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Theofanis Gekas (r.) erzielte gegen Mainz sein zehntes Saisontor © getty

Mainz verliert das Rhein-Main-Derby. Der Top-Torjäger verwandelt einen strittigen Elfmeter. Ein Debütant ist der Unglücksrabe.

Frankfurt - Theofanis Gekas hat das Rhein-Main-Derby zugunsten von Eintracht Frankfurt entschieden - und Dortmund zum Herbstmeister gemacht.

Der griechische Nationalspieler verwandelte in der 84. Minute einen Handelfmeter zum 2:1 gegen den FSV Mainz 05, womit die Rheinhessen die letzte Chance auf den inoffiziellen Herbst-Titel verspielten.

Debütant Jan Kirchhoff - in Frankfurt geboren - war der Ball unglücklich an die Hand gesprungen, was Schiedsrichter Florian Meyer zum Pfiff veranlasste (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Für Bundesliga-Top-Torjäger Gekas war es Saisontreffer Nummer 13 320637(DIASHOW: Der 15. Spieltag).

Mainz weiter ohne Sieg gegen Eintracht

Das Team von FSV-Trainer Thomas Tuchel konnte damit auch im siebten Versuch gegen die Eintracht keinen Dreier landen.

Während die Mainzer dennoch weiterhin vom Überwintern auf den Champions-League-Plätzen träumen dürfen, rangieren die Frankfurter weiter im Tabellenmittelfeld.

Vor 50.000 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena hatte zunächst Frankfurts Innenverteidiger Marco Russ die Gastgeber mit einem sehenswerten Schuss aus 15 Metern in Führung gebracht (35.), bevor Andre Schürrle (42.) nach einer dummen Aktion von Halil Altintop gegen Marcel Risse im Strafraum mit einem Foulelfmeter zum 1:1 traf.

Amanatidis als zweite Spitze

Nach zuletzt zwei Niederlagen mit 1:8-Gegentoren gegen Hoffenheim und in München suchte die Eintracht im brisanten Rhein-Main-Derby ihr Heil in der Offensive.

Doch trotz der Hereinnahme von "enfant terrible" Ioannis Amanatidis, der am Freitag seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte, erspielten sich die Frankfurter im ersten Durchgang nur wenige Chancen.

Auch der Mainzer Angriff um Adam Szalai und Neu-Nationalspieler Andre Schürrle blieb bis zum 1:1 blass.

Viele Mainzer Fehlpässe

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt konnten sich Zuschauer so kaum an dem Derby erwärmen. Beide Teams taten sich in der Anfangsphase äußerst schwer mit dem Spielaufbau.

Insbesondere die sonst technisch so versierten Mainzer hatten zahlreiche Fehlpässe zu verzeichnen. Die erste gute Möglichkeit hatten dennoch die Gäste, aber der Schuss von Neu-Nationalspieler Schürrle aus halblinker Position verfehlte sein Ziel deutlich (17.).

Zabavnik gnädig behandelt

Glück hatte zehn Minuten später der Mainzer Radoslav Zabavnik, der bereits mit Gelb verwarnt den Frankfurter Pirmin Schwegler foulte und dafür von Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) eigentlich hätte vom Platz gestellt werden müssen.

Meyer beließ es aber bei einer mündlichen Verwarnung. FSV-Coach Tuchel wechselte Zabavnik nach dem Rückstand dann in der 37. Minute aus, um eine Gelb-Rote Karte zu verhindern.

Nach der Pause wurde Frankfurts Keeper Oka Nikolov verletzungsbedingt für Ralf Fährmann ausgewechselt, er verdrehte sich ohne Gegner-Einwirkung den Fuß. Der schwache Türke Altintop musste nach seinem Fehltritt gegen Risse, der zum Elfmeter führte, für Alexander Meier weichen.

Chancen für Allagui

Derweil wechselte FSV-Trainer Tuchel zunächst nur das System und stellte im zweiten Abschnitt auf eine Raute um.

Die erste Möglichkeit hatten dann auch die Gäste, doch Risse schoss aus 20 Metern knapp am linken Torpfosten der Eintracht vorbei (54.).

Zudem setzte der kurz zuvor eingewechselte Sami Allagui einen Kopfball knapp neben das Tor (58.). Zehn Minuten später verfehlte Allagui das Frankfurter Gehäuse erneut nur um Zentimeter.

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