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Veh coachte vor dem HSV in der Bundesliga schon Wolfsburg, Stuttgart und Rostock © getty

Armin Veh und die HSV-Führung wollen bis Anfang Januar entscheiden, ob die Zusammenarbeit über die Saison hinaus fortgesetzt werden soll.

Von Tobias Hlusiak

München - Erst seit Sommer ist Armin Veh Trainer des Hamburger SV.

Doch nach einer desilusionierenden Hinrunde wird schon jetzt diskutiert ob, und wielange dieser Zustand noch anhält.

Fakt ist: Der Kontrakt des ehemaligen Stuttgarter Meistercoaches ist bis Juni 2012 datiert.

Allerdings haben Veh und die HSV-Führung jeweils eine Ausstiegsklausel, die bis zum 31. Mai 2011 gezogen werden kann.

Im Weihnachtsurlaub will Veh nun entscheiden, ob er diese zieht. "Man muss ja planen können", sagt der Trainer.

Veh will abschalten

"Ich will ein paar Tage abschalten und ein paar Dinge sacken lassen. Ich muss mit mir im Reinen sein. Nachdenken kann ich gut, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe."

Bevor der 49-Jährige in Richtung Augsburg aufbrach, wo er im Kreise seine Familie die Feiertage verbringt , saß er noch einmal mit der HSV-Führung - Bernd Hoffmann, Bastian Reinhardt und Katja Kraus - zusammen.

Auch die Vereinsbosse wollen in sich gehen, bevor es am Neujahrstag erneut ein Gespräch zwischen Hoffmann und Veh geben soll.

Am 2. Januar will man eine Entscheidung bekanntgeben.

"Weiß nicht, ob wir zusammenkommen"

"Ob wir zusammenkommen, das weiß ich noch nicht", lässt Veh durchblicken.

Der Trainer betonte allerdings noch einmal, dass der HSV seine letzte Trainer-Station in der Bundesliga sein soll.

"Das habe ich nicht nur so gesagt, das habe ich mir länger überlegt", stellt Veh heraus.

"Der HSV ist ein toller Verein. Wenn wir zusammen weitermachen, und das ist nicht nur meine Entscheidung, kann es noch ein paar Jahre gehen."

Turbulenzen im Aufsichtsrat

Platz fünf als Ziel

Danach sieht es derzeit offenkundig nicht aus. Zu enttäuschend verlief die erste Halbserie.

Platz neun mit 24 Punkten - dazu Querelen im Vorstand. Beim HSV läuft es alles andere als rund.

"Trotz der Schwierigkeiten sind wir mit einem blauen Auge davongekommen", urteilt Veh und führt als Grund die Verletztenmisere an: "In dieser Länge hab ich soetwas noch nie erlebt."

Für die Rückrunde sieht Veh den fünften Tabellenplatz und die Qualifikation für die Europa League als maximal erreichbares Ziel an. Derzeit beträgt der Rückstand fünf Punkte.

"Wenn wir als Mannschaft komplett sind, können wir das noch packen", sagt der Coach.

Management als Alternative

Falls seine Zeit an der Alster zuende geht, hat sich der Trainer schon nach Alternativen umgesehen.

"Eine Aufgabe im Management reizt mich. Dazu hätte ich Lust. Das ist eine andere Aufgabe und ich bringe viel Erfahrung aus 20 Jahren Trainertätigkeit mit."

Alternativ könne er sich aber auch vorstellen, als Trainer im Ausland zu arbeiten.

Die Weichen für die berufliche Zukunft des Armin Veh werden am 2. Januar gestellt.

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