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Pappis Cisse erzielte gegen Gladbach seine Treffer 12 und 13 © getty

Freiburg nutzt eiskalt seine Möglichkeiten und festigt den Platz in der Spitzengruppe. Cisse trifft und trifft.

Freiburg - Das völlig verunsicherte Schlusslicht Borussia Mönchengladbach stürzt weiter im freien Fall Richtung Zweite Liga.

Die Mannschaft des immer stärker unter Druck stehenden Trainers Michael Frontzeck verlor am 16. Spieltag mit 0:3 (0:2) beim Überraschungsteam des SC Freiburg und kassierte damit die vierte Pleite in Folge (DATENCENTER: Bundesliga).

Die Borussia, die nur eine der jüngsten 14 Partien gewinnen konnte, hat lediglich zehn Zählern auf dem Konto und bereits fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Torjäger Papiss Cisse (19., 59.) und Oliver Barth (41.) trafen für die Freiburger, die durch den höchsten Saisonsieg auf den fünften Platz kletterten.

Gelbe Karte stoppt Cisse

Cisse zog mit seinem Doppelpack und insgesamt 13 Toren mit Theofanis Gekas an der Spitze der Torjägerliste gleich, sah aber die fünfte Gelbe Karte und wird damit zum Hinrunden-Abschluss bei Bayer Leverkusen fehlen.

Die rund 23.000 Zuschauer mussten nicht lange auf die ersten Torchancen warten 323504(DIASHOW: Der 16. Spieltag).

Zunächst tauchte Cedrick Makiadi gefährlich vor dem Tor der Borussen auf (3.), dann vergab der Gladbacher Angreifer Igor de Camargo per Kopf die große Möglichkeit zur Führung (6.).

Gladbach mit gutem Start

Die Gladbacher, bei denen die gesperrten Raul Bobadilla und Marco Reus sowie Torwart Logan Bailly, Dante, Anderson und Jean-Sebastian Jaures fehlten, machten zu Beginn einen sehr engagierten Eindruck.

Die Gäste, deren Verantwortliche zuletzt Kritik von den früheren Stars Berti Vogts und Günter Netzer einstecken mussten und sich mit einer neuen Oppositionsgruppe auseinandersetzen müssen, dominierten vor allem die Zweikämpfe.

Die Freiburger, die ohne Stammtorwart Simon Pouplin, Pavel Krmas, Ömer Toprak, Tommy Bechmann und Kisho Yano auskommen mussten, konnten sich in der Offensive kaum durchsetzen.

Überraschende Freiburger Führung

Die Mannschaft von Trainer Robin Dutt, der zum 50. Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie stand, hatte in der 14. Minute erneut bei einem Kopfball der Gladbacher Glück:

Der Ex-Freiburger Mohamadou Idrissou verfehlte das Ziel nur knapp. Nur zwei Minuten später scheiterte Idrissou am Freiburger Torwart Oliver Baumann.

Um so überraschender fiel die Freiburger Führung durch den Kopfball Cisses nach Vorarbeit von Maximilian Nicu.

Beim zwölften Saisontor des Senegalesen sahen die Gladbacher Abwehrspieler Sebastian Schachten und Roel Brouwers, die beide zu passiv agierten, nicht gut aus.

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Nach dem Rückstand waren die Borussen völlig verunsichert.

Die Freiburger übernahmen das Kommando. Makiadi per Freistoß (26.) und Yacine Abdessadki (28.) vergaben die Chancen zum zweiten Treffer.

In der 32. Minute hätten die Gastgeber aber fast selbst für den Ausgleich gesorgt.

Barth staubt ab

Nach einem katastrophalen Missverständnis zwischen Kapitän Heiko Butscher und Torwart Baumann konnte der Keeper den Schuss von Idrissou aus kurzer Distanz noch an den Pfosten lenken.

Besser machte es Barth auf der Gegenseite bei seinem ersten Bundesligator. Der Innenverteidiger staubte aus kurzer Distanz ab.

Brouwers muss in die Klinik

Die Borussia musste indes in der Pause einen weiteren Schock verkraften: Gladbachs Abwehrchef Roel Brouwers musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gefahren werden.

Der Innenverteidiger hatte einen Schuss des Freiburgers Jan Rosenthal in der 21. Minute aus kurzer Distanz ins Gesicht bekommen.

Nach längerer Behandlungspause spielte Brouwers zwar zunächst weiter, wurde in der 41. Minute dann aber gegen Jan-Ingwer Callsen-Bracker ausgewechselt.

Cisse mit Doppelpack

Nur 40 Sekunden nach dem Seitenwechel hatte Cisse seinen zweiten Treffer auf dem Fuß. Nur vier Minuten später vergab der Angreifer erneut.

Seine dritte Chance im zweiten Durchgang ließ Cisse dann nicht ungenutzt und traf aus kurzer Distanz zum 13. Mal in der laufenden Spielzeit. Von Gladbacher Gegenwehr war in dieser Phase nichts mehr zu spüren.

Beste Spieler auf Seiten der Freiburger waren Barth und Cisse. Bei den Gladbachern überzeugten mit Abstrichen Tobias Levels und Torwart Christofer Heimereoth trotz der Gegentore.

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