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Lukas Podolski erzielte in dieser Saison bislang vier Bundesligatore © getty

Köln verliert das Derby in Leverkusen trotz guter Vorstellung - und erlebt nach dem Schlusspfiff eine böse Überraschung.

Leverkusen - Jupp Heynckes stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, der 1. FC Köln war restlos bedient.

Mit einem etwas glücklichen 3:2 (1:1)-Sieg im hochklassigen Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln ist für Bayer Leverkusen eine "perfekte Woche" zu Ende gegangen.

Vier Tage nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde der Europa League ist Bayer auch in der Bundesliga weiter gut im Geschäft. 320637(DIASHOW: Der 15. Spieltag)

Durch den achten Saisonsieg schoben sich die Rheinländer bis auf einen Zähler an den Tabellenzweiten FSV Mainz 05 heran und haben damit die Champions League weiter fest im Visier. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Diebe in der Kabine

Für die Kölner kam es dagegen knüppeldick. Wie der "Express" berichtete, musste der Tabellenvorletzte nicht nur den Verlust der Punkte, sondern auch den einiger Wertgegenstände verkraften.

Dem Bericht zufolge wurden aus der Kabine der FC-Profis Handys und Geld entwendet, die Sachen der Spieler seien während des Spiels durchwühlt worden.

FC-Profi Adam Matuschyk sagte dazu der "Bild": "Miso Brecko hat es als Erster bemerkt. Bei ihm war der Kulturbeutel weg. Auch Petit fehlte was."

Bayer Leverkusen schaltete sogleich die Polizei ein. "Wir wissen nicht, wie das passieren konnte. Normalerweise gehen die Türen automatisch zu", bedauerte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser den Vorfall.

Podolski zertrümmert Scheibe

Darüber hinaus sorgte auch Lukas Podolski wieder für Schlagzeilen.

Der Nationalspieler, dem der mögliche Ausgleich zum 2:2 wegen vermeintlicher Abseitsstellung zu Unrecht aberkannt wurde, trat in den Katakomben der BayArena eine Scheibe ein und sagte zu LIGA total! anschließend:

"Die sollen mir die Rechnung schicken, dann werde ich das überweisen."

Lanig trifft - und vergibt

Grund mit dem eigenen Team böse zu sein, hatte Podolski kaum. Angeführt vom Stürmer wirbelte der FC angeführt die Bayer-Hintermannschaft kräftig durcheinander.

Dabei hatte der eingewechselte Martin Lanig nur 60 Sekunden nach seinem Anschlusstreffer (65.) sogar die große Chance zum Ausgleich.

"Wenn man in Leverkusen in Rückstand gerät, ist es schwer zurückzukommen. Wir hatten aber trotzdem noch die Möglichkeiten zum Ausgleich", sagte Lanig, der über seine Reservistenrolle überrascht war: "Aber ich habe meine Antwort auf dem Platz gegeben."

Völler mit Zwischenbilanz zufrieden

Die Leverkusener wussten sehr wohl, dass ihr Erfolg auf des Messers Schneide stand. "Das war ein Arbeitssieg, nicht ganz so brillant wie sonst. Am Ende mussten wir den Sieg über Zeit retten", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler und zog bereits zwei Spieltage vor dem Jahresende Bilanz:

"In Anbetracht der vielen Verletzten ist die Hinrunde für uns zufriedenstellend gelaufen. Ein Champions-League-Platz ist auf jeden Fall möglich. Alles darüber hinaus wäre vermessen."

Bayer rettet Vorsprung

Meisterlich war denn auch die Vorstellung gegen sehr starke Kölner keineswegs. In den letzten 20 Minuten musste Bayer im Schneetreiben eine wahre Abwehrschlacht überstehen.

Ein später Ausgleichstreffer wie vor Wochenfrist in Hoffenheim (2:2) blieb dem Werksklub diesmal erspart, wäre aber durchaus verdient gewesen. So gab es auf Leverkusener Seite ausschließlich glückliche Gesichter.

"Die drei Punkte waren überlebenswichtig, weil wir jetzt auch andere Mannschaften auf Distanz gehalten haben", sagte Kapitän Simon Rolfes und dachte dabei an Meister Bayern München.

"Wir haben Köln stark gemacht"

Dabei hatten es sich die Leverkusener selbst zuzuschreiben, dass es noch eine Zitterpartie wurde.

Nach Treffern von Patrick Helmes (21.), Tranquillo Barnetta (55.) und Stefan Reinartz (61.) sowie einem Gegentor von Kölns brasilianischem Innenverteidiger Geromel (27.) schien die Partie bereits entscheiden, ehe bei den Gastgebern der Schlendrian einsetzte.

"Wir haben nicht so starke Kölner stark gemacht", urteilte Stefan Reinartz.

Heynckes mit erster Halbzeit zufrieden

Schlussendlich konnte die Werkself Coach Heynckes ("Wir haben in der ersten Halbzeit phasenweise guten Fußball gespielt") aber doch erleichtern.

Die zwei abschließenden Bundesligaspiele vor der Winterpause kann Bayer deutlich entspannter angehen als der FC.

Der steht gleich in mehrfacher Hinsicht mit leeren Händen da.

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