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Volker Finke wurde in Japan mit Urawa in der vergangenen Saison Sechster © imago

Der frühere Freiburg-Trainer tritt die Nachfolge des entlassenen Managers Meier an. Coach Schaefer lobt die Entscheidung des Vereins.

München - Mit Vorfreude auf die gemeinsame Arbeit hat Trainer Frank Schaefer auf die Verüflichtung von Volker Finke als Sportdirektor des 1. FC Köln reagiert.

"Ich begrüße die Entscheidung sehr", sagte Schaefer dem "Express" (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Richtigen Kontakt hatte ich mit Volker Finke noch nicht, aber man weiß doch, was er in Freiburg auf die Beine gestellt hat. Wenn man nur das Jugendleistungszentrum bedenkt! Es ist wichtig für mich, einen Partner mit sportlicher Kompetenz zu haben."

Rückkehr aus Japan

Finke kehrt vom japanischen Erstligisten Urawa Red Diamonds als neuer Sportdirektor der "Geißböcke" in die Bundesliga zurück und soll bei den Rheinländern entscheidende Weichenstellungen für den Klassenerhalt vornehmen. 326521(DIASHOW: Der 17. Spieltag)

Der Klub verkündete die Verpflichtung des Ex-Trainers von Liga-Rivale SC Freiburg als Nachfolger des entlassenen Managers Michael Meier am Samstagabend gut vier Stunden nach der 0:3-Pleite zum Hinrunden-Abschluss bei Schalke 04.

Allerdings muss Köln für die Verpflichtung des "Wunschkandidaten der Vereinsführung" eine Kröte in Form einer noch gut eineinhalbmonatigen Wartzezeit bis zum Dienstantritt schlucken.

"Passt perfekt in das Anforderungsprofil"

"Volker Finke passt perfekt in das Anforderungsprofil. Volker Finke steht mit seiner sportlichen Kompetenz für Werte und ist eine Persönlichkeit mit Visionen. Finke hat in der Vergangenheit nachgewiesen, dass er eine Mannschaft strategisch und konzeptionell zusammenstellen und aufbauen kann", hieß es in der FC-Mitteilung.

Finke soll auf seiner ersten Station als Sportdirektor nach einer insgesamt 36-jährigen Trainer-Laufbahn "übergreifend für die Nachwuchsabteilung, das Scouting, das SportsLab und die Lizenzspielerabteilung verantwortlich sein und in dieser Funktion partnerschaftlich mit Chef-Trainer Frank Schaefer zusammenarbeiten".

Vertrag über zweieinhalb Jahre

Der 62-Jährige erhält einen Vertrag über zweieinhalb Jahre.

Mit den Urawa Red Diamonds wurde er in der vergangenen Saison Sechster, in der laufenden Spielzeit liegt die Mannschaft derzeit auf Rang zehn. Sein Kontrakt läuft zum Ende der Saison aus.

Einigung in Japan

Nach Informationen des "Express" hatte der Gesellschafter-Ausschuss des FC am Mittwoch einstimmig den Verhandlungsauftrag erteilt.

Nach einer Videokonferenz mit Finke seien die FC-Verantwortlichen nach Japan gereist, um den Deal perfekt zu machen. Die Zusammenarbeit sei per Handschlag besiegelt worden.

Finke war bereits vor einigen Jahren Favorit von Präsident Wolfgang Overath auf den Trainerjob beim FC.

16 Jahre Trainer in Freiburg

Während seiner 16-jährigen Tätigkeit als Freiburger Coach zwischen 1991 und 2007 erarbeitete sich Kölns künftiger starker Mann großes Ansehen.

Mit den Breisgauern schaffte Finke 1993, 1998 und 2003 den Aufstieg in die Bundesliga. Seine größten Erfolge mit dem Klub waren die UEFA-Cup-Teilnahmen 1995 und 2001.

Ende November einigte sich Finke mit Urawa, wohin der Fußball-Lehrer 2009 nach zweijähriger Pause gewechselt war, auf eine Beendigung der Zusammenarbeit zum Ende dieses Jahres.

"Aufregende Erfahrungen" in Japan

Mit dem früheren Double-Gewinner erreichte Finke nach Platz sechs im Vorjahr in der abgelaufenen Saison wiederum nur einen Mittelfeldplatz.

Dennoch sieht Finke seine Zeit beim "FC Bayern von Japan" als wertvollen Lebensabschnitt an. "Ich habe aufregende und reichhaltige Erfahrungen gesammelt", sagte Finke bei der Bekanntgabe der Trennung von den "Roten Diamanten".

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