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Patrick Helmes (r.) stellte zuletzt im Europacup seine Torgefährlichkeit unter Beweis © getty

Leverkusen kann nach Dortmunds 0:1 mit einem Sieg gegen Freiburg an den BVB heranrücken. Der VfB will gegen Bayern die Fans zurückgewinnen.

München - Bayer Leverkusen kann von Dortmunds Niederlage in Frankfurt profitieren und mit einem Sieg gegen den SC Freiburg (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) den Rückstand auf den Tabellenführer verkürzen.

Zugleich will die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes den Vorsprung auf die Verfolger wahren.

"Wir wollen einen positiven Jahresabschluss. Es wäre fahrlässig, wenn wir jetzt nachlassen würden", sagt Heynckes.

Bei einem Sieg hätte Leverkusen 35 Zähler auf dem Konto, exakt die Punktzahl, die im Vorjahr noch zur Herbstmeisterschaft gereicht hatte, und noch acht Punkte Rückstand auf Dortmund.

Bayer seit sieben Spielen ungeschlagen

Der Werksklub ist seit sieben Runden ungeschlagen (fünf Siege) und verlor nur eine der letzten 14 Liga-Aufgaben.

Beide Saison-Niederlagen erlebten die Leverkusener auf eigenem Platz (3:6 gegen Gladbach, 0:1 gegen Mainz).

Drei Bayer-Leistungsträger gehen angeschlagen in die Partie: Arturo Vidal zog sich beim 1:1 in der Europa League gegen Atletico Madrid eine Fußprellung zu, Sami Hyypiä plagt sich mit Achillessehnenproblemen und Lars Bender klagt über Leistenbeschwerden.

Freiburg im Aufwind

Die Freiburger gewannen vier der letzten sechs Partien, und das jeweils "zu Null".

Ihr 13-maliger Saison-Torschütze Papiss Cisse, der fünf der letzten sieben Treffer erzielte, war an acht von neun Freiburger Siegen mit einem Tor beteiligt. In Leverkusen fehlt Cisse allerdings wegen einer Gelbsperre.

Stuttgart will die Bayern ärgern

Ausgerechnet gegen den Rekordmeister und Südrivalen Bayern München will der VfB Stuttgart die Gunst seiner Zuschauer zurückgewinnen.

"Wir müssen uns erarbeiten, dass die Leute wieder hinter uns stehen", sagt Stuttgarts neuer Trainer Bruno Labbadia vor dem Hinrundenabschluss der abstiegsgefährdeten Schwaben gegen den Rekordmeister am Sonntag (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Bei seiner gelungenen Premiere auf der VfB-Bank beim 5:1 in der Europa League gegen Odense BK musste der Nachfolger von Jens Keller erfahren, dass es nicht so einfach ist, die eigenen Anhänger nach der verkorksten Hinrunde wieder zu versöhnen.

Dass die Angst vor einem Absturz in die Zweitklassigkeit im Schwabenland umgeht, war am Donnerstagabend deutlich zu spüren.

"Wir brauchen die Punkte"

Denn trotz der Torflut gegen Odense gab es Pfiffe gegen die eigenen Mannschaft. "Bei uns war noch viel Sand im Getriebe. Die Zuschauer haben das Recht, so zu reagieren, das ist zu akzeptieren", sagte Manager Fredi Bobic.

Und ergänzte: "Aber ich bin mir sicher, am Sonntag stehen sie wie eine Wand hinter uns. Wir brauchen die Punkte."

Dies ist auch den Profis klar. "Wenn man sieht, auf welchem Platz wir stehen, dann müssen wir einfach punkten, auch gegen diesen starken Gegner", forderte Stürmer Ciprian Marica.

Der Rumäne trifft mit seinem Team zum Jahresabschluss im Achtelfinale des DFB-Pokals am Mittwoch erneut auf die Bayern.

Die Bundesliga hat Priorität

Doch die Punkte in der Bundesliga sind für den Vorletzten derzeit wichtiger.

Das weiß auch Labbadia, der sich aber auch der Schwere der Aufgabe bewusst ist. "Das ist eine sehr interessante Aufgabe, Bayern ist das Aushängeschild der Liga und sie haben den besten Kader der Liga", sagte der 44-Jährige.

Dennoch ist Labbadia durchaus optimistisch: "In dieser Saison haben auch schon Mannschaften Spielen gewonnen, mit denen man nicht gerechnet hat."

Ein Konzept hat der neue VfB-Coach auch schon parat: "Wir müssen eine eigene Identität zeigen und dürfen uns nicht nur nach dem Gegner richten."

VfB verunsichert van Gaal

Bayern-Trainer Louis van Gaal, der am Donnerstag Stuttgarts Auftritt gegen die Dänen aufmerksam verfolgt hat, weiß nicht so recht, was er vom VfB halten soll.

"Neuer Trainer, neue Chancen. Es ist sehr schwer, meine Spieler auf dieses Match vorzubereiten, weil wir nicht genau wissen, was uns erwartet", sagte der Niederländer.

Angesichts des großen Rückstandes auf Tabellenführer Borussia Dortmund fordert van Gaal aber Siege: "Wir müssen eine Serie starten."

Torwart Jörg Butt warnt: "Labbadia wird Stuttgart heiß machen. Er ist bekannt dafür, dass er zu Beginn für Motivation sorgt."

SPORT1 fasst die voraussichtlichen Aufstellungen der Sonntagsspiele des 17. Spieltags zusammen:

(jetzt Team aufstellen beim SPORT1 - Bundesliga Manager)

Bayer Leverkusen - SC Freiburg (15.30 Uhr)

Leverkusen: Giefer - Schwaab (Castro), Hyypiä, Friedrich, Kadlec - Sam, Rolfes, Vidal, Barnetta - Renato Augusto - Derdiyok (Helmes).

Freiburg: Baumann - Mujdza, Barth (Flum), Butscher, Bastians - Schuster - Abdessadki, Makiadi, Rosenthal, Nicu - Reisinger.

VfB Stuttgart - Bayern München (17.30 Uhr)

Stuttgart: Ulreich - Degen, Tasci, Delpierre, Molinaro - Träsch, Gentner - Gebhart, Boka - Cacau, Progrebnjak.

Bayern: Butt - Lahm, Timoschtschuk, Breno, Contento - van Bommel, Schweinsteiger - Altintop, Müller, Ribery - Gomez.

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