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Adam Szalai (r.) erzielte den dritten Mainzer Treffer gegen St. Pauli © getty

Das Tuchel-Team findet mit dem Auswärtssieg bei St. Pauli wieder in die Spur zurück. Ein Nationalspieler trifft doppelt.

Hamburg - Mainz 05 hat zumindest für 24 Stunden den zweiten Tabellenplatz zurückerobert.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gewann das Gastspiel bei Aufsteiger FC St. Pauli vor allem dank einer starken ersten Halbzeit mit 4:2 (3:1), kann aber am Sonntag von Bayer Leverkusen wieder auf den dritten Rang verdrängt werden.

Der Kiezklub steckt dagegen als 15. weiter in der Abstiegszone fest(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Doppelpack von Schürrle

Die Saisontreffer acht und neun von Andre Schürrle (11. /28.) bescherten den Gästen im Millerntor-Stadion schnell eine beruhigende Führung.

Hoffnung für die Hamburger kam durch einen verwandelten Handelfmeter von Matthias Lehmann (33.) auf, ehe Adam Szalai (41.) noch vor der Pause den alten Abstand wieder herstellte.

Lehmanns zweites Tor des Spiels (63.) brachte die Paulianer noch einmal heran, ehe Marco Caligiuri (83.) endgültig den Mainzer Erfolg perfekt machte.

Schürrle weiter hungrig

Trotz der besten Bundesliga-Hinrunde der Mainzer Vereinsgeschichte gibt sich Torjäger Schürrle nich nicht zufrieden: "Wir können immer noch besser spielen. Wir wollen in dieser Saison noch viele Spiele gewinnen und in der Rückrunde möglichst in jedem Spiel drei Punkte holen."

Mit 33 Punkten aus 17 Spielen stehen die Mainzer nun glänzend da. FSV-Trainer Thomas Tuchel zog bei "LIGAtotal!" zufrieden Bilanz: "Ich bin schon stolz und finde die Art und Weise schon beeindruckend, wie wir das eigentlich im ganzen Kalenderjahr gemacht haben."

Stanislawski schließt Neuzugänge aus

Tuchels Gegenüber Holger Stanislawski war dagegen enttäuscht.

"Wir haben ein ganz schlechtes Spiel gemacht, ganz wenige Zweikämpfe gewonnen und viele einfache Fehler gemacht. Dafür ist Mainz zu gut besetzt, um das nicht auszunutzen", sagte der St.-Pauli-Trainer.

Neuverpflichtungen in der Winterpause schloss Stanislawski trotz Tabellenplatz 15 bei "LIGAtotal!" aber aus: "Null Euro ist der finanzielle Spielraum. Wir haben im Moment keine Möglichkeit. Wir wollen keinen. Wir vertrauen unseren Jungs."

Chancen eiskalt genutzt

Vor 24.000 Zuschauern überließen die Mainzer den Gastgebern im ersten Durchgang über weite Strecken das Spiel, nutzten ihre Chancen bei gelegentlichen Angriffen jedoch konsequent.

Dabei agierten die Gäste, die nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge mit einer auf sechs Positionen veränderten Aufstellung begannen, zunächst aus einer sicheren Defensive und stoppten so den Anfangsschwung der Platzherren.

Deren erste Chance durch einen Distanzschuss von Marius Ebbers konnte der ehemalige St. Paulianer Heinz Müller im Mainzer Kasten problemlos abwehren.

Schürrle muss nur einschieben

Ein Fehler von Rouwen Hennings leitete den bis dahin besten Angriff des FSV ein, bei dem Schürrle nach schöner Vorarbeit von Szalai nur noch einschieben musste.

Während sich St. Pauli in der Folgezeit zunächst vergeblich um gefährliche Angriffe bemühte, legte Mainz nach. 326521(DIASHOW: Der 17. Spieltag)

Ein verunglückter Torschuss von Malik Fathi landete bei Schürrle, der sich aus halblinker Position mit einem Flachschuss die Chance zu seinem zweiten Treffer nicht nehmen ließ.

Szalai trifft volley

Auf der anderen Seite hielt Lehmann kurz darauf die Hoffnungen der Gastgeber am Leben. Nach einem Handspiel von Elkin Soto traf der Mittelfeldspieler vom Elfmeterpunkt sicher zum 1:2.

Allerdings machte sich St. Pauli auch danach selbst das Leben schwer und begünstigte mit schlechtem Stellungsspiel den dritten Mainzer Treffer durch Szalai.

Der nahm eine Flanke von Christian Fuchs im Strafraum direkt und überlupfte geschickt Mathias Hain im St. Pauli-Tor.

Caligiuri macht alles klar

Nach dem Seitenwechsel drängten die Hamburger den Gegner allerdings zunehmend in die Defensive und kamen so immer wieder zu guten Möglichkeiten.

Bei einer ersten Chance verfehlte Max Kruse das Mainzer Tor noch knapp (54.), dann aber blies erneut Lehmann zur Aufholjagd: Mit einem fulminanten Distanzschuss ließ der 25-Jährige FSV-Keeper Müller keine Chance und traf zum 2:3.

Doch nach herrlicher Vorarbeit von Sami Allagui machte Caligiuri mit seinem ersten Bundesligatreffer im Mainzer Trikot für die Rheinhessen alles klar.

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