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Felix Magath (r.) und Manuel Neuer arbeiten seit Sommer 2009 zusammen bei Schalke © getty

Felix Magath unterstreicht seinen Anspruch auf Manuel Neuer und wundert sich darüber, dass sich das Gerücht um dessen Wechsel hält.

Von Tobias Hlusiak

München - "Klar. Dabei bleibe ich."

Felix Magath hat eine klare Meinung. Sein Torwart Manuel Neuer hat einen gültigen Vertrag bei Schalke 04, datiert bis 2012. Den soll die Nummer eins erfüllen.

Ohnehin wundert sich Magath, dass weiterhin über einen Wechsel des Nationalkeepers spekuliert wird (DATENCENTER: Bundesliga).

"Verwunderlich", findet es der Coach, "dass sich das Gerücht, Manuel würde zu Bayern wechseln, so hartnäckig hält."

"Nerlinger hat sich vor einem Jahr einmal gemeldet"

In den vergangenen Wochen wurde fast inflationär über einen Neuer-Abschied von Schalke, verbunden mit seiner Ankunft in München spekuliert (INTERVIEW: "Neuer hat es doch durch Leistung provoziert").

Magath schafft im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" Fakten: "Christian Nerlinger hatte sich vor einem Jahr mal gemeldet", berichtet Magath trocken.

"Ich habe ihm dann gesagt, dass wir Manuel nicht abgeben werden. Damit war das Thema aus meiner Sicht erledigt."

Seitdem habe sich kein Bayern-Vertreter mehr an Magath gewandt.

Verstoß gegen Transferstatuten?

Sollte der Rekordmeister also tatsächlich bereits einen Vorvertrag mit Neuer abgeschlossen, oder sich tendenziell über einen Vertrag geeinigt haben, wäre dies ein Verstoß gegen Transferstatuten.

Ein Spieler darf erst ein halbes Jahr vor Ablauf seines Vertrages von einem anderen Verein angesprochen werden, wenn nicht die ausdrückliche Erlaubnis des abgebenden Vereins eingeholt wurde.

Dies wäre bei Neuer im Winter 2011 der Fall.

Magath wirbt für Schalke

Ohnehin hält Magath einen Wechsel zum Branchenprimus für seinen besten Spieler für falsch.

Der dreifache Meistertrainer legt Neuer viel eher eine Verlängerung bei Königsblau nahe.

"Ihm ist, glaube ich, bewusst, dass eine Entscheidung für Schalke etwas Besonderes sein könnte in diesem Fußballgeschäft. Diese Möglichkeit, einen solchen Status und Stellenwert zu erreichen, haben nur wenige."

"In München nur Angestellter"

Magath hofft darauf, dass Neuer auf sein Schalker-Herz hört und verlängert. Der Keeper stand schon als Kind in der Schalker Fankurve.

Magath baut auf Neuer, will das Gesicht seiner neuformierten Mannschaft nicht hergeben.

"Hier kann er Verantwortung für den ganzen Verein übernehmen", wirbt der Coach. "In München wäre er nur ein Angestellter."

Magath hat nie gezweifelt

Den radikalen Umbruch, den er beim Vizemeister zu Beginn dieser Saison vollzog, verteidigt der 57-Jährige.

"Ich würde so einen Umbruch wieder machen. Ja, auf jeden Fall", ist sich Magath sicher, der angibt, nie an seiner "Mission" gezweifelt zu haben.

0:5 als Wendepunkt

Als Wendepunkt in der Hinrunde der "Knappen" bezeichnet Magath die 0:5-Niederlage in Kaiserslautern.

Danach fuhr seine Truppe fünf Siege am Stück ein und verlängerte mit dem 1:0-Sieg im Achtelfinale des Pokals in Augsburg schließlich den zuvor gestrichenen Weihnachtsurlaub um sechs Tage 328088(DIASHOW: Das Achtelfinale) .

Urlaub verlängert

"Kaiserslautern war natürlich schlimm", weiß auch der Coach. "Aber so eine 0:5-Klatsche kann auch helfen."

Danach habe sich das Team zusammengerauft und in geschlossener Runde über die Misere geredet.

"Sie verinnerlichen das einfach besser und wirkungsvoller, als wenn immer nur ich ihnen erzähle, was sie tun müssen."

Nun seien aber alle froh, dass sie "mich erst am 2. Januar wiedersehen müssen."

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