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Dzeko (r., gegen Andreas Ibertsberger) schoss sein zehntes Saisontor für den VfL Wolfsburg © getty

Der VfL Wolfsburg spielt 75 Minuten katastrophal, dreht in der Schlussviertelstunde aber noch einen 0:2-Rückstand gegen 1899.

Wolfsburg - Steve McClaren wackelte schon bedenklich, aber Edin Dzeko hat ihm wohl den Kopf gerettet.

Der Torschützenkönig der Vorsaison stolperte für den VfL Wolfsburg in der Nachspielzeit den Ball zum 2:2-Endstand gegen 1899 Hoffenheim ins Tor und nahm den umstrittenen Coach damit zumindest etwas aus der Schusslinie.

Die ambitioniert in die Bundesliga-Saison gestarteten Niedersachsen warten allerdings seit sieben Spielen auf einen Sieg und schlossen die Hinrunde mit einer enttäuschenden Bilanz von 19 Punkten vier Zähler vor dem Relegationsplatz ab (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Im Falle einer Niederlage am Mittwoch im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den Zweitligisten Energie Cottbus dürfte es für McClaren, dem VfL-Manager Dieter Hoeneß vor der Begegnung das Vertrauen ausgesprochen hatte, aber dennoch eng werden 326521(DIASHOW: Der 17. Spieltag).

Siebte Punkteteilung

Die Gäste aus Hoffenheim spielten zum vierten Mal in Serie unentschieden, Wolfsburg zum sechsten Mal - für beide war es die siebte Punkteteilung, womit sie sich auch den Saisonrekord teilen.

Die Tore für die Gäste erzielten der von Bayern München umworbene Luiz Gustavo (34.) und Gylfi Sigurdsson (40.), Diego (75.) hatte Wolfsburg zurück ins Spiel gebracht.

Mandzukic mit Großchance

Nach einigen Minuten des Abtastens hatten die Gäste die erste Chance zur Führung. Nach einem Pass von Boris Vukcevic lief Stürmer Vedad Ibisevic völlig frei auf das Wolfsburger Tor zu, doch der Schweizer Nationaltorwart Diego Benaglio parierte.

Nach Abstimmungsproblemen in der Hintermannschaft der Gäste hatte Mario Mandzukic dann überraschend die große Chance zur Wolfsburger Führung. Ein langer Ball von Simon Kjaer - häufig das Mittel der Wolfsburger - fand den Weg zum Stürmer, der jedoch den Ball auf das Tornetz lupfte (20.).

Kurz danach vergaben die Hoffenheimer erneut eine Großchance. Sejad Salihovic scheiterte an Benaglio (24.).

"McClaren-raus"-Rufe

Vor allem im Spielaufbau haperte es bei den Gastgebern. Die 24.512 Zuschauer bekamen fast keine gelungenen Kombinationen zu sehen.

Die wenigen gefährlichen Angriffe resultierten aus langen Bällen oder waren Zufallsprodukte. Lautstarke Pfiffe waren die Folge. Nach dem 0:1 gab es die ersten "McClaren raus"-Rufe.

Nach der Pause kam Grafite für Youngster Tolga Cigerci, doch zunächst änderte sich nichts. Wolfsburg kam nicht ins Spiel, die Gäste beherrschten das Geschehen fast nach Belieben. Salihovic zog nach 50 Minuten einen direkten Freistoß knapp am Tor vorbei.

Dauerdruck nach dem Anschluss

Erst nach 55 Minuten war so etwas wie ein Wolfsburger Aufbäumen zu erkennen.

Der Hoffenheimer Innenverteidiger Marvin Compper rettete für den geschlagenen Torhüter Daniel Haas (56.), wenig später parierte Haas einen Freistoß Diegos.

Strittige Komponente

Der bis dahin schwachen Spielmacher sorgte dann für den Anschluss, der aber eine strittige Komponente hatte: Der vor ihm postierte Dzeko stand beim Pass auf den Torschützen im Abseits und behinderte Haas bei der Parade.

Nach dem Anschlusstor erwachte Wolfsburg aus seiner Starre und setzte die Hoffenheimer - die ohne den mit Adduktorenproblemen ausgewechselten Luiz Gustavo Probleme hatten - unter Dauerdruck.

Es gab dicke Gelegenheiten für Dzeko (76., 79.), Schäfer (81.) und Riether (87.) - ehe Dzeko schließlich der erlösende Treffer glückte.

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