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Christian Nerlinger ist seit 1. Juli 2009 als Sportdirektor im Amt © getty

Die Lage in der Liga ist unbefriedigend für den FC Bayern. Bei SPORT1 redet Sportdirektor Nerlinger über Wege aus der Misere.

München - Borussia Dortmund ist weit enteilt.

Die Verantwortlichen des FC Bayern schreiben die Meisterschaft zunächst ab.

"Der BVB ist Lichtjahre entfernt", muss auch Sportdirektor Christian Nerlinger nach dem 0:2 bei Schalke 04 eingestehen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am Sonntag im SPORT1-Doppelpass ergänzte er: "Wenn die Dortmunder so weitermachen, sind sie verdienter Meister."

Das Ziel lautet nun vorerst: Platz zwei und drei. "Ich garantiere, dass wir uns direkt für die Champions League qualifizieren werden", verspricht der 37-Jährige.

In München sucht er - gemeinsam mit Trainer Louis van Gaal - nach Wegen aus der Misere. "Es geht jetzt nur mit Geschlossenheit im Verein", betont er.

Eine weitere Möglichkeit: Verstärkung durch Transfers. "Doch der Wintermarkt ist schwierig", merkt Nerlinger an 301503(DIASHOW: Bayerns Planspiele).

Dennoch: "Wir überlegen, einen neuen Impuls zu setzen", sagt der Ex-Profi. Ein weiterer Niederländer wird aber wohl nicht kommen.

Christian Nerlinger im SPORT1-Doppelpass über...

mögliche Transfers:

"Wir haben nie gesagt, dass wir uns nicht verstärken wollen. Aber jetzt ist die Situation so brenzlig, dass wir uns auf die Gegenwart konzentrieren müssen. Ein Außenverteidiger allein würde die Situation kaum verbessern. Jetzt müssen wir uns Gedanken machen, wo wir die Mannschaft punktuell verstärken können."

Gregory van der Wiel:

"Wir haben ihn bei der WM beobachtet, aber er hat uns nicht überzeugt. Außerdem hat auch eine Rolle gespielt, dass wir schon eine große holländische Fraktion haben - wir wollten nicht, dass holländisch zu unserer Amtssprache wird."

Louis van Gaal:

"Wenn ich sehe, wie intensiv und seriös gearbeitet wird, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir uns stabilisieren. Van Gaal hat uns von Anfang an klar gesagt: So bin ich. Und genau so jemanden haben wir nach Klinsmann gewollt.

Wir wollten einen Trainer, der ein Konzept und eine Philosophie hat - auf und neben dem Feld. Ich kann den Trainer nicht kritisieren, wenn nach und nach die Säulen der Mannschaft wegbrechen - und das unverschuldet.

Wir können nichts dafür, wenn die Holländer Arjen Robben so behandeln wie sie es tun. Die Trainerfrage stellt sich nicht."

die Tabellensituation:

"Mit sieben, acht Punkten Rückstand auf Leverkusen und Mainz kann ich leben. Gegen Schalke haben wir zwei Billard-Tore kassiert - da könnte man schon auf den Gedanken kommen, dass wir die Seuche haben."

die Wackel-Abwehr:

"Die Rehabilitationszeit bei Breno hat länger gedauert als gedacht. Wenn es nicht funktioniert, bekommt jeder Spieler seine Chance - die muss er dann nutzen. Wir spielen häufig eine gute erste Hälfte und erarbeiten uns Chancen. Dann kommt ein individueller Fehler - und wir brechen ein. Das ist nicht nur Pech und es ist uns schon viel zu häufig passiert."

Franck Ribery:

"Dass wir bei ihm Außergewöhnliches erwarten, ist bei seiner Klasse klar. Er braucht nach seiner Verletzung aber ein paar Wochen Zeit. Im Spiel in Hoffenheim hatte ich schon das Gefühl, dass er wieder voll da ist - dann verletzt er sich wieder. Danach hat er geweint."

fehlende Führungsspieler:

"Neben Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm haben wir auch Mark van Bommel, der unser Aggressiv-Leader ist. Wenn ich unsere Mannschaft sehe, haben wir eine sehr gute Struktur. Deshalb bin ich sicher, dass wir zumindest unser Minimalziel erreichen werden."

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