vergrößernverkleinern
Nuri Sahin erzielte in der 9. Minute mit einem Freistoß den Führungstreffer für Dortmund © getty

Mit einen Erfolg über Werder bleibt der BVB unangefochten an der Spitze. Sahin und Kagawa treffen beim Sieg über den Angstgegner.

Dortmund - Selbst der einst gefürchtete Angstgegner konnte Borussia Dortmund nicht stoppen.

Die schon zuvor als Herbstmeister festehenden Westfalen gewannen mit 2:0 (1:0) auch gegen Werder Bremen und bauten ihre Erfolgsserie auf nunmehr 15 Spiele ohne Niederlage aus. 323504(DIASHOW: Der 16. Spieltag)

Nach dem 14. Saisonsieg durch Tore von Nuri Sahin (9.) und Shinji Kagawa (70.) beträgt der Vorsprung des BVB zumindest bis Sonntagnachmittag elf Punkte auf den derzeitigen Zweiten Bayer Leverkusen.

Werder droht nach der fünften Auswärtsniederlage der Saison die Europacup-Ränge aus den Augen zu verlieren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Klopp: Hochverdienter Sieg

"Wir haben sehr gut angefangen, aber danach Bremen spielen lassen. Das war richtig harte Arbeit. Insgesamt haben wir aber hochverdient gewonnen", sagte Jürgen Klopp.

Thomas Schaaf hingegen haderte mit dem schlechten Beginn seiner Mannschaft.

"In der zweiten Halbzeit waren wir endlich im Spiel. Leider haben wir nur die erste Halbzeit verschlafen. Wenn es nicht so gewesen wäre, hätten wir vielleicht etwas reißen können", erklärte der Werder-Coach.

BVB startet furios

Der BVB begann vier Tage vor dem entscheidenden Gruppenspiel in der Europa League am Mittwoch beim FC Sevilla furios:

Als wollten sie den Sieg schon in der ersten Viertelstunde unter Dach und Fach bringen, legten die Gastgeber vor 80.720 Zuschauer im ausverkauften Stadion ein imposantes Tempo vor und setzten den Gegner unter Druck.

Schon nach fünf Minuten hatte Kagawa das 1:0 auf dem Fuß. Vier Minuten später zirkelte schließlich Sahin einen Freistoß aus 18 Metern mit viel Gefühl zur Führung ins Netz.

Großkreutz und Lewandowski auf der Bank

BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Gastspiel beim 1. FC Nürnberg (2:0) auf zwei Positionen verändert.

Nationalspieler Kevin Großkreutz und Torjäger Robert Lewandowski saßen zu Beginn auf der Bank.

Dennoch agierte Dortmund von Beginn an wie aus einem Guss, und Bremen fand kaum Mittel gegen die schnellen Kombinationen des BVB, der zudem mit seinem frühen Forechecking Angriffe oft schon im Mittelfeld stoppte.

Während die Hanseaten nur sporadisch in der Nähe des Dortmunder Strafraums auftauchten, lag der zweite Treffer der Borussen schon vor der Halbzeitpause in der Luft.

Werder kämpft sich ins Spiel

Erst nach einer halben Stunde versuchten die Gäste, sich ins Spiel zu kämpfen.

Für ein wenig Gefahr sorgten allenfalls Standardsituationen. Ansonsten bestätigten die Bremer zunächst ihre derzeitige Auswärtsschwäche.

Ihr erster Torschuss, den BVB-Torhüter Roman Weidenfeller jedoch glanzvoll parierte, wurde durch Aaron Hunt in der 43. Minute registriert.

Meyer verweigert Elfmeter

Die Dortmunder, die das Tempo nach dem spektakulären Beginn reduzierte, bemühten sich nach dem Wiederanpfiff um die Vorentscheidung.

Es boten sich Räume zum Kontern, weil Bremen auf den Ausgleich drängte und Pech hatte, dass Schiedsrichter Florian Meyer nach einem Foul von Torhüter Roman Weidenfeller an Bremens Claudio Pizarro keinen Elfmeter pfiff.

Der Peruaner ärgerte sich bei LIGA total! über die Entscheidung des Referees: "Das muss er ganz klar sehen. Hätte er den Elfmeter gegeben, hätten wir die Partie noch kippen können. Trotzdem haben wir nicht unsere beste Leistung gebracht."

Weidenfeller bewertete die umstrittene Szene ein wenig anders: "Er sucht ganz klar den Elfmeter, ich ziehe in der Situation sogar noch zurück. Es gab natürlich einen Kontakt, aber das heißt nicht, dass es direkt Strafstoß ist."

Kagawa mit der Entscheidung

Nach etwa 50 Minuten schienen die Dortmunder ihren Rhythmus verloren zu haben, denn Werder gelang es, Druck aufzubauen.

Nachdem Dortmunds Marcel Schmelzer zunächst auf der eigenen Torlinie klären musste, gelang dem Japaner Kagawa praktisch im Gegenzug das 2:0.

Allerdings hatte die Borussia Glück, dass Meyer dem Treffer nicht die Anerkennung verweigerte. Lewandowski, der Kagawas Schuss noch leicht berührte, stand im Abseits.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel