Huub Stevens hält Labbadia für den richtigen Mann beim VfB - zumindest kurzfristig. Der HSV-Vorstand kommt nicht gut weg.

Hallo Fußball-Freunde,

Bruno Labbadia hat sowohl bei Bayer Leverkusen als auch beim Hamburger SV zu Beginn Erfolg gehabt. Deshalb glaube ich, dass er beim VfB Stuttgart jetzt der richtige Mann ist.

Bei dem Auftaktprogramm kann Labbadia nur gewinnen: Gegen Bayern erwartet keiner Siege von ihm.

Er kann in den beiden Spielen sehen, wie die Mannschaft reagiert und dann in der Winterpause durchgreifen.

Aber auch der Vorstand muss sich hinterfragen: Von außen ist es immer schwierig zu beurteilen, was dort falsch gelaufen ist. Aber gerade bei Christian Gross hätte ich mir von der Vereinsführung mehr Geduld gewünscht.

Ob Labbadia allerdings langfristig die richtige Lösung für denn VfB Stuttgart ist, muss sich erst zeigen - bei Leverkusen und Hamburg ist er nach einem Jahr gescheitert.

Die Erfahrungen, die er dort gesammelt hat, werden ihn in Zukunft aber stärker machen.

Es heißt ja: Ein Trainer der nie entlassen wurde, ist kein guter Trainer.

Wichtig wird sein, dass der Vorstand ihm Vertrauen schenkt und ihm die nötige Zeit gibt, um sein Konzept durchzuziehen.

Auch beim Hamburger SV trägt die Vereinsführung eine Mitschuld an der aktuellen Situation.

Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass es ein sehr großes Risiko ist, einen so unerfahrenen Sportdirektor zu installieren.

Außerdem haben sich einige Leute in letzter Zeit zu viel in den Vordergrund gedrängt. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber die Leute die ich meine, wissen schon Bescheid.

Dadurch herrscht in Hamburg eine ständige Unruhe, die sich auch auf die Spieler auswirkt.

Die Aussage von Armin Veh, der HSV müsse sich zur Not mit Platz sieben begnügen, halte ich für unglücklich - auf diese Weise gibt er den Spielern ein Alibi.

Bei der Qualität des HSV-Kaders muss ein Platz im internationalen Wettbewerb das Ziel sein. Ein Trainer muss den Spielern das Gefühl geben, dass sie oben mitspielen können.

Auch bei den Bayern ist noch keine Ruhe eingekehrt. Ich hoffe, dass die Vertragsverlängerung von Bastian Schweinsteiger dem Klub endlich die nötige Sicherheit gibt.

Der Verein hat sich gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt und einen sehr guten Spieler in München gehalten. Das bedeutet der Vereinsführung bestimmt sehr viel.

Auch die Bundesliga profitiert davon: Mit seinen 26 Jahren ist Schweinsteiger bereits eins der großen Aushängeschilder die Liga. Er hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt, auch dank des FC Bayern.

Deswegen glaube ich auch, dass sich Schweinsteiger für München entschieden hat, nicht für Louis van Gaal.

Auch in dieser Saison traue ich den Bayern noch einiges zu: Der Abstand auf Dortmund ist schon sehr groß, aber ich bin mir sicher, dass die Mannschaft noch im Kampf um Platz zwei mitmischen wird.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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