In Stuttgart steht mit Labbadia schon der nächste Trainer bereit. Ein Paradebeispiel für die Schnelllebigkeit des Business.

Stuttgart ist ein Paradebeispiel für die Vergänglichkeit des Ruhms von gestern, für die Schnelllebigkeit im Business Bundesliga.

Sobald der Erfolg ausbleibt, wird der Trainer als schwächstes Kettenglied ausgetauscht.

Es war im Mai 2007, da wurde der VfB Stuttgart zum letzten Mal Deutscher Meister.

Die "jungen Wilden" um Mario Gomez stürmten mit einer grandiosen Rückrunde an die Spitze und gewannen sensationell den Titel.

Sportdirektor Horst Heldt und Trainer Armin Veh wurden als Väter des Erfolgs gefeiert.

Eineinhalb Jahre später war Veh gefeuert. Am 23. November 2008 wurde er nach einem 1:4 in Wolfsburg beurlaubt.

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Sein Nachfolger Markus Babbel führte die Schwaben mit einer überragenden Rückrunde in die Champions League, doch dann ereilte ihn am 6. Dezember 2009 dasselbe Schicksal wie Veh, Christian Gross übernahm.

Doch der Schweizer hielt sich nicht einmal ein Jahr. Am 13. Oktober 2010 wurde Gross von seinem Aufgaben entbunden.

Jens Keller sollte es richten, doch nun wurde der Ex-Profi, 1992 mit dem VfB Meister, schon nach wenigen Wochen gefeuert. Ein erneutes Beispiel für die Rat- und Planlosigkeit der Klub-Verantwortlichen.

Dass Bruno Labbadia schon als Nachfolger parat stand, kam da auch nicht überraschend.

Wobei man nach den misslungenen letzten Jobs in Leverkusen und Hamburg schon einige Zweifel an der Eignung Labbadias haben kann, speziell im Abstiegskampf.

Aber nicht nur der VfB hinkt seinen eigenen Ansprüchen weit hinterher. Auch in Hamburg und Wolfsburg läuft es alles andere als gut.

Nach dem erfolglosen Experiment mit Labbadia sollte beim HSV mit Armin Veh alles besser werden. Doch nach nur 16 Spielen musste der Trainer bereits die Saisonziele nach unten korrigieren.

"Wir haben die Schnauze voll", sangen die HSV-Fans nach dem 2:4 gegen Leverkusen - genauso wie die mitgereisten Wolfsburger Anhänger nach dem 0:0 in Kaiserslautern.

Fragen nach der Zukunft von Coach Steve McClaren wollte Manager Dieter Hoeneß "gar nicht erst beantworten".

Doch dass solche Äußerungen alles andere als eine Jobgarantie für einen Trainer sind, hat man im schnelllebigen Bundesligageschäft schon oft genug erlebt.

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