Ohne zu spielen ist Dortmund Herbstmeister. Auch für den Titel spricht fast alles, da zum BVB-Lauf die Schwäche der Rivalen kommt.

Wenn man bedenkt, dass Borussia Dortmund vor einigen Jahren noch vor der Pleite und damit dem Aus im bezahlten Fußball stand, ist für den Traditionsverein schon heute Weihnachten.

Da passt es ins Bild, dass der BVB über den Wolken schwebte, als er während des Flugs zum Sonntagsspiel in Nürnberg ohne eigenes Zutun zum Herbstmeister gekürt wurde.

Dass nun Spieler und Verantwortliche erzählen, das interessiere keinen, weil man sich davon nichts kaufen könne, ist verständliches Understatement.

Denn bis zur siebten Meisterschaft ist es noch ein langer Weg für die insgesamt recht unerfahrenen Höhenflieger.

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Doch da zum überragenden Dortmunder Lauf auch noch die Schwäche der Rivalen kommt, spricht dennoch alles für den Titel, etwas überspitzt könnte man fast schon vom "Freilos zur Meisterschaft" sprechen.

Den unmittelbaren Kontrahenten Mainz, Hannover oder Freiburg fehlt die Klasse, um ganz oben anzugreifen.

Und die vorgeblichen Topteams wie etwa Bremen, Wolfsburg oder Stuttgart schwächeln mit fast schon beängstigender Konstanz.

In diesen Kreis muss man auch ganz klar den FC Bayern einreihen, der schlicht und ergreifend mit den Dortmundern nicht mithalten kann und nach der Pleite auf Schalke wohl endgültig den Anschluss an die Tabellenspitze verloren hat.

Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hat der Rekordmeister noch nie weniger Punkte nach 15 Spielen geholt.

Somit heißt das Minimalziel für den FCB nun Champions-League-Qualifikation, was bei derzeit fünf Punkten Rückstand auf Rang drei trotz aller Schwächen nach wie vor möglich ist.

Dazu allerdings muss der Vorjahresmeister endlich eine Serie starten, ansonsten droht Louis van Gaal spätestens im Frühjahr das gleiche Schicksal wie seinen Vorgängern Jürgen Klinsmann und Felix Magath.

Schnelle Erfolge braucht auch Michael Frontzeck in Mönchengladbach.

Zwar ehrt es die Verantwortlichen, dass ausgerechnet der Klub, der in den vergangenen Jahren kaum Geduld mit seinen Trainern hatte, weiter am Coach festhalten will.

Engagement, Identifikation und Kompetenz sind dem Ex-Nationalspieler schließlich nicht abzusprechen.

Doch Fakt ist, dass die "Fohlen" bislang zu recht am Tabellenende stehen, dazu reicht allein der Blick auf die desaströse Defensive.

Ohne schnelle Erfolge wird es daher auch für Frontzeck äußerst eng werden.

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