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Clemens Tönnies hat als Aufsichtsrats-Boss auf Schalke das Sagen © imago

Nach Schalkes Sieg in Augsburg dreht sich alles um Nationalkeeper Neuer. Schalkes Boss schlägt gegenüber Bayern scharfe Töne an.

München - Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies vom Bundesligisten Schalke 04 schlägt im Wechselpoker um Nationaltorwart Manuel Neuer scharfe Töne in Richtung Rekordmeister Bayern München an.

"Wenn es schon eine konkrete Absprache gibt zwischen Manuel Neuer und Uli Hoeneß, dann wäre das unseriös und illegal", sagte Tönnies in einem Interview mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Donnerstag-Ausgaben).

"Dann nehmen ich persönlich und auch Felix Magath eine andere Gangart gegen den FC Bayern ein. Dann werden wir ganz andere Maßnahmen ergreifen."

Konkret wurde Tönnies nicht.

Tönnies glaubt nicht an Absprache

Der Fleischfabrikant sagte, dies sei nur eine "Reaktion auf die vielen Spatzen, die irgendetwas von den Dächern pfeifen".

Er gehe aber fest davon aus, dass es bisher keine Absprache zwischen Neuer und den Bayern gebe.

Der seit Wochen überragende Schlussmann besitzt bei den Schalkern noch einen Kontrakt bis Ende der kommenden Saison.

Nur ein vorzeitiger Wechsel würde Schalke eine hohe Transfersumme einbringen. (Metzelder im Interview: "Neuer hat es doch provoziert")

Neuers Aussage sorgt für Aufregung

Trainer Magath hatte zuletzt dennoch einen Wechsel Neuers vor dessen Vertragsende im Sommer 2012 ausgeschlossen, was dem Torwart offenbar missfiel.

"Das kann ich so nicht unterschreiben. Da gehören immer zwei Seiten zu", sagte er nach Schalkes Pokalerfolg in Augsburg.

Bayerns Vorstandsvoritzender Karl-Heinz Rummenigge sagte in einem Interview mit dem "Münchner Merkur", dass er die Personalie Neuer gelassen angehen werde.

"Wenn Felix Magath sagt, er gibt Neuer vor 2012 nicht her, müssen wir dies mal so zur Kenntnis nehmen. Wir haben kein Torwartproblem. Butt hält sehr gut, und Thomas Kraft ist schon fast keine Nummer zwei mehr."

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