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Stefan Kießling (l.) feiert mit Patrick Helmes das 2:2 © getty

Leverkusen lässt im Schneegestöber gegen Freiburg Punkte liegen, denkt aber schon an die BVB-Partie. Dutt ist mehr als zufrieden.

Leverkusen - "Da kann man besser einen Schneemann bauen als Fußball spielen", echauffierte sich Simon Rolfes über die fast irregulären Bedingungen bei denen sich Leverkusen und der SC Freiburg mit 2:2 (1:1) trennten.

"Es ist sehr ärgerlich, dass wir heute nicht gewonnen haben, aber man muss immer die Witterungsverhältnisse mit berücksichtigen. Das war ein Lotteriespiel", so der sichtlich geknickte Bayer-Kapitän.

Im dichten Schneegestöber hat die Werkself einen Tag nach dem Patzer von Herbstmeister Borussia Dortmund die Gunst der Stunde nicht genutzt und zwei wichtige Punkte liegen gelassen.

Kampfansage an den BVB

Zehn statt acht Punkte beträgt nun der Rückstand auf den BVB, der gleich zum Rückrundenauftakt am 14. Januar in der BayArena gastiert. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Abwehrspieler Manuel Friedrich schickte bereits eine Kampfansage an die Westfalen, die am Samstag 0:1 bei Eintracht Frankfurt verloren hatten:

"Das wird ein Superspiel. Wir werden mit einem noch stärkeren Team in die Rückrunde gehen. Wir haben bereits in der Hinrunde die vielen Ausfälle besser kompensiert als andere Mannschaften."

Kadlec fehlt

Dies müssen die Leverkusener dann allerdings auf's Neue beweisen.

Denn gegen Dortmund wird Michal Kadlec aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlen. 326521(DIASHOW: Der 17. Spieltag)

Zudem zog sich Patrick Helmes nach seinem Tor gegen Freiburg (75.) einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Ob er gegen den BVB wieder fit ist, bleibt offen.

"Er hat seinen Urlaub bereits abgesagt, weil er sich behandeln lassen muss", bestätigte Leverkusen-Coach Jupp Heynckes.

Völler beschwert sich

Ausgerechnet am letzten Hinrunden-Spieltag gab es statt dem eingeplanten Dreier einen Dämpfer.

Bei Dauer-Schneefall fand die geballte Bayer-Offensive kaum ein Mittel gegen die leidenschaftlich kämpfenden Freiburger.

"Das hat mit Fußball nicht viel zu tun, da ist vieles dem Zufall überlassen", wetterte Bayer-Sportchef Rudi Völler.

Sechster Treffer vom Punkt

In die selbe Kerbe schlug auch Heynckes: "Die angreifende Mannschaft ist bei solchen Witterungsverhältnissen immer im Nachteil."

Zunächst sah es danach aber nicht aus - vor 22.421 Zuschauern schoss Arturo Vidal (16.) die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung.

Es war der sechste Elfmetertreffer für den chilenischen Nationalspieler in dieser Saison.

Der Südamerikaner war insgesamt zum achten Mal in dieser Spielzeit erfolgreich.

Freiburg geht in Führung

Jan Rosenthal (24.) schloss dann allerdings einen Konterangriff der Freiburger, die ohne Torjäger Papiss Cisse (13. Saisontreffer/Gelbsperre) angetreten waren, zum 1:1-Ausgleich ab.

Stefan Reisinger (65.) brachte die Breisgauer mit 2:1 in Führung.

Der eingewechselte Patrick Helmes (75.) rettete einen Punkt für die Gastgeber, die zu Hause in der Hinrunde große Schwächen (nur drei Heimerfolge) offenbarten.

Dutt zufrieden

"Bei diesen Bodenverhältnissen muss man schon Glück haben, dass der Ball in die richtige Richtung springt. Leverkusen und Freiburg sind zwei Mannschaften, die gerne Fußball spielen", sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt.

Und weiter: "Da waren die Bedingungen natürlich für beide hinderlich. Es gehört aber auch eine Portion Leidenschat dazu. Das haben beide Mannschaften gezeigt."

Dutt durfte mit 28 Punkten nach Abschluss der Hinrunde zufrieden Bilanz ziehen, wollte aber an der Zielsetzung Klassenerhalt nichts ändern: "Wenn die Mannschaft so weiterspielt, wird sie die restlichen Zähler für die 40-Punkte-Marke auch noch einfahren."

Comeback von Kießling

Sein Bundesliga-Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause feierte bei Bayer Nationalstürmer Stefan Kießling, der in der 66. Minute von Trainer Jupp Heynckes eingewechselt wurde.

In der 82. Minute hatte er das 3:2 auf dem Fuß, verzog aber knapp.

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