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Andreas Wolf (r.) erzielt gegen Hannover sein drittes Saisontor © getty

Hannover hat den sechsten Sieg in Folge klar verpasst. Ein Eigentor bringt die "Roten" in Nürnberg auf die Verliererstraße.

Nürnberg - Hannover 96 hat den sechsten Sieg in Folge und einen Vereinsrekord klar verpasst.

Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka verlor beim 1. FC Nürnberg nach einer schwachen Leistung verdient mit 1:3 (0:2) und musste im Kampf um einen Europacup-Platz einen Rückschlag hinnehmen. 326521(DIASHOW: Der 17. Spieltag)

Trotz der sechsten Saison-Niederlage schlossen die Niedersachsen die Hinrunde der Bundesliga mit ihrer bisher besten Bilanz ab.

Nürnberg beendet Durststrecke

Auch Nürnberg kann einigermaßen beruhigt in die Winterpause gehen. Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg gelang gegen Hannover der erhofft Befreiungsschlag. Mit 22 Punkten überwintert der Club im gesicherten Mittelfeld.

Cherundolo ins falsche Tor

Ein Eigentor von Steven Cherundolo in der 28. Minute brachte die Nürnberger vor 33.111 Zuschauern in Führung. Nur drei Minuten später gelang Kapitän Andreas Wolf das 2:0 für die Elf von Trainer Dieter Hecking, der von 2006 bis 2009 drei Jahre Trainer in Hannover war.

Pinto vom Punkt

Den Gästen gelang durch einen verwandelten Handelfmeter von Sergio Pinto in der 75. Minute in einer hektischen Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer, bevor Julian Schieber in der 82. Minute alles klar machte. Am Dienstag will der 1. FCN im DFB-Pokal bei Drittligist Kickers Offenbach nun nachlegen.

Agile Gastgeber

Nürnberg, das in den vergangenen fünf Spielen viermal verloren hatte, war von Beginn an einsatzfreudiger und zielstrebiger als die Gäste. Hannover agierte abwartend und lauerte auf Konter sowie auf Fehler der Gastgeber.

In der 12. Minute kam Mohammed Abdellaoue nach einem Querschläger von FCN-Verteidiger Juri Judt zum Schuss, zielte aber zu hoch.

Abdellaoue für Ya Konan

Der Norweger stand nach längerer Verletzungspause für Torjäger Didier Ya Konan in der Startelf der Niedersachsen. Ya Konan war unter der Woche am Knie operiert worden. Für Hannover war dies in der ersten Hälfte jedoch der einzige Torschuss.

Club am Drücker

Ganz anders der Club. Bereits in der 6. Minute musste Mario Eggimann einen Schuss von Ilkay Gündogan abblocken. Die Führung nach gut einer halben Stunde war fast überfällig.

Wolf mit dem Hammer

Eine scharfe Hereingabe des agilen Gündogan fälschte Cherundolo mit dem Fuß ins eigene Netz ab. Florian Fromlowitz im Tor der 96er hatte keine Abwehrchance - so auch kurz später, als Wolf nach einer Ecke von Mehmet Ekici plötzlich fünf Meter frei vor dem Tor der 96er stand und den Ball unter die Latte hämmerte.

FCN mit den Chancen

Hannover war mit dem 0:2 zur Pause sogar noch gut bedient. Ekici, Wolf, Jens Hegeler und Schieber vergaben weitere gute Möglichkeiten für den FCN.

Nach der Pause brachte Hannovers Coach Slomka in Mike Hanke für Lars Stindl einen weiteren Stürmer, druckvoller wurde das Spiel der Gäste allerdings nicht. Auch mit dem dritten Angreifer Mikael Forssell, den Slomka in der 64. Minute einwechselte, konnten die Niedersachsen zunächst keine klaren Chancen erarbeiten.

Nürnberger Festung

Nürnberg stand defensiv sehr gut und hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle und durch Hegeler in der 53. Minute sogar noch ein gute Chance, das Resultat zu erhöhen.

Hand von Pinola

Eine Viertelstunde vor Ende wurde es dann noch einmal spannend, als Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken zum Ärger der Gastgeber auf Handelfmeter entschied. "Lama" Javier Pinola, der nach seiner Vier-Spiele-Sperre ein solides Comeback gab, hatte den Ball eher unabsichtlich Ball an die Hand bekommen.

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