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Manuel Neuer debütierte in der Saison 2006/07 im Profi-Team von Schalke 04 © getty

Schalke 04 will seinen von Top-Klubs umworbenen Schlussmann mit einem Mega-Angebot zur baldigen Vertragsverlängerung bewegen.

Von Stefan Missy

München - Felix Magath hatte es schon vor Wochen angekündigt und macht nun anscheinend ernst.

Der Trainer und Manager will Manuel Neuer mit aller Macht auf Schalke halten.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung plant der 57-Jährige, dem von Bayern München, Manchester United und anderen Top-Klubs umworbenen Nationalkeeper bereits in der Winterpause ein neues Vertragsangebot zu unterbreiten.

Demnach winkt Neuer bei einer Verlängerung über 2012 hinaus eine Verdopplung seiner Bezüge von bislang zwei auf um die fünf Millionen Euro pro Saison.

Magath will Klarheit

"Natürlich wollen wir den besten Torwart der Welt halten. Doch zu Details kann ich nichts sagen. Es wäre schön, wenn wir bis zum Start der Rückrunde Klarheit hätten", ließ sich Magath noch nicht in die Karten schauen.

Klar scheint allerdings, dass die Gehaltserhöhung für die wirtschaftlich angeschlagenen "Knappen" dank der erheblichen Mehreinnahmen Euro durch den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse (insgesamt rund 35 Millionen) durchaus zu stemmen wäre.

Aus Vereinssicht würde eine Verlängerung daher absolut Sinn machen:

Entweder hätte man mit Neuer einen Schlussmann von internationalem Format oder könnte - im Falle seines Abgangs - eine Ablöse zwischen 20 und 25 Millionen Euro kassieren.

[kaltura id="0_16ebwzgg" class="full_size" title="Neuer blau und wei ein Leben lang "]

Schwierige Situation

Kommt es aber nicht zu einer Einigung, gerät der Klub automatisch unter Zugzwang.

Immerhin wäre mit Neuer nur nach der laufenden Saison Geld zu verdienen, 2012 dürfte der 24-Jährige dann ablösefrei gehen - zu verschenken haben die Gelsenkirchener jedoch nichts.

Angeblich will das Eigengewächs seinen Verbleib vom sportlichen Erfolg abhängig machen, mit anderen Worten: Verpasst S04 in dieser Spielzeit den internationalen Wettbewerb, ist Neuer wahrscheinlich weg.

Plan B mit Hildebrand?

Die Verantwortlichen scheinen sich mit diesem Szenario bereits zu beschäftigen. So traf sich Horst Held in dieser Woche in Lissabon mit Timo Hildebrand.

Den 31-Jährigen, der bei Sporting momentan nur auf der Bank sitzt, kennt der Sportdirektor schon aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart.

Ob Hildebrand den - so Franz Beckenbauer - "besten Torwart der Welt" allerdings adäquat ersetzen könnte, bleibt abzuwarten.

Kahn rät zum Wechsel

Oliver Kahn vermochte bei seinem Nachfolger als Nummer eins des DFB-Teams jedenfalls "keine echte Schwäche" auszumachen, riet Neuer aber zum Wechsel.

"Er braucht einen Klub, der ständig international spielt. Ich bin skeptisch, ob das Schalke in seiner jetzigen Struktur erfüllt", meinte der "Titan" im "kicker".

"Um auf Dauer der Nationaltorwart zu sein, braucht er die internationalen Herausforderungen eines Spitzenvereins."

Neuer die "klare Nummer eins"

Das sieht Joachim Löw ähnlich:

"Manuel Neuer kann sicher über Jahre hinweg spielen in der Nationalmannschaft und damit bei den Turnieren. Er ist im Moment die klare Nummer eins", sagte der Bundestrainer.

Neuer hat einen Vorsprung - und der kommt nicht von ungefähr:

"Er stellt höchste Ansprüche an sich, ist absolut unzufrieden und selbstkritisch, wenn er sie einmal nicht erfüllt", erklärte Magath.

Fragt sich nur, wie lange sich diese Ansprüche mit dem ständigen Auf und Ab auf Schalke vereinbaren lassen...

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