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Auch Matthias Sammer ist nicht gefeit vor Langfingern. Einbrecher entwenden im Mai 2010 Beute im Wert von 150.000 Euro aus seinem Haus in München-Grünwald
Matthias Sammer wurde 2002 als Trainer Meister mit dem BVB © getty

Matthias Sammer kritisiert im SPORT1-Doppelpass die Strukturen in Stuttgart. Vom BVB und Erfolgscoach Klopp schwärmt er hingegen.

München - Dieser Mann hat immer eine klare Meinung.

Und Matthias Sammer gelingt es auch im SPORT1-Doppelpass, sie treffend zu formulieren.

Der DFB-Sportdirektor verfolgt das Geschehen in der Bundesliga intensiv 323504(DIASHOW: Der 16. Spieltag).

Vor allem beim VfB Stuttgart, wo er selbst als Spieler und Trainer aktiv war, und beim BVB, den er 2002 zum Meister machte, ist er noch immer nah dran.

Emotional reagierte der 43-Jährige am Sonntag im Talk beim Thema Jugendfußball (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Matthias Sammer im SPORT1-Doppelpass über...

den VfB Stuttgart und seine Strukturen:

"Grundsätzlich ist es in Stuttgart nicht ganz so einfach. Es ist ein toller Verein, es ist ein großer Verein. Aber er hat in seinen Strukturen schon ein paar Schwierigkeiten.

Der Aufsichtsrat ist sehr mächtig und bildet sich in der Tagesaktualität eine Meinung, die er aber in meiner Zeit überhaupt nicht beurteilen konnte. Einige Herren sollten sich genau hinterfragen, ob sie nicht auch Verantwortung für diese Instabilität tragen."

Tabellenführer Borussia Dortmund:

"Der BVB hat Spieler, die in diese Mannschaft passen, die in diese Region passen und die auch zu Jürgen Klopp passen.

Wir müssen uns alle in Demut begeben. Die stehen zu Recht da oben und spielen absolut berauschend in diesem Jahr."

Trainer Jürgen Klopp:

"Für ihn freue ich mich persönlich sehr. Ich habe manche Dinge in der Vergangenheit bei ihm sehr kritisch gesehen. Wenn wir ihn heute sehen, ist er der Leader dieser Mannschaft.

Er ist inhaltlich gereift. Wir können uns bei ihm mittlerweile auf das Sportliche konzentrieren - und das ist eine wichtige Botschaft."

[kaltura id="0_5c13a8e8" class="full_size" title="Der Kampf um Platz zwei"]

Bayer Leverkusen:

"Leverkusen ist ein überragender Verein. Wenn man sieht, wie die Mannschaft aufgestellt und strukturiert ist, welche Personalpolitik dabei betrieben wird, dann ist das ein Verein, der mal ein großes Kompliment bekommen sollte.

Wenn sie irgendwann mental stabiler werden und sich ein Erfolgsgen implantieren lassen, dann wird dieser Verein auf Dauer in Deutschland weiter sehr stark sein."

die Entwicklung des deutschen Jugendfußballs:

"Wir haben lange versäumt, eine richtige Entwicklung zu nehmen. Unsere Spieler waren alle gleich. Wir haben immer gesagt, in der Mannschaft müssen alle gleich sein und der Teamgeist steht über allem.

Das Leitmotiv von 1996 'Der Star ist die Mannschaft' hat uns ins Verderben geführt. Der Einzelne steht im Mittelpunkt und der Einzelne in seiner Entwicklung muss dafür sorgen, dass eine Mannschaft funktioniert.

Im Jugendbereich werden Spieler, die vielleicht ein bisschen anders sind, gar nicht mehr anerkannt. Die haben wir versucht umzuerziehen und haben sie im schlimmsten Fall auch für unseren Fußball verloren.

Du musst zuerst den Einzelnen anerkennen, bevor du immer nur diesen Teamgedanken hast - der kommt sowieso am Ende."

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