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Mark van Bommel kam 2006 vom FC Barcelona zum FC Bayern © imago

Die Vertragsverhandlungen sind offiziell noch nicht eröffnet. Und doch bringt sich Mark van Bommel dafür bereits in Position.

München/Gelsenkirchen - Die Vertragsverhandlungen mit dem FC Bayern sind offiziell noch nicht eröffnet. Und doch bringen sich Mark van Bommel und sein Berater Rob Jansen dafür bereits in Position.

Der Vertrag des Niederländers läuft im Sommer 2009 aus. Van Bommels Berater sagt jetzt im "kicker": "Wir warten auf die Bayern, auf deren Pläne. Wenn sie Mark nicht mehr wollen, dann geht er, so ist der Fußball."

Erste Gespräche mit dem Klub sind van Bommel zufolge für Ende November vorgesehen. Im Verein geht der Trend laut einigen Quellen allerdings Richtung Abschied.

Der 31-Jährige, den Jürgen Klinsmann vorm Saisonbeginn zum Kapitän ernannte, würde selbst am liebsten in München bleiben. Jansen dazu: "Erst wenn die Bayern nicht mehr wollen, suchen wir etwas anderes, ob in Deutschland oder im Ausland."

Van Bommel geheimnisvoll

Der Niederländer selbst äußerte sich nach dem 2:1-Sieg auf Schalke (hier Riberys Tor in 3D) geheimnisvoll: "Ich habe einen Wunsch, aber den teile ich nicht mit." Der Grund: "Sonst sagen die Leute, der Kapitän will bleiben und kriegt seinen Vertrag nicht verlängert."

Pikanterweise hatte die "Bild am Sonntag" van Bommel vorm Auftritt in Gelsenkirchen mit dem Ruhrpott-Klub in Verbindung gebracht. Schalke-Trainer Fred Rutten sei an dem Landsmann interessiert. Die beiden Niederländer kennen sich aus ihren gemeinsamen Tagen beim PSV Eindhoven.

Allerdings erklärte S04-Manager Andreas Müller, dass van Bommel mittlerweile über 30 sei und somit keiner "mit dem du die Zukunft planen kannst". Es könnte sich jedoch auch um ein geschicktes Ablenkungsmanöver Müllers handeln.

Die Schalker, so bestätigte der Manager, warben schon "vor einigen Jahren" um den zweikampfstarken Niederländer.

Geht "Poldi" im Winter?

Im Münchner Kader könnte sich so oder so schon einiges zur Winterpause tun. Laut "kicker" darf sich Nationalstürmer Lukas Podolski einen neuen Verein suchen, sofern die Ablöse stimmt. Natürlich müssen die Roten dann auch selbst einen neuen Stürmer holen, die Münchner dürften sich schon jetzt intensiv umschauen.

Und auch Toni Kroos könnte die Bayern womöglich im Januar verlassen. Der 18-Jährige spielte zwar am Sonntag gegen Schalke von Anfang an, weil Bastian Schweinsteiger verletzt ausfiel. Jedoch ist Kroos noch immer deutlich von der Stammformation entfernt.

Kroos wird ungeduldig

Aufgrund des Überangebots im Mittelfeld musste das große Talent sogar vor einigen Wochen auf die Tribüne. Selbst ein Platz auf der Bank konnte sich der feine Techniker, der auf Schalke die Führung durch Luca Toni mitvorbereitete, nicht erkämpfen.

Vater Roland Kroos habe den Bayern laut "kicker" auch gesagt, dass er mit den Einsatzzeiten seines Filius unzufrieden sei.

Bayern-Manager Uli Hoeneß kommentierte kürzlich das delikate Thema: "Toni Kroos muss Geduld haben, er ist erst 18 Jahre und er wird 100prozentig seinen Weg gehen, deshalb müssen wir ihm die Zeit geben."

Bekanntlich ist Kroos ein Spieler, den Hoeneß besonders schätzt, ihn später auf der Zehnerposition sieht. Deshalb scheint ein Leihgeschäft - wie etwa schon erfolgreich im Fall von Philipp Lahm praktiziert ? wahrscheinlicher als ein Verkauf des begehrten Jungspunds.

Soll der FC Bayern mit van Bommel verlängern? - hier mitdiskutieren!

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