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Armin Veh wurde mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister © getty

Der HSV-Trainer will von einem vorzeitigen Abschied nichts wissen und bekennt sich zu den Hanseaten. Die Entscheidung rückt näher.

Hamburg - Zum Hinrunden-Ende gab es für den Hamburger SV durch den 2:1-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach einen Hoffnungsschimmer.

Nach einer verkorksten Hinrunde liegt der HSV als Neunter immerhin nur noch fünf Punkte hinter dem Minimalziel Platz fünf zurück. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Und doch reißen die Diskussionen in der Hansestadt auch in der kurzen Winterpause nicht ab.

Die Zukunft von Trainer Armin Veh sorgt kurz nach Weihnachten für mächtig Gesprächsstoff, Gerüchte um einen Rücktritt und eine Pressekonferenz des Coaches noch in dieser Woche machen die Runde.

"HSV der richtige Verein für mich"

Alles Quatsch - sagt zumindest Veh.

"Ich möchte mein Amt weiterhin ausfüllen und auch in der Rückrunde auf der Bank sitzen. Ich habe nicht vor, zurückzutreten", sagt der 49-Jährige.

Damit wies er alle Spekulationen um seine angeblich bevorstehende Demission zurück: "Ich bin weiter davon überzeugt, dass der HSV der richtige Verein für mich ist."

Gespräche am Neujahrstag

Veh ist noch bis zum 30. Juni 2012 an die Hanseaten gebunden. Allerdings verfügen Trainer und Verein jeweils über eine Option zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses zum 31. Mai 2011.

Veh scheint von dieser Klausel keinen Gebrauch machen zu wollen.

Ob er die Hamburger aber tatsächlich auch in der zweiten Halbserie betreuen wird, soll am Neujahrstag entschieden werden. Dann trifft Veh mit dem Vorstand um Klubchef Bernd Hoffmann zusammen.

Hoffmann will Kontinuität

Von Seiten des Vereins dürfte es Bestrebungen geben, die Zusammenarbeit mit dem Coach fortzuführen. Seit Hoffmanns Amtsantritt im Februar 2003 verschliss der HSV schließlich sieben Trainer, deshalb will der Klubboss künftig auf Kontinuität setzen.

Die Kritik an Veh hielt sich bislang in Grenzen, da die Saison von großem Verletzungspech überschattet wurde.

"Was soll es für eine bessere Aufgabe geben?"

Veh selbst hatte bereits Anfang des Monats erklärt, nach dem HSV in Deutschland keinen anderen Verein als Trainer mehr übernehmen zu wollen.

"Was soll es denn in Deutschland für eine bessere Aufgabe für mich geben? Hier ist in den letzten Jahren schon viel entstanden", sagte Veh im SPORT1-Interview.

Für die Zeit nach seinem Engagement bei den Hanseaten zieht er allenfalls eine Aufgabe im Managementbereich bei einem HSV-Konkurrenten in Erwägung.

Kritik von Kober

Trotzdem hatte es immer wieder Spekulationen über Vehs vorzeitigen Abgang gegeben. Auch weil der Coach selbst eine eindeutige Aussage zu seiner Zukunft vermied.

Angeheizt wurden die Gerüchte über Vehs eigenmächtigen Abschied zuletzt auch durch Aussagen des ehemaligen HSV-Profis Carsten Kober, der am 9. Januar 2011 für den Aufsichtsrat des Klubs kandidieren wird.

"Ich wäre überrascht, wenn Veh in der Rückrunde noch Trainer wäre", hatte der frühere Innenverteidiger gesagt und angedeutet, dass bereits eine Entscheidung über Vehs Zukunft gefallen sei.

Klarheit bis zum Trainingslager?

Der HSV nimmt die Vorbereitung auf die Rückrunde am 2. Januar mit einer Reise ins Trainingslager nach Dubai auf. Nach Angaben von Veh wird dann endgültig Klarheit über sein künftiges Engagement bei den Hamburgern herrschen.

HSV-Sportchef Bastian Reinhardt zeigte sich zuletzt hingegen zurückhaltender.

"Ich will nicht garantieren, dass es eine Entscheidung bis Januar gibt. Der Trainer hat einen Vertrag bis zum Sommer. Wir können also ganz entspannt sein", meinte der Manager.

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