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Lukas Podolski kehrte 2009 vom FC Bayern zum 1. FC Köln zurück © getty

Vorm Derby bei Bayer gibt es Dauerwirbel um Kölns Podolski: Nach dem Trainingszoff folgt die Meldung über eine riesige Offerte.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die Summe allein dürfte manchen Kölner Anhängern schwindeln lassen. 30 Millionen Euro bietet laut dem "Kölner Express" ein englischer Top-Klub für Lukas Podolski.

Zudem soll ein Nettogehalt von 3,5 Millionen Euro pro Jahr locken.

Die Kölner selbst bügeln das Thema vorm Rhein-Derby gegen Bayer Leverkusen (So., ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) rasch ab, Geschäftsführer Claus Horstmann bezeichnet einen Transfer des Starspielers als "nicht diskutabel".

Und Podolskis Berater Kon Schramm meinte nur: "Poldi hat davon Kenntnis genommen, aber für ihn ist dies definitiv kein Thema."

Kung-Fu-Tritt gegen Lanig

Unabhängig davon, wie ernsthaft die Avancen des nicht genannten englischen Klubs sind, Brisanz birgt das Duell zwischen Bayer und dem FC reichlich.

Denn Podolski geriet in dieser Woche im Training mit Martin Lanig aneinander, der ihm fies auf die Füße stieg. Und der Nationalspieler revanchierte sich umgehend mit einem Kung-Fu-Tritt Richtung Lanigs Brust.

So sieht echte Teamkameradschaft aus, könnten jetzt böswillige Beobachter lästern.

[kaltura id="0_ebbzppau" class="full_size" title="Gelassenheit nach Poldis Tritt"]

Zweikampfhärte als naturgegeben

Doch Podolski selbst deutet die Szene anders.

"Wir haben uns vertragen, und damit ist die Sache durch. So etwas kommt schon mal im Training vor. Diese Aggressivität brauchen wir auch am Sonntag", sagte der 25-Jährige.

Und sein Kontrahent Lanig befand lapidar: "Es ist positiv, dass Aggressivität da ist."

Verletzung doch harmlos

Die Kölner reisen am Sonntag als Tabellen-16. nach Leverkusen (DATENCENTER: Bundesliga).

Mit dabei wird auch Podolski sein, die Fußblessur aus dem Training hat sich als weniger schlimmer als befürchtet erwiesen.

"Wir müssen uns nicht unnötig klein machen. Bis zum Ende der Hinrunde wollen wir noch punkten - auch in Leverkusen", benannte sein Trainer Frank Schaefer die FC-Ansprüche vor der Partie.

Schwierigkeiten seine Profis zu motivieren, dürfte Schaefer nicht haben. Falls doch, könnte er sie mit einer Aussage von Simon Rolfes antreiben.

Rolfes: "FC glaubte nicht daran"

Der Bayer-Kapitän stichelte via Vereinshomepage:

"In den vergangenen Jahren war es ja meist eine recht eindeutige Angelegenheit für uns. Oft hat man auf dem Platz schon gemerkt, dass der FC nicht so richtig daran glaubte, gegen uns gewinnen zu können."

Allerdings wird auch Rolfes - bei aller zur Schau getragenen Lässigkeit - den Sturmtank des Gegners nicht aus den Augen lassen.

Podolski im Lernprozess?

Gerade wegen Podolskis jüngster Achterbahnfahrt auf dem Rasen.

"Für ihn ist das gerade sicher eine schwierige Phase in Köln. Häufig nimmt man daraus das meiste mit."

Für "seinen weiteren Weg als Fußballer" könne "Lukas lernen" - bleibt die Frage, ob dieser Lernprozess schon in Leverkusen beginnt.

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