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Van Gaal (l.) und Demichelis (Mi.) gewannen in der letzten Saison gemeinsam das Double © imago

Erneuter Wirbel: Der Bayern-Trainer soll sich den Argentinier nach einem verweigerten Handschlag zur Brust genommen haben.

Von Daniel Rathjen

München - Das Verhältnis zwischen Louis van Gaal und Martin Demichelis ist nicht das beste.

Gut wird es wohl nie mehr.

Wie erst jetzt herauskam, soll es zwischen den beiden vor kurzem erneut heftig gekracht haben.

Ursache war laut "tz" ein verweigerter Handschlag nach dem 4:1 gegen Eintracht Frankfurt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Demnach soll van Gaal nach Schlusspfiff auf den Abwehrspieler zugegangen sein, um abzuklatschen, "Micho" ihn daraufhin jedoch schlicht ignoriert habe.

Für den stolzen Niederländer ein Affront.

Standpauke für "Micho"

Deshalb soll der Coach den 29-Jährigen auch zur Rede gestellt und ihm lautstark mitgeteilt haben, dass es so nicht gehe.

So oder so: Wenn es im Winter darum geht, den Kader zu überarbeiten, wird die Personalie Demichelis sicherlich heiß diskutiert werden.

Ein Weggang ist wahrscheinlich, angeblich sind Klubs aus Spanien und Italien interessiert.

Andererseits müssen sich die Verantwortlichen genau überlegen, ob sie wirklich einen Defensivakteur abgeben wollen 301503(DIASHOW: Bayerns Planspiele).

Problemzone Abwehr

Nur wenn Holger Badstuber, Daniel van Buyten, Anatoliy Tymoshchuk und Breno komplett fit sind, wäre der Verbund personell ausreichend bestückt.

Momentan leidet Badstuber allerdings noch an den Folgen einer Schambeinentzündung und van Buyten an Formschwäche.

Breno braucht noch Zeit, um sich zu integrieren. Und "Tymo" ist gelernter Mittelfeldspieler.

[kaltura id="0_9we0vv5h" class="full_size" title="Nichts zu feiern"]

Ob Demichelis weg darf, wird davon abhängen, wen Sportdirektor Christian Nerlinger im Winter verpflichten kann.

"Der Markt ist schwierig und sehr dünn", hatte er bei SPORT1 bereits angemerkt.

Immerhin glaubt Bastian Schweinsteiger noch an die Stärke seines Klubs - trotz der 17 Punkte Rückstand auf Herbstmeister Borussia Dortmund.

"Ich bin der Meinung, dass Bayern die bessere Mannschaft ist als Dortmund", sagte der Nationalspieler bei "Eurosport".

"Ich bin fest davon überzeugt, dass bislang keine Mannschaft dabei war, die besser war als wir."

Schweinsteiger selbstbewusst

Man könne natürlich nicht sagen, dass Dortmund schlecht spiele, fügte "Schweini" an: "Sie haben ihre Qualität, vor allem im läuferischen Bereich. Außerdem sind sie sehr aggressiv."

Aber selbst die 0:2-Niederlage in Dortmund bewertet er im Rückblick als unverdient, Bayern hätte das Spiel vor der Pause für sich entscheiden müssen:

"Das einzige Spiel, bei dem ein Unentschieden gerecht gewesen wäre, war gegen Mainz."

Zukunft offen

Seine Zukunft beim FC Bayern lässt der 26-Jährige indes weiter offen.

"Ich habe drei, vier Optionen, wo ich ab 2012 spielen werde; und der FC Bayern ist eine davon."

Kahn rät Neuer zu Wechsel nach München

Gut möglich, dass er dann beim FCB mit Manuel Neuer zusammenspielt. Der Schalker gilt als heißer Kandidat beim Rekordmeister und auch Ex-Bayern-Kapitän Oliver Kahn rät ihm zu einem Wechsel.

"Ich traue ihm zu, irgendwann zur absoluten Weltklasse zu gehören. Aber er muss den nächsten Schritt machen und zu einem der ganz großen Vereine wechseln", sagte Kahn der "Bild".

Mit Schalke sei dies sicherlich sporadisch möglich, "aber eher nicht kontinuierlich. Um irgendwann auf Weltniveau zu sein, reicht die Bundesliga allein nicht".

Deshalb sei sein früherer Klub die richtige Adresse: "Wenn Bayern die Philosophie hat, einen Torhüter zu holen, muss man an Neuer denken."

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