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Bayerns Franck Ribery (M.) erzielte am Mittwoch gegen Basel zwei Treffer © getty

Bayern-Trainer Louis van Gaal rechnet bei SPORT1 mit einer defensiv eingestellten St.-Pauli-Elf. Doch Torjäger Gomez fehlt.

Von Christian Stüwe

München - Der FC St. Pauli hat es Bayern-Trainer Louis van Gaal und seinem Trainerstab angetan.

Ausgiebig habe man den Aufsteiger vor dessen Gastspiel in München (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) beobachtet, erklärte der Niederländer.

Assistent Andries Jonker sei dabei sogar zum Fan der der "Kiezkicker" und ihrem Trainer Holger Stanislawski geworden. (ZUR MELDUNG: Van Gaal räumt auf)

Doch als sich die Münchner am vergangenen Freitag den Auftritt der Stanislawski-Elf gegen Kaiserlautern anschauten, war von dem zuvor bewunderten Offensivfußball deutlich weniger zu sehen.

St. Pauli ging es deutlich defensiver an - und kam nach zuvor nur einem Punkt aus sechs Spielen zu einem 1:0-Erfolg gegen den Mitaufsteiger.

Nun erwartet van Gaal die Elf aus dem Hamburger Stadtteil auch in der Allianz Arena ziemlich defensiv.

"Verteidigen ist einfacher als angreifen", sagte der 59-Jährige auf Rückfrage von SPORT1: "Zuletzt haben sie verteidigt und gewonnen."

Gomez hat Grippe

Und van Gaal fehlt sein wichtigstes Werkzeug, um das Abwehrbollwerk St. Paulis zu knacken.

Mario Gomez, der in den letzten 13 Pflichtspielen 15 Tore erzielte, muss mit Grippe das Bett hüten, anstatt den Strafraum unsicher zu machen.

Miroslav Klose steht zwar wieder im Kader, ist aber laut van Gaal noch nicht "spielfit" und dürfte als Joker zum Einsatz kommen.

[kaltura id="0_n556v83z" class="full_size" title="Van Gaal Keine Lust auf Verteidigung"]

Da auch die Langzeitverletzten Ivica Olic und Arjen Robben fehlen, dürfte sich in der Offensive der Bayern vieles auf Franck Ribery konzentrieren.

Der Franzose hatte unter der Woche zwei Treffer in der Champions League gegen Basel erzielt und würde nur zu gerne nachlegen ? auch um zumindest vorübergehend den riesigen 17-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund ein wenig zu verkleinern.

Der BVB tritt nämlich erst im späten Spiel gegen Werder Bremen (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) an.

SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagspartien des 16. Spieltags.

Bayern München - FC St. Pauli

Nach dem 3:0 in der Champions League gegen den FC Basel ist Bayern München auch in der Bundesliga zum Siegen verdammt.

Der FC St. Pauli muss auf Abwehrspieler Davidson Drobo-Ampem verzichten. Der 22-Jährige erlitt im Training einen Mittelfußanbruch.

Dennoch rechnen sich die "Kiezkicker" etwas aus.

"Gegen Bayern gehen alle davon aus, dass wir verlieren werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir nur überraschen und das Beste aus der Partie rausholen können", sagt Gerald Asamoah im SPORT1-Interview.

HSV - Bayer Leverkusen

Das Lazarett beim Hamburger SV ist weiter prall gefüllt.

Trainer Armin Veh muss auf Mladen Petric (Muskelfaserriss), Joris Mathijsen (Reha nach Bänderriss im Sprunggelenk), Gojko Kacar (Aufbau-Training nach Bänderriss), Marcell Jansen (Zehenbruch), Dennis Diekmeier (Fersen-Operation), Miroslav Stepanek (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Romeo Castelen (Aufbautraining nach Knie-OP) verzichten.

Mit dem zweiterfolgreichsten Angriff (29 Tore) ist Bayer auswärts ungeschlagen und mit 17 Punkten zweitbestes Team der Liga.

Trainer Jupp Heynckes muss weiter auf Michael Ballack und Torjäger Stefan Kießling verzichten.

1899 Hoffenheim - 1. FC Nürnberg

Hoffenheim hat große Probleme in der Defensive. Isaac Vorsah (Rotsperre), Josip Simunic (Sprunggelenkblessur) und Tobias Weis (Oberschenkelzerrung) fehlen.

Marvin Compper hatte zuletzt Probleme mit dem Spann. Als Innenverteidiger könnte bei den Kraichgauern Luiz Gustavo einspringen.

Bei den Nürnbergern wird wohl Marvin Plattenhardt den weiterhin gesperrten Javier Pinola auf der linken Verteidiger-Position ersetzen.

In der Innenverteidigung wird wie beim 0:2 gegen Dortmund Dominic Maroh für den am Knie verletzten Per Nilsson auflaufen. Außerdem ist mit der Rückkehr von Mehmet Ekici zu rechnen, der wohl Almog Cohen verdrängen wird.

1. FC Kaiserslautern - VfL Wolfsburg

Beim FCK fehlt der gelbgesperrte Torjäger Srdjan Lakic, der in dieser Saison bereits neun Bundesligatreffer erzielt hat.

Auf der Suche nach einem Lakic-Vertreter hat Lauterns Coach Marco Kurz die Qual der Wahl: Adam Nemec, Ilian Micanski oder Erwin Hoffer.

In bislang 20 Ligaduellen der beiden Klubs konnte bislang noch nie der Gast gewinnen.

Bei Wolfsburg fehlt in Mario Mandzukic neben Grafite eine weitere Offensivkraft. Karim Ziani wird wohl an der Seite von Edin Dzeko stürmen. Für Arne Friedrich kommt ein Einsatz am Betzenberg noch zu früh.

Der VfL hat nur eins der letzten neun Ligaspiele gewonnen.

1. FC Köln - Eintracht Frankfurt (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Der 1. FC Köln muss weiter auf Milivoje Novakovic (Muskelfaserriss) und Kevin Pezzoni (Bänderdehnung) verzichten.

Die Eintracht plagen nach den Ausfällen von Kapitän Chris (Rückenprobleme), Maik Franz (Bauchmuskel-OP) und Keeper Oka Nikolov (Sehneneinriss in der Fußsohle) Probleme in der Defensive.

Ein Glück für Trainer Michael Skibbe, dass Innenverteidiger Marco Russ seine Knieoperation bis in die Winterpause schieben kann.

Dortmund - Werder (Samstag, 18.30 Uhr)

Beim Tabellenführer zeichnet sich eine Rückkehr von Torjäger Lucas Barrios ab. Der Torjäger hatte sich im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach eine Kapselverletzung im Knie zugezogen, kehrte aber am Mittwoch ins Training zurück.

Sollte Barrios auflaufen können, muss wohl Joker Robert Lewandowski wieder auf die Bank.

Nach seinem Comeback mit dem Tor zum 3:0-Endstand gegen Inter Mailand ist bei den Bremern Claudio Pizarro eine Alternative für die Startformation. Marko Arnautovic fällt aufgrund von Adduktorenproblemen aus.

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