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Raul Bobadilla (m.) kam 2009 von Grasshoppers Zürich © getty

Ein Doppelschlag der Gäste bringt die Entscheidung. Der Platzverweis gegen Bobadilla dreht das Spiel. Gladbach bleibt Letzter.

Mönchengladbach - Eine Riesen-Dummheit von Raul Bobadilla und ein Hannoveraner Doppelschlag haben Borussia Mönchengladbach um den ersehnten ersten Heimsieg der Saison gebracht.

Nach einer berechtigten Roten Karte gegen den Argentinier in der 43. Minute, schon Platzverweise Nummer fünf für die Borussen in diesem Jahr, verlor das Liga-Schlusslicht noch 1:2 (1:0) gegen Hannover 96 und wartet weiter auf den ersten Dreier im heimischen Stadion seit dem 2:0 gegen Frankfurt vor fast acht Monaten (9. April).

Der erst kurz zuvor eingewechselte Mike Hanke (73.) und Didier Ya Konan mit seinem siebten Saisontor (75.) bescherten dagegen Hannover den vierten Sieg in Serie, durch den die Niedersachsen sogar zumindest bis zum Sonntag auf einen Champions-League-Platz kletterten.

Michael Bradley hatte Gladbach in der 17. Minute vor 37.195 Zuschauern in Führung gebracht. 320637(DIASHOW: Der 15. Spieltag)

96-Torhüter Florian Fromlowitz hatte bei Bradleys Treffer Pech, als ihn Bobadilla und Igor de Camargo entscheidend irritierten, der Ball aber ins Tor flog, ohne dass einer der beiden Gladbacher ihn berührt hatte.

Bobadillas unrühmlicher Abgang

Für Bobadilla dürfte die Hinrunde damit vorzeitig beendet sein.

Nach der Roten Karte attackierte er zunächst noch auf dem Spielfeld Sergio Pinto, als er danach doch Richtung Kabinengang stapfte, beschimpfte er noch den vierten Offiziellen Christian Fischer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb hatte Bobadillas Tritt in Pintos Allerwertesten zunächst nicht gesehen. Assistent Volker Wezel hob aber sofort die Fahne und bestätigte wie auch Fischer Bobadillas Aussetzer.

Neben Bodadilla wird im nächsten Spiel beim SC Freiburg auch Marco Reus fehlen, der die fünfte Gelbe Karte sah.

Frontzeck unter Druck

Die Umstellungen von Borussia-Trainer Michael Frontzeck brachten nicht den gewünschten Erfolg, denn Bobadilla war für Idrissou in die Mannschaft gekommen.

Damit dürfte die Luft für den Coach immer dünner werden, dem in dieser schwierigen Situation auch das nötige Quäntchen Glück abgeht. Die Verantwortlichen stärken ihm aber nach wie vor den Rücken.

Dies bestätigte Manager Max Eberl nach der Partie. Auf die Frage, ob man weiter auf Kontinuität und Frontzeck setze, sagte Eberl: "Ja!"

Überraschende Führung

Bis zur überraschenden Führung hatten die Gladbacher relativ nervös begonnen und kaum Torgefahr ausgestrahlt. Auch nach dem 1:0 fanden die Gastgeber zunächst kaum mehr Sicherheit.

In der 31. Minute hätte Arango allerdings auf 2:0 erhöhen können, als er nach einem Eckball von Bradley zehn Meter vor dem Tor frei zum Schuss kam, mit seinem schwächeren rechten Fuß aber übers Tor schoss.

Die erste dicke Gelegenheit nach dem Seitenwechsel hatten die dezimierten Gladbacher, Reus verfehlte aber nach einem Konter aus 16 Metern das Tor.

Die Borussen zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück und suchten ihr Heil in Kontern.

Hanke kommt und trifft

Slomka verstärkte in der 59. Minute durch Mike Hanke seine Offensive, gerade einmal eine Minute später verfehlte Ya Konan aus kurzer Distanz nur knapp das Gladbacher Gehäuse.

Später bereitete er zunächst den Ausgleich vor und traf danach selbst.

Beste Spieler bei der Borussia waren Bradley, der neben seinem Tor auch im Mittelfeld rackerte, und Levels. Bei Hannover gefielen vor allem Ya Konan und Schlaudraff.

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