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Franck Ribery spielt seit 2007 für den FC Bayern München © getty

Der Bayern-Star hat sich mit Louis van Gaal ausgesprochen. Die Wünsche des Franzosen an den Trainer bleiben aber.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Sie lagen sich schon in den Armen und auch über kreuz.

Das Verhältnis zwischen Franck Ribery und Bayern-Trainer Louis van Gaal kennzeichnet erfolgreich gemeisterte Etappenziele genauso wie Pannen.

Der Star schmollte, als der Trainer ihn nach seiner Verletzungspause wegen der laschen Einstellung im Test gegen Unterhaching kritisierte.

Dann maulte er: "Ich kann nicht sagen, dass ich viel Spaß mit ihm habe."

Dieser Knatsch ist mittlerweile ausgeräumt, wie der Franzose vorm Spiel auf Schalke (Sa., ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) berichtete. Ein Gespräch unter Männern habe genügt.

"Wir haben viel geredet"

Unmittelbar vor der Champions-League-Partie in Rom setzten sich Ribery und van Gaal zusammen. "Wir haben viel geredet, und das ist auch wichtig", erklärte Bayerns Kreativgeist.

"Wenn man zusammenarbeiten und Erfolg haben will, muss man miteinander reden - egal ob positiv oder negativ, um wieder auf eine Linie zu kommen und einer Meinung zu sein."

Die Unterredung scheint den Mittelfeld-Dribbler auf jeden Fall beflügelt zu haben: Beim 4:1-Sieg über Frankfurt bereitete Ribery zwei Tore vor, spielte über die kompletten 90 Minuten.

"Ich fühle mich immer besser und bin in sehr guter Verfassung", stellt der 27-Jährige selbstbewusst fest.

Spielzeit für das Selbstvertrauen

Ob sein Trainer diese Einschätzung teilt, wird sich zeigen. Ribery fordert derweil fixe Einsatzzeiten: "Es ist für mich sehr wichtig zu spielen: 80 oder 90 Minuten. Das ist auch wichtig für das Selbstvertrauen."

"Just do it", ("Tu es einfach") stand auf dem schwarzen Sweater, mit dem Ribery sich am Donnerstag den Reportern präsentierte. Ein Motto, das die Münchner bei Schalke 04 beherzigen wollen.

[kaltura id="0_01bisg6t" class="full_size" title="Van Gaal Es ist noch immer m glich"]

Ribery erwartet kämpferische Schalker

Ribery erwartet keinen Spaziergang gegen den angeknockten Tabellen-15., der beim 0:5 in Kaiserlautern kräftig durchgeschüttelt wurde.

"Das ist eine sehr schwierige Situation für Schalke, sie werden daher gegen uns mit viel Leidenschaft spielen", meinte Ribery auf SPORT1-Nachfrage.

Er selbst glaubt, dass ihm auch bei den "Knappen" eine ruppige Gangart bevorstehe, doch das bringe eben auch Raumgewinn für die Mitspieler.

Gomez profitiert

Das Bayern-Team genießt die Rückkehr des Edeltechnikers. Mario Gomez vertraut auf die frischen Torvorlagen, nachdem ihm Ribery bereits gegen Rom und Frankfurt den Ball perfekt servierte.

"Er ist ein außergewöhnlicher Spieler", sagte Gomez SPORT1 und prophezeite: "Wenn er seine Topform hat, wird er sehr schwer zu stoppen sein."

Gegen Schalke dürfte Ribery mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in der Startformation stehen - genauso wie Anatoliy Tymoshchuk.

Tymoshchuk will bleiben

"Ich spiele, aber ich weiß nicht auf welcher Position", meinte der Ukrainer zuversichtlich. Die Position im defensiven Mittelfeld ist nach seinen Worten genauso denkbar wie eine Aufgabe in der Innenverteidigung.

Selbst ein Zusammenspiel mit dem wiedergenesen Kapitän Mark van Bommel ("Auch er ist für den Trainer ein Stammspieler") hält Tymoshchuk für denkbar.

Seit dem achten Spieltag zählt Tymoshchuk fix zu Bayerns erster Elf. Den 31-Jährigen treibt das an - genauso wie seine beiden Tore im Frankfurt-Spiel.

"Wenn ich so weitermache bis zur Winterpause, dann bleibe ich", sagte er jetzt.

"Alle Spiele bis zur Winterpause gewinnen"

Optionen für einen Wechsel scheinen ebenfalls vorhanden. "Es gibt einige Interessenten. Ich habe eine gute Form." Doch Tymoshchuks Familie fühlt sich in München immer wohler und auch er selbst genießt die Zeit beim FCB.

Und die Denke beim Rekordmeister hat er längst verinnerlicht, was nicht zuletzt aus der klaren Vorgabe abzulesen ist: "Wir müssen bis zur Winterpause alle Spiele gewinnen!"

Mit etwas anderem als dem Titel will "Tymo" sich nicht abspeisen lassen.

Das gelte trotz des enormen Vorsprungs der Dortmunder. "Wir müssen uns nur auf Platz eins konzentrieren".

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