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Zwei, die sich verstehen: Rudi Völler (l.) mit Trainer Bruno Labbadia © getty

Im DSF-Doppelpass spricht Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler uber das 3:3 in Karlsruhe, die Neueinkäufe und Bruno Labbadia.

München - Bayer Leverkusen ist - trotz des letztlich enttäuschenden 3:3 nach 3:0-Führung beim Karlsruher SC - eine der Mannschaften der Stunde in der Bundesliga.

Das Team des neuen Trainers Bruno Labbadia überzeugt mit attraktivem und effektivem Offensivfußball.

Zudem haben die Neuzugänge wie Patrick Helmes, Renato Augusto oder Henrique sich als echte Verstärkungen erwiesen.

Bayer scheint in dieser Saison ein ernsthafter Anwärter auf einen der ersten Plätze zu sein, wenn man auch solche Spiele wie das in Karlsruhe gewinnen sollte.

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler sprach im DSF-Doppelpass über das 3:3 beim KSC, die starken Neuzugänge von Bayer und Trainer Bruno Labbadia.

Rudi Völler im Doppelpass über...

das Unentschieden gegen den Karlsruher SC:

"Die Karlsruher haben sich das am Ende verdient - das muss man korrekterweise sagen. Die haben eine tolle zweite Halbzeit gespielt. Es ist uns einfach zu Beginn zu leicht gefallen. Da kommt eine gewisse Lässigkeit rein, die man dann auch nicht mehr raus bekommt. Da hat dann ein bisschen die innere Entschlossenheit gefehlt. Aber das wirft uns nicht um. Wir haben jetzt noch schwere Spiele vor uns und so was hilft auch ein bisschen. Wir wissen jetzt, dass wir wieder mehr tun müssen und werden gegen Schalke spielerisch wieder mehr investieren. Wir haben übrigens jetzt auch eine ganz andere Konkurrenzsituation als vor ein paar Jahren. Früher hat eine durchschnittliche Saison gereicht, um in den UEFA-Cup zu kommen. Heute - und das wird in den nächsten Jahren noch extremer werden - musst du eine Top-Leistung dafür abrufen. Du hast acht bis zehn Mannschaften, die zu Recht um die internationalen Plätze kämpfen und das wird immer schwieriger."

die Neuzugänge Patrick Helmes, Renato Augusto, Henrique Co.:

"Wir sind mit den Neulingen sicher auch noch mal ein Stück besser und stabiler geworden, spielen einen tollen Fußball und sind sehr zufrieden. Wir stehen zu unserem 'Pillen-Klub' und wenn wir mit Spielern reden, merken wir, die wollen zu uns, weil wir auch außerhalb Deutschlands bekannt sind. In den letzten Jahren sind wir vielleicht nicht Deutscher Meister geworden, aber wir haben in den letzten zehn Jahren auch in der Champions League gute Spiele abgeliefert. Diese 'Graue Maus-Geschichte' ist bei uns schon lange vorbei."

Trainer Bruno Labbadia:

"Man hat bei Bruno immer eine klare Linie verfolgen können. Wir haben bemerkt, dass er einen eigenen Stil und ein Konzept hat, auch in der Art und Weise, wie er spielen lassen will und das hat uns überzeugt. Er war unser absoluter Wunschtrainer.

die neue Gladbacher Führungs-Konstellation mit Hans Meyer, Christian Ziege und Max Eberl:

"Hans Meyer wird sich schon hin und wieder mit Max Eberl zusammensetzen. Natürlich weiß man, wenn man Hans Meyer holt, dass der am Ende wahrscheinlich das letzte Wort hat. Aber ich glaube, Hans weiß, dass er Leute um sich hat, die Ahnung vom Geschäft haben. Ich finde es von Christian Ziege eine sehr mutige Entscheidung nach zwei Jahren zu sagen: Sportdirektor ist nicht mein Ding - ich will auf den Platz. Da gibt es keine bessere Konstellation als die neben Hans Meyer, um jetzt ein Jahr was dazu zu lernen. Du kannst in der Trainerausbildung viel Theorie lernen, musst es aber in der Praxis auch umsetzen können. Unter Hans Meyer kannst du dir viele Dinge aneignen und das ist eine gute Lösung."

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