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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Gladbachs Oliver Neuville (l.) traf in der letzten Saison 15 Mal und hatte 10 Assists. © getty

Gladbachs Verletztenliste wird immer länger. Ein Duo ist für drei Spiele gesperrt worden. Zwei Klubs drohen radikalen Fans.

München - Die Verletzteniste bei Borussia Mönchengladbach wird immer länger. Nun hat es Oliver Neuville erwischt.

Der Stürmer, zuletzt nur Ersatzspieler beim Aufsteiger, zog sich laut Vereinsseite bei einem Einsatz in der Regionalligauswahl einen Muskeleinriss zu. Dem 35-Jährigen droht nach Einschätzung von Borussias Mannschaftsarzt Dr. Stefan Hertl eine mehrwöchige Pause.

Neuville war in der Schlussphase der Partie der "Zweiten" gegen Preußen Münster (0:0) mit Gäste-Torhüter David Buchholz zusammengeprallt und musste anschließend vom Platz getragen werden.

Damit stehen "Fohlen"-Trainer Hans Meyer derzeit neun Spieler nicht zur Verfügung.

Sport1.de hat weitere News aus der Bundesliga zusammengefasst:

Duo für drei Spiele gesperrt

Mesut Özil vom Bundesligisten Werder Bremen und Jiri Stajner vom Liga-Konkurrenten Hannover 96 sind vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach ihren Roten Karten am 12. Spieltag für jeweils drei Ligaspiele geperrt worden.

Alle beiden Sünder wurden wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihnen begangenen sportwidrigen Handlung verurteilt. Die Spieler und deren Vereine haben den jeweiligen Urteilen bereits zugestimmt.

Stadionverbote für rechtsradikale Fans

Bundesligist Werder Bremen will gegen acht polizeilich ermittelte Personen ein Stadionverbot für das heimische Weser-Stadion aussprechen. Die vermeintlichen Anhänger mit rechtsradikalem Hintergrund hatten in der Partie beim VfL Bochum am letzten Samstag (0:0) für Ausschreitungen in der eigenen Fankurve gesorgt.

Auch der VfL strebt diesen Schritt an und will gemeinsam mit DFB prüfen, ob das Verbot auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet werden kann.

"Solche Stadionbesucher brauchen wir nicht. Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und werden wie bisher alles in unserer Macht stehende umsetzen, um solche Szenen zu verhindern", hieß es in einer Mitteilung der Werder-Geschäftsführung, die die Reaktion jener Bremer Fans lobte, die sich lautstark gegen die Krawallmacher zur Wehr gesetzt hatten.

Hertha droht Ausfall von Pantelic

Bundesligist Hertha BSC Berlin droht im Heimspiel am Samstag gegen den Hamburger SV der Ausfall von Torjäger Marko Pantelic. Der serbische Nationalspieler erlitt beim 1:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim am Sonntagabend eine Zerrung im Oberschenkel.

Der Verdacht auf einen Muskelfaserriss bestätigte sich aber nicht.

Unterdessen gehen Hertha allmählich die Torhüter aus. Am Montag prallte Ersatz-Keeper Christopher Gäng im Training unglücklich mit Mittelfeldspieler Patrick Ebert zusammen und musste mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden.

Da sich Ersatztorwart Christian Fiedler nach seinem Kreuzbandriss noch im Aufbautraining befindet, könnte der erst 19 Jahre alte Schlussmann Sascha Burchert auf der Hertha-Bank Platz nehmen.

Berliner mit Rekordgewinn

Mehr Freude bereitet den Berliner die Jahreshauptversammlung. Hertha BSC vermeldet im abgelaufenen Geschäftsjahr mit fünf Millionen Euro nach Steuern den höchsten Gewinn seit dem Aufstieg in die Bundesliga 1997.

Die Summe wurde zum Teil in den Abbau der Verbindlichkeiten gesteckt, die jetzt 28,96 Millionen Euro betragen. 2007 beliefen sich die Verbindlichkeiten noch auf 46,78 Millionen Euro.

"Das Ergebnis zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und stellt eine gute Basis für die Entwicklung des Vereins dar", sagte Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller vor der Mitgliederversammlung am Montagabend: "Wir haben bei den Verbindlichkeiten kurzfristig unser Zielniveau erreicht."

Die knapp 18 Millionen Euro zur Tilgung stammen vor allem aus der vorzeitigen Vertragsverlängerung (2014 bis 2018) mit dem Vermarkter Sportfive. Der Deal mit dem langjährigen Partner spülte 25 Millionen Euro in die Hertha-Kassen. 10 Millionen Euro davon wurden davon für neue Spieler aufgebracht.

Dafür erwirtschafteten die Berliner 18,6 Millionen Euro durch Transfererlöse: Allein die Verkäufe von Kevin Boateng (Tottenham Hotspur) und Malik Fathi (Spartak Moskau) brachten rund 12 Millionen Euro.

Nachschlag im Winter fraglich

Den größten Posten im erzielten Umsatz von 77,8 Millionen Euro machten Einnahmen durch Werbung und Sponsoring (25,7 Millionen Euro) aus. Schiller: "Wir glauben, dass wir gemessen an Umsatzgröße und Kapitalstärke unseres Klubs eine gute Größe erreicht haben."

Dagegen standen Kosten von 72,8 Millionen Euro, von denen der Personalaufwand mit 27,4 Millionen Euro am höchsten zu Buche schlug.

Ob der Klub in der Winterpause auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv wird, hängt von zwei Faktoren ab. Zum einen, welche Einnahmen durch den neuen Fernsehvertrag erzielt werden. Zum anderen, wie weit Berlin im UEFA-Cup kommt. Allein für das Erreichen der Gruppenphase rechnet der Klub mit einem Umsatz von zwei Millionen Euro.

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