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Sam wechselte im Sommer für 2,2 Millionen Euro vom HSV nach Leverkusen © getty

Sidney Sam ist der Aufsteiger bei Bayer Leverkusen und mittlerweile eine feste Stütze. Am Samstag kann das dem Ex-Klub zeigen.

Leverkusen - Wenn Sidney Sam den Turbo zündet, sehen die Gegner meist nur noch seine Hacken.

Der 22 Jahre alte Offensivspieler ist die Entdeckung der Hinrunde bei Bayer Leverkusen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) spielt der antrittsschnelle Sam bei seinem Ex-Klub Hamburger SV vor.

"Es läuft bei Bayer sehr gut für mich. Ich bin dem HSV dankbar, dass er mich gehen ließ", sagte Sam.

Sams Rückkehr an die Elbe

Es ist kein normales Spiel für den aus Kiel stammenden Sam, der sich beim HSV nicht durchsetzen konnte.

An der Elbe wurde offen über Sams Probleme mit der Disziplin während seiner Zeit im HSV-Internat gesprochen.

Schließlich wurde er an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen, fand dort zu einer professionellen Einstellung und war maßgeblich am Aufstieg der "Roten Teufel" beteiligt.

Bayer holt das Schnäppchen

Leverkusen wurde aufmerksam auf den FCK-Profi, der für den Klub vom Betzenberg in der vergangenen Saison zehn Treffer erzielte. Bei den Pfälzern ging Sam in die Lehre, inzwischen versteht er sein Handwerk.

Der Werksklub einigte sich mit dem HSV auf eine Ablösesumme von 2,2 Millionen Euro und hat doch ein Schnäppchen gemacht.

Schießt Sam auch den HSV ab?

Denn Sam startete in dieser Saison durch, hat seinen Marktwert deutlich gesteigert.

In zwölf Bundesligaspielen erzielte der Neuzugang fünf Treffer, darunter zwei Tore im Duell mit dem FCK.

Wenn es danach geht, muss sich Hamburg warm anziehen.

Nächster Schritt Nationalmannschaft

"Es läuft sehr gut für mich. Ich bin auf einem guten Weg, aber ich muss mich weiter verbessern", sagte Sam, der eine erstaunliche Leistungskonstanz offenbart.

Bundestrainer Joachim Löw soll ebenfalls schon aufmerksam auf Sam geworden sein.

Für den Bayer-Profi ist das Thema Nationalmannschaft aber noch nicht akut: "Ich muss mich auf Leverkusen konzentrieren. Wenn es so weiterläuft, wird die Nationalmannschaft schon irgendwann kommen."

Schnelligkeit als größtes Plus

Bayer-Sportchef Rudi Völler weiß, wo die große Stärke des Ex-Lauterers liegt: "Er ist mit dem Ball schneller als die meisten anderen ohne."

Trainer Jupp Heynckes hat es geschafft, dass Sam nicht abgehoben ist.

Der Neue hat sich offenbar in seiner Jugend die Hörner abgestoßen, besticht durch Kontinuität und Zurückhaltung.

Metzelder mahnt Respekt an

Der Mann mit den nigerianischen Wurzeln hat sich im Fußball-Oberhaus behauptet.

Dass er sich beim 1:0-Erfolg auf Schalke noch etwas hämisch über die fehlende Schnelligkeit von Christoph Metzelder geäußert hatte, wurde ihm in Leverkusen nicht krumm genommen. Stattdessen wurde es seiner fehlenden Medienerfahrung zugeschrieben.

Bei "Metze" war das anders, denn er mahnte mehr "Respekt" beim jungen Kollegen aus Leverkusen an.

Lob von Adler und Rolfes

Sam ist fraglos eine Bereicherung für das Leverkusener Offensivspiel.

Das sehen auch seine namhaften Teamkollegen so. "Er hat sich toll integriert", sagen Nationaltorhüter Rene Adler und Kapitän Simon Rolfes unisono.

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