna gelacht werden.

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Die "Ömmesse" spielten im Jecken-Treiben auf einer Sitzung folgenden Sketch, als der Präsident des damaligen Zweitligisten noch der inzwischen verstorbene Jean Löring war.

In Anspielung an die großen Zuschauer-Massen, die sich im Südstadion versammelten, wurde erklärt:

"Du, der Herr Löring ("Flach spille, huch gewinne") ist ein ganz feiner Mann. Der gibt einem nett Auskunft." - "Was hast Du ihn den gefragt?" - "Herr Löring, wann spielt die Fortuna denn morgen? Seine Antwort: "Wann hätten Sie den Zeit?"

Als sich beim Spiel der Fortuna gegen Wacker Berlin in der alten Radrennbahn die Zuschauer auf den Rängen verloren, zählte ein Journalisten-Kollege die Fans und verpasste prompt das einzige Tor.

Ex-Geschäftsführer Rudi Fähnrich sinnierte später im Klubheim: "Ja, heute hätten wir mit dem Hut rumgehen können, da hätten wir mehr eingenommen."

Beim späteren Spiel im Südstadion erklärte Fähnrich-Nachfolger Jochen Büker: "Wenn ich heute die Zuschauer so sehe, hätten wir jedem ein Gläschen Schnaps einschenken können. Aber - was machen wir mit der angebrochenen Flasche?"

Als die Sicherheitsvorkehrungen im Südstadion gelockert wurden, konnten nach Insider-Information pro Block nicht nur ein Fan, sondern zwei Zuschauer Platz nehmen.

Und ein ehemaliger dänischer Spieler hatte das Südstadion so sehr in sein Herz geschlossen, dass er lobte: "Eine tolle Atmosphäre ist das hier. Da hört man sogar auf dem Rasen während des Spiels, wenn auf der Tribüne einer niest."

Wolfgang Kleine hatte als Journalist seine Feuertaufe bei der Fußball-WM 1974 in Deutschland. Danach wurden für ihn zahlreiche Handball-Spiele, die Berichterstattung vom Leichtathletik-Europacup 1979 und die Begleitung der Tour de France 1996 sowie 1997 unvergessliche Erlebnisse. Aber eines bleibt besonders in Erinnerung: Das Wintermärchen der Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer.

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