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Mario Gomez erzielte gegen den VfB Stuttgart seine Saisontreffer zehn bis zwölf © getty

Im Gespräch mit SPORT1 spricht Mario Gomez über die kuriose Hinrunde, seinen Dreierpack gegen den VfB und Mark van Bommel.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

Stuttgart - Wenn es einen Preis für den besten "Dreierpacker" gäbe, Mario Gomez hätte gute Chancen.

Beim 5:3-Sieg in VfB Stuttgart erzielte der Bayern-Stürmer zum dritten Mal in der laufenden Saison drei Tore in einem Spiel.

In der Bundesliga war ihm dieses Kunststück schon gegen Hannover genauso wie in der Champions League in Cluj geglückt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Seine Glanzvorstellung im Schwabenland hatte noch eine ganz eigene Note, schließlich stürmte Gomez zuvor jahrelang für den VfB.

Seinen ersten Treffer bejubelte er am Sonntagabend daher noch verhalten. Doch als er zwei weitere Tore nachlegte, zelebrierte er die wie eh und je 326521(DIASHOW: Der 17. Spieltag).

Den Nationalspieler ärgerten die "Pfiffe und Anfeindungen im Spiel", wie er auf "Sky" erklärte. "Der Respekt wurde mir nicht entgegengebracht, deshalb habe ich dann das zweite und dritte Tor gefeiert."

Im SPORT1-Interview spricht er über Bayerns denkwürdige Hinrunde, Kapitän Mark van Bommel und seinen kriselnden Ex-Verein.

SPORT1: Herr Gomez, drei Treffer gegen den VfB: Sie scheinen sich in Stuttgart weiterhin bestens auszukennen, oder?

Mario Gomez: Letztes Jahr hat es ja nicht so funktioniert, wir haben 0:0 gespielt. Diesmal lief es besser. Wir wollten das Spiel gewinnen. Das haben wir geschafft, selbst wenn wir noch drei blöde Gegentore bekommen haben.

SPORT1: Woran lag es, dass Stuttgart vor der Bayern-Führung ihr Tor ziemlich in Gefahr brachte?

Gomez: Der VfB ist eine gute Mannschaft, sie haben viele gute Einzelspieler. In diesem Jahr treten sie sicherlich nicht so als Mannschaft auf und stehen deshalb so tief unten. Doch die Stuttgarter haben viel Qualität und ein Spiel gegen Bayern München hat oft nichts mit der restlichen Saison zu tun. Da sind alle bis in die Haarspitzen motiviert.

SPORT1: Zudem gab es beim VfB ja den Trainerwechsel hin zu Bruno Labbadia.

Gomez: Er hat sicher auch noch mal das Letzte herausgekitzelt. Jeder Spieler wollte ihm zeigen, auf mich kannst du setzen im Abstiegskampf. Dann ist es nicht so einfach, dementsprechend waren ja auch die ersten 20 Minuten. Wir können froh sein, dass wir da nicht in Rückstand geraten sind. Danach haben wir aber verdient gewonnen.

SPORT1: Ihr erstes Tor war ein Treffer für die Galerie, oder?

Gomez: Es war ein wunderschönes Zuspiel von Thomas (Müller, Anm. d. Red.). Wir haben vorgestern im Training schon geflachst und gesagt: "Oh Gott, wenn du hinter mir spielst..." Wir müssen schauen, dass wir die Laufwege hinbekommen. Das hat dieses Mal wunderbar funktioniert, beim ersten Tor und auch beim zweiten (Gomez bediente Müller, Anm. der Red.).

SPORT1: Sie haben in der laufenden Saison schon zwölf Treffer verbucht, wie fällt Ihr persönliches Fazit nach der turbulenten Hinrunde aus?

Gomez: Wir haben als Mannschaft einfach viel zu viele Punkte verschenkt, wir haben keine gute Hinrunde gespielt. Wir haben bestimmt eine sehr gute Champions-League-Vorrunde gespielt, auch im Pokal unsere Ziele erreicht, wir müssen am Mittwoch (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) aber noch unbedingt in Stuttgart gewinnen. Doch in der Liga haben wir auswärts zu viel versemmelt.

SPORT1: Leverkusen hat 2:2 gegen Freiburg gespielt, Bayern mit dem Sieg den Abstand zu den Champions-League-Plätzen verkürzt. Was ist noch möglich?

Gomez: Es ist nach wie vor alles möglich. Jeder schlägt jeden. Man sieht, die Liga ist dieses Jahr verrückt, jedes Wochenende gibt es Ergebnisse, auf die man in tausend Jahren nicht gekommen wäre. Wir haben den Glauben nicht verloren, noch nach oben zu kommen.

SPORT1: Gilt das auch in Richtung Meistertitel?

Gomez: Ja.

SPORT1: Aktuell gibt es Spekulationen um Bayern-Kapitän Mark van Bommel, der im Winter nach Wolfsburg wechseln könnte. Wie wichtig ist er für die Mannschaft?

Gomez: Das habe ich schon vergangene Woche gesagt, er ist unser Kapitän und unser wichtigster Spieler.

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